Lockere Faschingskrapfen – Besser als vom Bäcker
Das Rezept mit dem kalten Hefeansatz hat mir eine Österreicherin aus dem Kegelclub aufgeschrieben. Die Hefe geht eine Stunde in kalter Milch mit Salz, langsam also, dafür schmeckt der Teig später nicht hefig. Rum und ein Esslöffel Essig kommen mit hinein, das macht die Krapfen locker. Bei uns gibt es sie am Rosenmontag, mit Aprikosenkonfitüre gefüllt und noch handwarm vom Küchentisch weg.
Zutaten für flaumige Faschingskrapfen
- 1 Packung echter Vanillezucker
- 2 Eier
- 3 Eigelb
- 600 g Mehl
- 150 g Butter
- 2 gehäufte EL Zucker
- 15 g Hefe (Germ)
- 1/2 TL Salz
- 3 EL Rum
- 1 EL Essig
- 250 ml kalte Milch
- 1 Liter gutes Öl oder Butterschmalz
- Aprikosenkonfitüre
Zubereitung der Faschingskrapfen

Schritt 1: Hefeansatz vorbereiten
Beginne mit der Zubereitung des Hefeansatzes, indem du die Hefe mit 120 ml der kalten Milch und dem Salz in einer kleinen Schüssel verrührst. Decke die Schüssel ab und lasse sie etwa 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen, bis die Hefe aktiviert ist. Achte darauf, dass die Umgebung nicht zu warm ist.
Schritt 2: Butter-Zucker-Mischung erstellen
Rühre in einer großen Schüssel Butter und Zucker mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine cremig, bis die Masse hell und luftig ist. Füge nach und nach die Eier und Eigelb hinzu und verrühre alles gut.
Schritt 3: Teig vorbereiten
Siebe das Mehl in die Butter-Ei-Mischung. Gib den Hefeansatz, Vanillezucker, Rum, Essig und die restliche kalte Milch hinzu. Verarbeite die Zutaten mit dem Knethaken oder von Hand zu einem glatten Teig. Knete ihn mindestens 5-10 Minuten, bis er elastisch ist.
Schritt 4: Teig gehen lassen
Decke die Schüssel mit einem sauberen Tuch ab und lasse den Teig an einem zugfreien Ort gehen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Dies kann je nach Temperatur 2 Stunden oder länger dauern.
Schritt 5: Teig portionieren
Mehle die Arbeitsfläche leicht ein. Stürze den Teig darauf und teile ihn in 20-25 gleich große Stücke. Formen diese Stücke zu glatten Kugeln und lege sie mit etwas Abstand auf eine bemehlte Fläche.
Schritt 6: Krapfen formen
Bedecke die Kugeln mit Frischhaltefolie und lasse sie erneut gehen, bis sie sichtbar aufgegangen sind. Entferne nach etwa 25 Minuten die Folie, damit sich ein dünnes Häutchen bildet.
Schritt 7: Krapfen frittieren
Erhitze das Öl oder Butterschmalz in einem großen Topf auf 165°C bis 170°C. Lege die Krapfen vorsichtig mit der Oberseite nach unten ins heiße Fett. Decke den Topf zu und frittieren die Krapfen ca. 1,5 Minuten auf jeder Seite.
Schritt 8: Krapfen füllen
Entferne die Krapfen mit einer Schaumkelle und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen. Fülle die Aprikosenkonfitüre in einen Spritzbeutel und spritze sie in die Krapfen.
Schritt 9: Krapfen servieren
Bestäube die Krapfen mit Puderzucker. Lasse sie etwa 30 Minuten abkühlen und genieße sie frisch und fluffig.
Guten Appetit mit diesen selbstgemachten, flaumigen Faschingskrapfen! Lass dich von der süßen Füllung verzaubern und erlebe den ultimativen Genuss. Perfekt für jede Karnevalsparty oder einfach zum Naschen zwischendurch!
Mein Tipp
Nimm die Folie wirklich 25 Minuten vor dem Frittieren von den Kugeln ab. Das dünne Häutchen, das sich dabei bildet, sorgt später für den hellen Rand. Die Krapfen kommen mit der Oberseite nach unten ins Fett und die erste Seite bäckt mit Deckel, dann treiben sie auf. Fett konstant zwischen 165 und 170 Grad halten.
Andere Ideen
- Statt Aprikosenkonfitüre fülle ich sie manchmal mit Powidl oder mit dick eingekochtem Holundermus.
- Ohne Rum: drei Esslöffel Orangensaft nehmen, der Essig bleibt aber drin, sonst wird der Teig schwerer.
- Als Schmalzkrapfen ganz ohne Füllung: solange sie warm sind in Zimtzucker wälzen.
Aufheben und Einfrieren
Krapfen schmecken am Tag des Backens. In einer Dose mit Deckel halten sie zwei Tage, werden aber trockener. Ungefüllt lassen sie sich vier Wochen einfrieren: bei Zimmertemperatur auftauen, zehn Minuten bei 150 Grad aufbacken, danach erst mit Konfitüre füllen und zuckern.
Häufige Fragen
- Warum kommt die Hefe in kalte Milch?
- Der kalte Ansatz braucht eine Stunde und arbeitet dafür langsam und gleichmäßig. Der Teig geht später ruhiger auf und schmeckt milder. In warmer Milch wäre die Hefe in zehn Minuten aktiv, das Gebäck aber deutlich hefiger.
- Wozu der Esslöffel Essig im Teig?
- Er lockert den Teig und sorgt dafür, dass die Krapfen im Fett weniger aufsaugen. Bei 600 g Mehl schmeckt man ihn nicht heraus. Nimm klaren Branntwein- oder Weißweinessig, Balsamico wäre zu kräftig.
- Kann ich vor dem Frittieren füllen?
- Besser nicht, die Konfitüre tritt beim Ausbacken aus und verbrennt im Fett. Spritz sie mit einer langen Tülle ein, sobald die Krapfen abgetropft und noch handwarm sind, dann verteilt sie sich innen gut.
Schreibe einen Kommentar