Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Hefegebäck & Blätterteig

Blätterteig Calzone mit 100 g Salami & 150 g Käse

Blätterteig Calzone mit 100 g Salami & 150 g Käse
Portionen 2 Personen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 20–25 Minuten
Gesamt 45–50 Minuten

Heute gibt es bei mir Calzone aus Blätterteig, gefüllt mit 100 g Salami und 150 g Käse. Ich sag dir genau, wie heiß der Ofen sein muss, wie lange sie backt und woran du siehst, dass sie fertig ist. Am Ende hast du eine goldbraune, blättrige Hülle und innen geschmolzenen Käse — herzhaft, aber nicht überwürzt.

Warum es sich lohnt

Die Calzone bringt zusammen, was gut zusammengehört: Blätterteig, der im Ofen hochgeht, Käse, der weich wird und Fäden zieht, und Salami, die ihr würziges Fett abgibt. Außen wird alles knusprig und blättrig, innen bleibt es cremig. Der einzige Punkt, auf den du achten musst, ist die Feuchtigkeit in der Füllung — sonst weicht der Teig von unten durch.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 1 Packung Blätterteig (ca. 275–300 g; rechteckig oder rund, gekühlt)
  • 100 g Salami, in dünnen Scheiben
  • 150 g Käse (z. B. Mozzarella 100 g + 50 g gereifter Gouda), gerieben oder in dünnen Scheiben
  • 100 g Tomatensauce (passierte Tomaten leicht gewürzt mit Salz, Pfeffer, 1 TL getrockneter Oregano)
  • 1 Ei, verquirlt zum Bestreichen
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Mehl zum Ausrollen

Für die Beilage

  • Optional: frischer Rucola oder ein einfacher Tomatensalat als Begleitung

So bereite ich es zu

Blätterteig Calzone mit 100 g Salami & 150 g Käse – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Heiz den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor und stell ein Backblech für die Mitte bereit. Teil den gekühlten Blätterteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in zwei gleich große Quadrate oder Kreise, je nachdem, wie die Packung geschnitten ist. Fass den Teig nur kurz an, sonst gehen dir die feinen Schichten verloren.

Schritt 2:

Streich auf die Mitte jedes Teigstücks je 50 g Tomatensauce (etwa 2 Esslöffel) und lass rundherum einen Rand von gut 2 cm frei. Darauf kommen pro Portion 50 g Salami und 75 g Käse, schön gleichmäßig verteilt. Achte darauf: Die Füllung soll nicht höher als 1 cm liegen und keine Flüssigkeitspfützen bilden, sonst weicht der Teig durch.

Schritt 3:

Klapp den Teig über die Füllung zu einem Halbmond und drück die Ränder mit einer Gabel kräftig zusammen. Danach bestreichst du die Oberfläche mit dem verquirlten Ei, das gibt Glanz und eine schöne Farbe. Beim Backen kannst du zuschauen, wie der Teig aufgeht und eine goldene, schichtige Kruste bekommt; innen fängt der Käse an zu blubbern und zieht Fäden.

Schritt 4:

Back die Calzone auf dem vorgeheizten Blech bei 200 °C für 20–25 Minuten, bis die Oberfläche tiefgoldbraun und deutlich aufgeblättert ist. Daran siehst du es: Der Rand ist rundherum gebräunt, kleine Bläschen zeigen die aufgegangenen Schichten, und aus einer kleinen Öffnung tritt hier und da etwas blubberndes Käsefett aus.

Schritt 5:

Lass die Calzone vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen, damit sich die Füllung setzt. Beim Schnitt siehst du dann sauber die knusprige Kruste und das weiche, geschmolzene Innere. Ich serviere sie halbiert, mit ein bisschen Salat oder Rucola daneben — das nimmt der Fülle die Schwere.

Meine Tipps

  • Back auf einem vorgeheizten Blech oder Pizzastein, dann bekommt der Boden sofort Hitze und wird unten knusprig. Temperatur: 200 °C, Zeit: 20–25 Minuten.
  • Nimm eine Mischung aus gut schmelzendem Mozzarella und einem würzigen, gereiften Käse wie Gouda — dann hast du Schmelz und Geschmack zugleich.
  • Ist die Füllung recht feucht, tupf sie mit Küchenpapier ab oder nimm 20–30 % weniger Tomatensauce, sonst weicht der Boden durch.
  • Für gleichmäßigen Glanz bestreich ich mit Ei. Wenn du es ohne machen willst, nimm Milch oder Pflanzenmilch, der Glanz wird dann milder.

Was du ersetzen kannst

  • Statt Salami luftgetrockneter Schinken (Prosciutto) – schmeckt feiner, ist weniger fett, die Füllung wird leichter.
  • Andere Käse: ganz ohne Wurst mit Feta oder Schmelzkäse auf Pflanzenbasis – zieht weniger Fäden, schmeckt aber kräftig.
  • Glutenfrei: glutenfreien Blätterteig gibt es zu kaufen; er blättert weniger und braucht kürzer bei 180–190 °C.
  • Laktosefrei: laktosefreie Käsesorten oder pflanzliche Alternativen nehmen; sie schmelzen anders, ein Anteil von 20 % geriebenem Hartkäse hilft beim Binden.

Andere Ideen

  • Gemüse-Calzone: statt Salami geröstete Paprika, Zucchini und Aubergine; backt genauso, ist aber magerer, also etwas Olivenöl dazugeben.
  • Pizza bianca: Tomatensauce weglassen, dafür Ricotta und Kräuter nehmen; innen wird sie noch cremiger.
  • Scharf: dünn geschnittene Peperoni oder Chiliflocken mit in die Füllung.
  • Mini-Calzones: den Teig kleiner teilen und die Backzeit auf 12–15 Minuten verkürzen; ideal fürs Buffet.
  • Zum Ausprobieren: süß-salzig mit Feigen und Serrano – karamellige Noten treffen auf Salziges.

Noch offene Fragen?

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Ja. Ich fülle die Calzones und lasse sie ungebacken zugedeckt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank. Wenn du länger vorarbeiten willst, frier sie ein; gebacken werden sie dann etwa 5–10 Minuten länger.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, du musst nur bei Zeit, Temperatur und Platz aufpassen. Nimm größere oder mehrere Bleche und stell sie so in den Ofen, dass die Luft noch überall zirkulieren kann.
Butter oder Öl – was ist besser?
Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge Öl, wenn du sonst Butter nehmen würdest; beim Blätterteig steckt die Butter aber ohnehin schon in den Schichten.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Die Farbe ist gleichmäßig goldbraun, die Schichten sind aufgegangen, der Rand knusprig, und an kleinen Öffnungen blubbert der Käse.
Und wenn mir eine Zutat fehlt?
Fehlt die Salami, nimm gekochten Schinken oder geröstetes Gemüse. Fehlt Mozzarella, misch Emmentaler mit etwas Frischkäse, dann hast du Schmelz und Cremigkeit.

Dazu passt gut

Ich serviere die Calzone halbiert auf vorgewärmten Tellern, dazu einen frischen, leicht säuerlichen Salat, zum Beispiel Rucola mit Zitronendressing. Die goldbraune Kruste darf ruhig im Mittelpunkt stehen; ein paar Körnchen grobes Meersalz obendrauf, kurz bevor sie auf den Tisch kommt, machen den Geschmack runder.

Reste und Aufbewahrung

  • Aufbewahren: Reste innerhalb von 24 Stunden im Kühlschrank aufbrauchen; zum Aufwärmen kommen sie bei 180 °C für 8–10 Minuten in den Ofen, dann ist die Kruste wieder knusprig.
  • Ein Wort zur Sicherheit: Nimm frische Wurstwaren; bei Füllungen mit Geflügel muss die Innentemperatur mindestens 75 °C erreichen.
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