Zimtpizza mit 1 Paket Pizzateig in 20 Minuten gemacht!
Zimtschnecken ohne langes Gehenlassen — flach wie eine Pizza, mit knusprigem Rand, karamellisierter Zimtkruste und einer feinen Glasur obendrauf. Wenn unangemeldet Besuch kommt oder dir einfach nach etwas Süßem ist, brauchst du dafür nur ein Paket Pizzateig.
Warum es sich lohnt
Dünn ausgerollter Pizzateig gibt einen knusprigen, leicht zähen Rand und eine weiche, karamellige Mitte. Der Zucker schmilzt oben nur teilweise, das macht den schönen Wechsel zwischen fest und weich; die Butter sorgt für Röstaroma, und die Glasur nimmt der Süße die Spitze. Schön ist auch, dass es so schnell geht: Um Hefe musst du dich nicht kümmern.
Zutaten
Für das Gericht:
- 1 Paket Pizzateig (ca. 350 g) – gekühlt oder frisch
- 50 g weiche Butter (alternativ 37 g neutrales Öl)
- 40 g Kristallzucker
- 30 g brauner Zucker (für die Karamellnote)
- 8 g gemahlener Zimt (ca. 2–3 TL)
- 1 Prise Salz
- 15 g gehackte Haselnüsse oder Mandeln (wenn du magst) – für den Biss
- 30 g Puderzucker und 8–12 ml Zitronensaft für die Glasur (wenn du magst)
- Backpapier und eine leicht bemehlte Arbeitsfläche
Für die Sauce
- Eine Sauce brauchst du nicht; die Zimt-Zucker-Mischung bringt den Geschmack.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Heiz den Ofen richtig auf: 230 °C Ober-/Unterhitze oder 210 °C Umluft, mindestens 10 Minuten, damit auch das Backblech heiß ist. Den Pizzateig rollst du auf einer leicht bemehlten Fläche 3–5 mm dünn aus, rund oder eckig, wie es aufs Blech passt. Wichtig ist nur eins: gleichmäßig ausrollen, keine dünnen Stellen.
Schritt 2:
Verrühr die weiche Butter mit Kristallzucker, braunem Zucker, Zimt und einer Prise Salz zu einer streichfähigen Paste. Sie muss glatt sein; ist sie zu fest, wärm die Butter kurz an. Dann streichst du die Masse mit dem Spatel dünn und gleichmäßig auf den Teig, bis knapp an den Rand — lass etwa 3–5 mm frei.
Schritt 3:
Wenn du magst, streu gehackte Nüsse darüber, das gibt Biss. Im Ofen karamellisiert der braune Zucker an der Oberfläche, die Butter bringt die Röstaromen, und der Zimt duftet warm durchs ganze Haus. Die Oberfläche glänzt, wirft kleine Blasen und wird an den Rändern goldbraun.
Schritt 4:
Back die Zimtpizza auf dem vorgeheizten Blech oder Pizzastein 8–10 Minuten. Der Rand ist dann deutlich aufgegangen, goldbraun und knusprig, und auf der Zuckerschicht sitzen kleine dunkle Karamellstellen, ohne dass etwas verbrennt. Zeigen sich scharf abgegrenzte dunkle Flecken, nimm sie 30–60 Sekunden früher heraus.
Schritt 5:
Nach dem Backen lass sie 2–3 Minuten stehen, damit sich die Karamellschicht setzt. Für die Glasur rührst du Puderzucker mit Zitronensaft dickflüssig an und verteilst sie zügig. Dann in Stücke schneiden und servieren: außen knusprig, innen zart und ein bisschen feucht.
Meine Tipps
- Für extra Knusprigkeit das Backblech 15 Minuten mit vorheizen und den Teig direkt auf das heiße Blech legen.
- Wird der Rand zu schnell dunkel, geh mit der Temperatur um 10–20 °C herunter und back etwas länger.
- Gekühlten Fertigteig 10 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen, dann lässt er sich leichter ausrollen.
- Öl statt Butter: nimm ¾ der Buttermenge (also ≈ 37 g). Das Butteraroma fehlt dann; 2–3 Tropfen Vanilleextrakt gleichen das ein wenig aus.
Was du ersetzen kannst
- Vollkorn-Pizzateig: dichter und rustikaler, leicht nussig — back ihn dann 2–3 Minuten länger.
- Vegan: pflanzliche Margarine statt Butter; schmeckt etwas milder, backt aber genauso gut.
- Ohne Gluten: fertiger glutenfreier Pizzateig; er bricht leichter und braucht bei der hohen Hitze eher etwas kürzer.
- Ohne Zucker: Erythrit- oder Xylit-Mischungen; die schmelzen anders und können auf der Zunge kühl schmecken.
Andere Ideen
- Apfel-Zimt: dünn geschnittene, entkernte Äpfel auf der Zuckermischung verteilen und 1–2 Minuten länger backen.
- Schoko-Haselnuss: nach dem Backen mit Nuss-Nougat-Creme bestreichen und kurz abkühlen lassen.
- Karamell-Meerrettich: karamellisierte Sahne statt Butter, dazu ein paar Flocken Meersalz.
- Kardamom-Variante: 6 g Kardamom für 50 % des Zimts, das schmeckt nordisch-orientalisch.
- Herzhaft: weniger Zimt, dafür Ziegenkäse, Honig und Rosmarin — ungewöhnlich, aber probier es ruhig.
Noch offene Fragen?
- Wie weit kann ich vorarbeiten?
- Ja. Die Zimt-Butter-Mischung kannst du vorbereiten und den Teig abgedeckt im Kühlschrank lagern; vor dem Backen 10 Minuten stehen lassen. Aufgewärmt bei 160–170 °C für 4–6 Minuten wird die Kruste wieder knusprig.
- Kann ich einfach alles verdoppeln?
- Ja. Dann brauchst du die doppelte Menge und mindestens zwei vorgeheizte Bleche, oder du bäckst nacheinander. Die Backzeit bleibt ähnlich, nur die Hitze muss stimmen.
- Butter oder Öl – was ist besser?
- Ja, nur geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge und gib, wenn du magst, Vanille oder ein paar Tropfen Nussöl dazu.
- Woran sehe ich, dass es gar ist?
- Der Rand ist goldbraun und knusprig, auf der Zuckerschicht sitzen kleine dunkle Karamellstellen, aber nichts ist verbrannt. Die Mitte soll fest sein, aber nicht trocken.
- Und wenn mir eine Zutat fehlt?
- Fehlt brauner Zucker, nimm nur Kristallzucker und gib 5 g Sirup oder Honig dazu. Keine Nüsse im Haus? Dann tun es Haferflocken.
Dazu passt gut
Ich schneide die Zimtpizza in Dreiecke und bringe sie warm auf den Tisch, gern mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Löffel Crème fraîche. Ein Hauch Puderzucker und ein paar gehackte Nüsse darüber, mehr braucht es nicht. Das passt als Nachtisch, zum Kaffee oder als süßer Abschluss beim Brunch.
Reste und Aufbewahrung
- Aufbewahrung: luftdicht im Kühlschrank höchstens 24 Stunden; vor dem Servieren kurz in den vorgeheizten Ofen.
- Wiedererwärmen: 160–170 °C für 4–6 Minuten auf Backpapier. Nicht in die Mikrowelle, sonst ist die Knusprigkeit dahin.
- Frische Nüsse und Milchprodukte gehören kühl gelagert und sollten zügig aufgegessen werden.
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