Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Wolkenkuchen ohne Mehl mit 800g Quark

Wolkenkuchen ohne Mehl mit 800g Quark
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 60 Minuten
Gesamt 85 Minuten

Dieser Wolkenkuchen ohne Mehl mit 800 g Quark ist so luftig, wie der Name verspricht: irgendwo zwischen Käsekuchen und Wolke, feucht und zart. Ich nehme dich Schritt für Schritt mit und sage dir, wann der Ofen wie warm sein muss und woran du siehst, dass alles stimmt — damit die Krume schön gleichmäßig bleibt und dir der Kuchen jedes Mal gelingt.

Warum es sich lohnt

Der Kuchen ist leicht und cremig zugleich. Vom gut geschlagenen Eischnee bekommt er seine feine, gleichmäßige Porung, vom Quark die frische Säure und die Feuchtigkeit. Drei Dinge machen den Unterschied: die Eier sauber trennen, den Eischnee behutsam unterheben und im Wasserbad backen. Dann reißt nichts auf, und die Oberfläche bleibt samtig.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 800 g Quark (20 % Fett i. Tr., glatt gerührt)
  • 6 große Eier, getrennt (Eiweiß und Eigelb getrennt)
  • 120 g Zucker (feiner Kristallzucker; 100–140 g, ganz wie du magst)
  • 30 g Speisestärke (Maisstärke)
  • 50 g Butter, flüssig und leicht abgekühlt
  • 1 EL Zitronensaft und die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise feines Salz
  • Puderzucker zum Bestäuben (wenn du magst)

Für die Sauce

  • Eine Beerensauce ist reine Zugabe: 200 g Beeren, 30 g Zucker, 1 EL Zitronensaft, kurz aufkochen und durchs Sieb streichen — sie nimmt die Säure vom Quark schön auf, muss aber nicht sein.

So bereite ich es zu

Wolkenkuchen ohne Mehl mit 800g Quark – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Ich heize den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor. Die Springform Ø 24 cm fette ich dünn ein und lege den Boden mit Backpapier aus. Und vergiss das Wasserbad nicht: eine tiefe Backform oder Auflaufform mit heißem Wasser, so viel, dass die Springform zur Hälfte darin steht.

Schritt 2:

In einer Schüssel rühre ich den 800 g Quark mit den Eigelben, 120 g Zucker (zwei Drittel davon zum Eigelb, ein Drittel hebst du dir für den Eischnee auf), Zitronensaft, Zitronenschale, Vanille und der abgekühlten flüssigen Butter glatt. Dann siebe ich die 30 g Speisestärke darüber und arbeite sie gleichmäßig ein. Schau gut hin: Die Masse soll glatt sein, ohne Stärkeklümpchen, und ganz leicht glänzen.

Schritt 3:

Die Eiweiße schlage ich mit einer Prise Salz auf, bis sich weiche Spitzen bilden. Dann rieselt der restliche Zucker nach und nach hinein, und ich schlage weiter, bis der Eischnee fest und glänzend ist. Er soll zäh am Schneebesen ziehen und beim Umdrehen der Schüssel nicht herausfallen — die alte Probe, die nie lügt.

Schritt 4:

Zuerst hebe ich ein Drittel vom Eischnee zügig unter die Quarkmasse, damit sie lockerer wird, den Rest dann in zwei Portionen ganz sanft. Nimm den Teigschaber und falte in ruhigen Bögen, rühr bloß nicht — sonst ist die Luft wieder draußen. Am Ende sieht die Masse wolkig und glänzend aus, mit kleinen Luftbläschen darin.

Schritt 5:

Ich fülle die Masse in die vorbereitete Springform, klopfe sie einmal leicht auf die Arbeitsfläche, damit die großen Blasen entweichen, und stelle sie ins Wasserbad. Gebacken wird bei 160 °C für ca. 60 Minuten. Er ist so weit, wenn die Oberfläche goldgelb und leicht gebräunt ist und beim vorsichtigen Rütteln nur noch ganz wenig zittert. Dann schalte ich den Ofen aus, klemme die Tür einen Spalt auf und lasse den Kuchen 15–20 Minuten darin stehen, ehe ich ihn herausnehme und auf einem Gitter ganz auskühlen lasse. Vor dem Servieren kommt er mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, damit er sich setzt.

Meine Tipps

  • Bleib bei 160 °C Ober-/Unterhitze. Wird es heißer, reißt die Oberfläche auf und bräunt zu schnell.
  • Das Wasser fürs Wasserbad soll heiß sein, aber nicht kochen — dann bekommt der Kuchen keinen Schreck.
  • Für den Eischnee brauchst du eine saubere, fettfreie Schüssel. Schon ein Tropfen Fett, und er wird nichts.
  • Magst du es magerer, nimm Quark mit 10–20 % Fett. Bei Magerquark gib 10–20 g Butter mehr dazu, sonst wird der Kuchen trocken.

Was du ersetzen kannst

  • Statt Maisstärke kannst du 20 g Kartoffelstärke nehmen; die Krume wird noch feiner, die Frische ändert sich kaum.
  • Laktosefrei geht gut: laktosefreier Quark und laktosefreie Butter, die Textur bleibt fast dieselbe.
  • Ohne Ei ist es schwierig, das sage ich dir ehrlich. Mit Aquafaba-Eischnee und pflanzlichem Quarkersatz klappt es, der Kuchen wird aber dichter und weniger säuerlich.
  • Keine Springform da? Nimm eine ofenfeste Form mit ähnlichem Volumen und pass die Backzeit an.

Andere Ideen

  • Zitronen-Wolke: noch 1 TL Zitronenöl und mehr Zitronenschale dazu, dann wird es richtig frisch.
  • Beerenkern: 150 g halbierte Beeren locker unter die Masse heben.
  • Schokoladen-Variante: 30 g fein geriebene dunkle Schokolade in die Quarkmasse rühren.
  • Karamell-Oberfläche: nach dem Abkühlen dünn mit Karamellsauce bestreichen und kurz mit dem Flambiergerät karamellisieren (vorsichtig).
  • Kleine Portionen: in Förmchen gebacken — sie brauchen kürzer und bekommen kräftigere Ränder.

Noch offene Fragen?

Kann ich einen Teil davon vorher fertig machen?
Ja. Lass den Kuchen ganz auskühlen und stell ihn dann in einer gut schließenden Dose bis zu 48 Stunden in den Kühlschrank. Vor dem Servieren 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann ist er am schönsten.
Was ändert sich, wenn ich für mehr Personen koche?
Dann verdoppelst du einfach alle Zutaten. Nimm eine größere Form und gib ihm mehr Zeit — rechne mit 10–20 Minuten extra und schau dir den Kuchen gut an.
Was passiert, wenn ich Öl statt Butter nehme?
Das geht, nur fehlt dann der Buttergeschmack. Nimm etwa ¾ der Menge an neutralem Öl (zum Beispiel Rapsöl) und lass bei Bedarf 10–15 g Flüssigkeit weg.
Wann ist es durch?
Er ist goldgelb und wackelt in der Mitte nur noch ganz leicht. Am Spieß dürfen feuchte Krümel hängen, aber nichts Flüssiges.
Und wenn mir eine Zutat fehlt?
Fehlt dir die Speisestärke, nimm 2–3 EL sehr fein gemahlene Haferflocken. Die Krume wird ein wenig anders, aber es geht gut.

Dazu passt gut

Ich serviere den Kuchen gut gekühlt in dünnen Stücken, mit etwas Puderzucker bestäubt oder mit einer klaren Beerensauce. Schneide ihn mit einem heiß abgespülten Messer, dann werden die Stücke schön gerade. Frische Beeren oder ein säuerliches Kompott passen wunderbar dazu, weil sie die Cremigkeit vom Quark auffangen. Als Nachtisch oder zum Kaffee ist er genau richtig.

Reste und Aufbewahrung

  • Aufbewahrung: im Kühlschrank gut verschlossen bis zu 48 Stunden.
  • Wiedererwärmen: lieber nicht, die Wärme nimmt ihm die Luftigkeit. Gib ihn kalt oder bei Zimmertemperatur auf den Tisch.
  • Lebensmittelsicherheit: Nimm frische Eier und stell den fertigen Kuchen zügig kalt.
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