Superleckere Blaue Weihnachts Trüffel mit 200 g Schokolade
Diese blauen Weihnachtstrüffel bestehen aus einer ganz normalen Ganache, gemacht mit 200 g Schokolade. Sie sind ein hübscher Abschluss nach dem Essen und ein schönes Geschenk. Ich sage dir, wie warm die Sahne werden darf, wie du die Masse glatt bekommst und wie lange sie kühlen muss, damit Farbe, Glanz und der weiche Kern jedes Mal stimmen.
Warum es sich lohnt
Innen samtig und reichhaltig, außen ein fein bestäubter, kräftig blauer Mantel. Die Ganache soll glatt sein und im Mund langsam schmelzen, die dünne Hülle gibt beim Biss ein wenig nach. Drei Dinge entscheiden darüber: wie heiß die Sahne wird (90–95 °C), wie du die Schokolade darin auflöst und wie lange die Masse kühlt – sie soll fest genug zum Rollen sein und trotzdem geschmeidig bleiben.
Zutaten
Für das Gericht:
- 200 g Zartbitterschokolade, 55–70 % Kakaoanteil, fein gehackt
- 100 ml Schlagsahne (30–35 % Fett)
- 20 g ungesalzene Butter, gewürfelt
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote
- 1 Prise feines Meersalz
- 20–30 g gefriergetrocknetes Blaubeerpulver (für Farbe und Aroma)
- 20 g Puderzucker (zum Mischen mit Blaubeerpulver für staubige Oberfläche)
- Optional: 1–2 EL Likör (z. B. Cointreau oder Kirschlikör) für Aroma, falls gewünscht
Für die Sauce
- Du brauchst keine Sauce dazu; die Trüffel stehen ganz für sich.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Ich wiege 200 g Zartbitterschokolade ab und hacke sie fein in eine Schüssel. Sie sollte Zimmertemperatur haben, dann verteilt sich die Wärme gleichmäßig. Die Schüssel stelle ich auf eine saubere, trockene Fläche.
Schritt 2:
Ich erhitze 100 ml Sahne in einem kleinen Topf, bis sie kurz vorm Kochen steht, also etwa 90–95 °C: Am Rand steigen kleine Bläschen auf, mehr nicht. Die heiße Sahne gieße ich über die Schokolade und lasse alles 30–60 Sekunden stehen, damit die Schokolade weich wird. Dann rühre ich vorsichtig mit dem Teigschaber von der Mitte nach außen, bis eine glänzende, glatte Masse entsteht. Jetzt kommen 20 g Butter, Vanille und eine Prise Salz dazu.
Schritt 3:
Nun schaue ich mir die Ganache genau an: Sie muss seidig glänzen, und es darf sich kein Fett absetzen. Sieht sie krisselig aus, stelle ich die Schüssel kurz über ein warmes Wasserbad (40–45 °C) und rühre kräftig, bis sie wieder glatt ist. Wenn du magst, gib 1–2 EL Likör dazu, das nimmt der Süße ein wenig.
Schritt 4:
Ich decke die Schüssel gut ab und stelle sie in den Kühlschrank. Nach etwa 90–120 Minuten ist die Masse fest, lässt sich aber noch formen – genau dann geht es weiter. Soll es schneller gehen, nehme ich eine flache Metallform und stelle sie höchstens 30–40 Minuten ins Gefrierfach, keinesfalls länger.
Schritt 5:
Mit einem kleinen Eisportionierer oder einem Teelöffel steche ich gleichmäßige Portionen ab. Ich rolle sie zügig zwischen den Handflächen zu Kugeln – arbeite schnell, sonst schmilzt die Butter – und wälze sie in einer Mischung aus gefriergetrocknetem Blaubeerpulver und Puderzucker (Verhältnis 3:1), bis sie rundum bedeckt sind. Zum Schluss dürfen die Trüffel noch 15–30 Minuten im Kühlschrank ruhen, damit die Oberfläche anzieht.
Meine Tipps
- Erhitz die Sahne nur auf 90–95 °C und lass sie nicht kochen, sonst gerinnt dir die Masse.
- Wird die Ganache körnig, gib ein paar Tropfen warmes, geschmacksneutrales Fett dazu (zum Beispiel geschmolzene Butter) und rühr bei 40–45 °C nach, bis sie wieder glatt ist.
- Sollen die Kugeln schnell fest werden, stell sie 20 Minuten ins Gefrierfach und danach in den Kühlschrank – so behalten sie Form und Oberfläche.
- Für ein kräftigeres Blau kannst du 1–2 g Spirulina- oder Butterfly-Pea-Pulver nehmen; denk aber daran, dass beides ein wenig nach Gemüse oder Meer schmeckt.
Was du ersetzen kannst
- Statt Zartbitter: Mit Vollmilchschokolade wird die Ganache weicher und süßer; dann brauchst du unter Umständen etwas weniger Sahne.
- Vegan: Nimm Kokoscreme (100 ml) und vegane Margarine statt Sahne und Butter. Es schmeckt dann etwas nach Kokos und wird nach dem Abkühlen fester.
- Kein gefriergetrocknetes Blaubeerpulver da? Dann misch Puderzucker mit ein paar Tropfen blauer Lebensmittelfarbe (Gel), lass ihn auf Backpapier trocknen und mahl ihn fein – wird allerdings süßer.
- Nimmst du weiße Kuvertüre zum Überziehen, schmeckt alles deutlich süßer und fühlt sich anders an; nimm dann ruhig 10–15 % weniger Sahne.
Andere Ideen
- Klassisch: Dunkle Ganache pur, außen in Kakaopulver gewälzt.
- Zitrus: Fein geriebene Orangenschale in die Ganache rühren, das passt gut zu Zartbitterschokolade.
- Salzig: Eine Prise Maldon-Meersalz darüberstreuen, das setzt einen schönen Kontrast.
- Nuss: In gehackten, gerösteten Pistazien wälzen – gibt Biss und einen grünen Farbtupfer.
- Mal ganz anders: Champagner-Ganache – ersetz 10–15 ml der Sahne durch Champagner, das wird fein und blumig.
- Für Geübte: Mit einer dünnen Schicht temperierter weißer Schokolade überziehen und dann mit blauem Kakaobutter-Spray besprühen. Dafür musst du Schokolade temperieren können.
Noch offene Fragen?
- Kann ich das Gericht vorbereiten?
- Ja. Die Trüffel halten sich bis zu 7 Tage in einer gut schließenden Dose im Kühlschrank. Willst du sie länger aufheben, frier sie ein und lass sie vor dem Servieren 24 Stunden im Kühlschrank auftauen, dann bleiben sie schön weich.
- Kann ich die Menge verdoppeln?
- Ja, du brauchst nur größere Schüsseln und etwas mehr Geduld: Eine größere Menge wird langsamer kalt, also plan längere Ruhezeiten ein und behalt die Temperatur im Blick.
- Kann ich Butter durch Öl ersetzen?
- Ja, nur vom Butteraroma geht dabei etwas verloren. Nimm etwa ¾ der Menge an neutralem Öl (zum Beispiel Rapsöl) und kühl länger, denn mit Öl wird die Masse nicht so fest.
- Woran erkenne ich, dass es fertig ist?
- Die Ganache stimmt, wenn sie beim Abkühlen seidig aussieht und nicht bricht, und wenn sie beim Draufdrücken leicht nachgibt, ohne zu kleben. Gleichmäßiger Glanz und eine glatte Masse – daran erkennst du es.
- Und wenn mir eine Zutat fehlt?
- Fehlt das Blaubeerpulver, nimm Puderzucker mit natürlicher blauer Lebensmittelfarbe oder fein gemahlene Pistazien (schmeckt dann anders). Fehlt die Butter, geht auch ein neutrales Fett wie Kokosöl, nur ändern sich Geschmack und Festigkeit.
Dazu passt gut
Ich lege die Trüffel auf einen kühlen Porzellanteller und setze etwas Essbares dazwischen, zum Beispiel kandierte Blüten oder gehackte Nüsse. Dazu schmeckt ein trockener Dessertwein oder ein kräftiger Kaffee. Am schönsten sehen sie auf einem matten Teller aus: die glänzenden Kugeln mit ihrem feinen Puder darauf.
Reste und Aufbewahrung
- Aufbewahren: Gut verschlossen im Kühlschrank, am besten bei 4–5 °C. Einfrieren geht auch, dann langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
- Sicherheit: Nimm frische Milchprodukte und arbeite sauber, besonders wenn die Trüffel länger liegen sollen.
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