Zitroneschnitten mit 500g Mascarpone in 30 Minuten gemacht
Zitroneschnitten mit 500g Mascarpone in 30 Minuten gemacht
Diese Zitronenschnitten mache ich im Sommer, wenn der Ofen aus bleiben soll. Löffelbiskuits werden kurz in einen Sirup aus Wasser, Zucker und Zitronensaft getaucht, darüber kommt eine Creme aus 500 Gramm Mascarpone, steifer Sahne und dem Abrieb von zwei Zitronen. In einer 20er Form geschichtet, ist alles in einer halben Stunde fertig. Die Säure nimmt der Creme die Schwere.
Zutaten
- 500 g Mascarpone (Zimmertemperatur)
- 200 ml Schlagsahne (kalt)
- 80 g Puderzucker (gesiebt)
- Abrieb von 2 unbehandelten Zitronen
- 3–4 EL Zitronensaft (frisch)
- 200 g Löffelbiskuits (ca. 20–24 Stück)
- 50 ml Wasser
- 2–3 EL Zucker (für den Sirup)
- 1 TL Vanilleextrakt (optional)
- Prise Salz
- Puderzucker und einige Zitronenzesten zum Bestäuben (optional)
- Frische Minze oder Beeren zum Garnieren (optional)
Zubereitung

- Sirup ansetzen: Wasser, 2–3 EL Zucker und 2 EL Zitronensaft in einem kleinen Topf kurz erwärmen, bis sich der Zucker löst (ca. 1–2 Minuten), dann abkühlen lassen.
- Sahne steif schlagen: Kalte Sahne mit 20 g Puderzucker und Vanilleextrakt steif schlagen, bis weiche Spitzen entstehen (2–3 Minuten mit Handmixer).
- Mascarpone vorbereiten: Mascarpone mit dem restlichen Puderzucker, Zitronenabrieb, 1–2 EL Zitronensaft und einer Prise Salz glatt rühren, nur so lange, bis die Masse cremig ist (nicht zu lange rühren).
- Creme fertigstellen: Die geschlagene Sahne vorsichtig unter die Mascarpone heben, bis eine gleichmäßige, luftige Creme entsteht.
- Biskuits tränken: Jeden Löffelbiskuit kurz (1–2 Sekunden) in den abgekühlten Zitronensirup tauchen — sie sollen feucht, aber nicht durchweicht sein.
- Schichten: Eine kleine Backform (ca. 20 x 20 cm) oder Kastenform mit Frischhaltefolie auslegen. Eine Schicht getränkter Biskuits nebeneinander auslegen, darauf etwa die Hälfte der Mascarpone-Creme verstreichen. Vorgang wiederholen und mit Creme abschließen.
- Finish: Oberfläche glattstreichen, nach Wunsch mit Puderzucker und Zitronenzesten bestäuben und mit Minze oder Beeren garnieren.
- Servieren: Sofort in Stücke schneiden und servieren. Wer sauberere Schnitte bevorzugt, kann die Form 10–15 Minuten kaltstellen (optional), das ist aber nicht zwingend.
Tipps
- Mascarpone sollte Zimmertemperatur haben, dann lässt es sich glatter verrühren und die Creme bleibt geschmeidig.
- Beim Aufschlagen der Sahne nicht zu steif werden lassen; zu feste Sahne macht die Creme brüchig.
- Biskuits nur kurz eintauchen, sonst werden sie matschig und die Schnitten verlieren Textur.
- Für ein feineres Ergebnis Puderzucker sieben, damit keine Klümpchen in der Creme bleiben.
- Reste kühl aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verzehren; Mascarponeprodukte werden sonst wässrig.
- Vermeide intensives Rühren nach dem Zusammenmischen, sonst verliert die Creme Luftigkeit.
Varianten
- Limoncello-Zitroneschnitten: 1–2 EL Limoncello in den Sirup geben für zusätzlichen Zitrusgeschmack.
- Beerentraum: Zwischen die Schichten frische Himbeeren oder Heidelbeeren geben für Frische und Säurekontrast.
- Leichtere Version: 100 g Mascarpone und 200 g griechischer Joghurt mischen, so wird die Creme etwas leichter.
- Knusprige Variante: Einige zerbröselte Butterkekse oder Mandelsplitter als Boden einstreuen.
- Schoko-Zitrone: Eine dünne Schicht geschmolzener dunkler Schokolade über die oberste Schicht geben und leicht anziehen lassen.
- Glutenfrei: Löffelbiskuits durch glutenfreie Kekse ersetzen.
Darauf kommt es an
Mascarpone nur kurz glatt rühren. Wird er zu lange geschlagen, trennt er sich und wird körnig, dann hilft nichts mehr. Die Sahne hebe ich mit dem Löffel unter, nicht mit dem Mixer. Und die Löffelbiskuits wirklich nur ein bis zwei Sekunden in den Sirup tauchen, sie ziehen von der Creme her ohnehin nach.
Abwandlungen
- Mit Limetten statt Zitronen wird das Aroma schärfer, dann nehme ich den Abrieb von drei Früchten.
- Zwischen die Schichten lege ich manchmal 150 g Himbeeren, frisch oder aufgetaut und gut abgetropft.
- Wer keinen Mascarpone bekommt, mischt 250 g Doppelrahmfrischkäse mit 250 g Quark, dann wird die Creme säuerlicher.
Aufbewahren und Aufwärmen
Im Kühlschrank hält das Ganze abgedeckt zwei Tage. Die Biskuits werden dabei weicher und die Schnitte unsauberer, im Geschmack gewinnt es aber. Einfrieren würde ich nicht, die Mascarponecreme wird beim Auftauen wässrig. Reste stelle ich in der Form mit Folie darüber kalt.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich die Schnitten am Vortag machen?
- Ja, dann wird die Creme fester und lässt sich sauberer schneiden. Zitronenzesten und Puderzucker streue ich aber erst kurz vor dem Servieren darüber, sonst lösen sie sich auf und die Oberfläche wird fleckig.
- Wie schneide ich sauber durch?
- Mit einem langen Messer, das du zwischen jedem Schnitt in heißes Wasser tauchst und abwischst. Die Frischhaltefolie hilft beim Herausheben; zieh den Block ganz aus der Form und schneide ihn auf dem Brett.
- Meine Creme ist zu weich geworden, was nun?
- Meist war die Sahne zu warm oder zu kurz geschlagen. Stelle die Schüssel 20 Minuten kalt und schlage vorsichtig nach. Notfalls rühre einen Teelöffel Sahnesteif ein, mit dem Mixer aber nur ganz kurz.
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