Zimtschnecken Käsekuchen mit 450 g Quark & in 30 Minuten zubereitet
Zimtschnecken und Käsekuchen in einem – das musst du probieren! Unten eine Schicht aus zerzupften Zimtschnecken, obendrauf eine cremige Quarkfüllung, und beim Backen karamellisiert der Zimt herrlich. Der Kuchen passt zum Nachmittagskaffee genauso wie als Nachtisch. Ich sage dir auch, worauf du achten musst, damit er schön cremig und trotzdem schnittfest wird.
Darum mag ich dieses Rezept
Die dichte, cremige Quarkfüllung und die lockere, klebrig-süße Zimtschneckenschicht – das ist eine herrliche Mischung: samtig auf der Zunge, dazwischen kleine Karamellstellen und dieses warme Zimtaroma. Damit es klappt, braucht es nur drei Dinge: die richtige Menge Stärke, damit nichts ausläuft, 180 °C im Ofen – und die feine Säure von Quark und saurer Sahne, die die Süße ausgleicht.
Zutaten
Für das Gericht:
- 450 g Magerquark
- 2 Eier (Größe M)
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
- 15 g Speisestärke (z. B. Maisstärke)
- 100 ml saure Sahne oder Crème fraîche
- 4 fertige Zimtschnecken (je ~50 g; insgesamt ca. 200 g), aufgetaut falls gefroren
- 30 g Butter, geschmolzen
- 1 Prise Salz
- 1 TL Zimt (optional zum Bestäuben)
Für die Sauce
- Dazu brauchst du nichts zwingend – wenn du magst, träufle 30 ml Honig oder Karamellsauce darüber.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Ich heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und fette eine Springform Ø 24 cm leicht ein. Die Zimtschnecken zupfe ich in grobe Stücke und vermische sie mit der geschmolzenen Butter (30 g). Das drücke ich gleichmäßig auf den Boden der Springform – das gibt einen herrlich duftenden Boden, der beim Backen leicht karamellisiert.
Schritt 2:
In einer Rührschüssel verrühre ich den Quark (450 g) mit 2 Eiern, 100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 15 g Speisestärke, 100 ml saurer Sahne und einer Prise Salz zu einer glatten Masse – auf mittlerer Stufe, bis keine Stärkeklümpchen mehr zu sehen sind. Schau kurz hin: Die Masse darf nicht zu flüssig sein, sie soll leicht dickflüssig am Löffel hängen bleiben.
Schritt 3:
Ich gieße die Quarkmasse auf den Zimtschneckenboden und streiche sie gleichmäßig glatt. Obendrauf verteile ich noch ein paar grob zerzupfte Stücke von einer Zimtschnecke – das gibt nachher die schöne Zimtkruste. Im Ofen wird die Füllung von glänzend und weich zu matt und leicht elastisch, die Oberfläche wird hell bis golden, und die Zimtstücke karamellisieren hier und da.
Schritt 4:
Ich backe den Kuchen für 45 Minuten bei 180 °C. So sieht er richtig aus: Die Mitte wackelt noch ein wenig, der Rand ist fest und hellgolden. Feine Risse auf der Oberfläche sind in Ordnung, trocken aufreißen soll sie aber nicht. Wird er zu dunkel, dreh die Temperatur um 10–15 °C herunter oder deck den Kuchen nach 30 Minuten mit Alufolie ab.
Schritt 5:
Dann lasse ich den Kuchen in der Form auf einem Gitter mindestens 60 Minuten abkühlen, damit sich die Füllung setzt. Anschließend kommt er für weitere 2 Stunden bei 4 °C in den Kühlschrank, am besten über Nacht – dann lässt er sich sauber schneiden. Vor dem Servieren stäube ich 1 TL Zimt darüber oder träufle etwas Honig darauf, das glänzt so schön.
Kleine Kniffe
- Die Stärke gibt Halt: Nimm 20 g Speisestärke, wenn du fetteren Quark verwendest – dann läuft nichts aus.
- Back auf der mittleren Schiene und schau nach 30 Minuten nach der Oberfläche – wird sie zu schnell dunkel, deck sie ab.
- Nimmst du gefrorene Zimtschnecken, lass sie ganz auftauen und drück sie leicht aus – sonst weicht dir der Boden durch.
- Glutenfrei: Nimm glutenfreie Zimtschnecken oder mach den Boden aus 150 g glutenfreien Keksen + 50 g Butter.
Zutaten austauschen
- Statt Quark: 450 g Ricotta – wird ähnlich cremig, aber milder und weniger säuerlich.
- Laktosefrei: Laktosefreier Quark oder pflanzlicher Ersatz schmecken etwas milder; gib zur Sicherheit 5 g mehr Stärke dazu.
- Glutenfrei: Schau bei meinen Kniffen oben – der Boden wird dann etwas feiner und weniger knusprig.
- Butter durch Öl ersetzen: Nimm ¾ der Menge – es schmeckt dann etwas leichter (mehr dazu bei den Fragen unten).
So kannst du abwandeln
- Apfel-Zimt: Brate fein gewürfelte Äpfel (150 g) kurz mit Zimt und Zucker an und misch sie unter den Boden.
- Mit Karamell: Überzieh den abgekühlten Kuchen mit einer dünnen Karamellschicht.
- Mit Nüssen: Verteil gehackte Walnüsse oder Pekannüsse (50 g) vor dem Backen auf dem Boden.
- Kleine Küchlein: In Muffinformen backen (16–18 Minuten bei 170 °C) – handlich und hübsch.
- Mal was anderes: gesalzenes Karamell und ein paar Meersalzflocken obendrauf – süß und salzig zugleich.
Das werde ich oft gefragt
- Lässt sich das schon am Vortag vorbereiten?
- Ja, sogar am besten! Ich backe ihn fertig, stelle ihn über Nacht bei 4 °C kalt und schneide ihn erst vor dem Servieren. Gut verpackt hält er sich 3 Tage.
- Klappt das Rezept auch für die doppelte Menge?
- Ja, nimm dann eine größere Form (Ø 28–30 cm) oder zwei Formen. Rechne etwa 10–15 Minuten mehr Backzeit und schau zum Schluss lieber einmal öfter nach.
- Geht statt Butter auch Öl?
- Ja, allerdings fehlt dann etwas vom Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Menge an neutralem Öl (z. B. Sonnenblumenöl) und schau, dass der Boden nicht zu feucht wird.
- Wie prüfe ich den Garpunkt?
- Die Mitte wackelt noch leicht, der Rand ist fest, die Oberfläche hellgolden. Am Holzspieß darf kein flüssiger Teig hängen, nur ein paar feuchte Krümel.
- Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
- Fehlt Quark, nimm Ricotta oder misch Frischkäse mit Joghurt (75:25) – und pass die Stärke ein bisschen an.
Wozu ich es reiche
Ich serviere den Kuchen gut gekühlt, in sauberen Stücken, mit einem Klecks geschlagener Sahne oder saurer Sahne dazu – das gleicht die Süße schön aus. Er passt zum Nachmittagskaffee, als Dessert nach einem guten Essen oder sogar zum Sonntagsfrühstück. Ein Hauch Zimt und ein paar Tropfen Honig obendrauf machen ihn noch hübscher.
Aufbewahren und Aufwärmen
- Im Kühlschrank bei 4 °C lagern und innerhalb von 3 Tagen aufessen.
- Am besten schmeckt der Kuchen gekühlt. Wenn überhaupt, lass ihn nur auf Raumtemperatur kommen – richtig warm machen (50–55 °C) solltest du ihn nicht.
- Eier und Quark gehören in den Kühlschrank – und lass den Kuchen nach dem Servieren nicht länger als 2 Stunden ungekühlt stehen.
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