Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Blechkuchen

Spaghettieis Blechkuchen mit 450 g Magerquark, ein Tassenrezept

Spaghettieis Blechkuchen mit 450 g Magerquark, ein Tassenrezept
Portionen 12 Personen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 30 Minuten
Gesamt 115 Minuten (inkl. Abkühl- und Kühlzeit)

Spaghettieis vom Blech – ja, das geht! Ich backe dazu einen einfachen Rührteig und setze eine Creme aus 450 g Magerquark darauf, die ich durch die Presse drücke, damit sie aussieht wie Spaghetti. Obendrauf kommt eine fruchtige Erdbeersauce. So hast du saftigen Kuchen und kühle, seidige Quarkcreme in einem Stück. Der Kuchen lässt sich gut vorbereiten und schön portionieren – genau das Richtige für Sommerfeste, Buffets und den Kaffeetisch.

Warum es sich lohnt

Weicher, feiner Kuchen unten, kühle, luftige Quarkcreme obendrauf – das passt wunderbar zusammen. Die Erdbeersauce bringt Frische und ein bisschen Säure dazu, damit es nicht zu süß wird. Und die Quarkspaghetti aus der Presse sehen nicht nur lustig aus: Wenn die Creme schön fest ist, hält sie ihre Form – und der Kuchen bleibt saftig, wenn du ihn nicht zu lange bäckst.

Zutaten

Für das Gericht:

  • Für den Blechkuchen (30 x 20 cm):
  • 200 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (etwa 180 g)
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 TL Backpulver (ca. 5 g)
  • 100 ml Milch
  • Optional: 10 ml Vanilleextrakt
  • Für die Quarkcreme:
  • 450 g Magerquark
  • 200 ml Schlagsahne (30 % Fett)
  • 50 g Puderzucker
  • 1 TL Vanillepaste oder Vanilleextrakt
  • 1 EL Zitronensaft (optional, für Frische)
  • Für die Erdbeersauce und Dekor:
  • 200 g Erdbeeren
  • 30 g Zucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • 50 g dunkle Schokolade, gehobelt oder feine Schokostreusel
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Außerdem brauchst du: eine Kartoffelpresse oder Spätzlepresse zum Formen der „Spaghetti“

Für die Sauce

  • Ohne die Erdbeersauce ist es kein richtiges Spaghettieis – sie gehört einfach dazu. Du kannst aber auch Himbeeren oder Kirschen nehmen.

So bereite ich es zu

Spaghettieis Blechkuchen mit 450 g Magerquark, ein Tassenrezept – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Ich heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor und fette ein Blech 30 x 20 cm ein oder lege es mit Backpapier aus. Dann schlage ich die weiche Butter mit dem Zucker und der Prise Salz schön hell und cremig, gebe die Eier nacheinander dazu und rühre das Vanilleextrakt unter. Mehl und Backpulver siebe ich und hebe sie abwechselnd mit der Milch nur kurz unter – nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh. Den Teig gleichmäßig ins Blech geben und glattstreichen.

Schritt 2:

Ich backe das Blech bei 180 °C für 25–30 Minuten (bei Umluft 160 °C, genauso lange). Mach die Stäbchenprobe: Ein Holzspieß, den du in die Mitte steckst, soll mit ein paar Krümeln herauskommen, und der Kuchen soll gleichmäßig goldbraun sein. Wird er dir oben zu schnell dunkel, dreh die Temperatur um 10–15 °C herunter und lass ihn dafür etwas länger drin.

Schritt 3:

Während der Kuchen abkühlt, mache ich die Quarkcreme. Ich verrühre 450 g Magerquark mit 50 g Puderzucker, 1 TL Vanille und 1 EL Zitronensaft, bis alles glatt ist. Die 200 ml Schlagsahne schlage ich extra steif und hebe sie vorsichtig unter den Quark, bis die Creme schön gleichmäßig und fest ist. Denk dran: Die Creme darf nicht zu dünn sein, sonst läuft sie dir nachher beim Durchdrücken auseinander. Ist sie zu flüssig, stell sie kurz kalt oder rühr 1–2 EL Mascarpone unter.

Schritt 4:

Den ganz ausgekühlten Kuchen bestreiche ich dünn mit etwas Erdbeerkonfitüre oder Zuckersirup, damit die Creme gut darauf hält. Dann fülle ich die Quarkcreme nach und nach in die Kartoffelpresse und drücke gleichmäßige Stränge auf den Kuchen – schon sieht es aus wie Spaghetti. Für die Sauce koche ich 200 g Erdbeeren mit 30 g Zucker und 1 TL Zitronensaft kurz auf und lasse sie einkochen, bis sie schön dicklich glänzt. Davon gebe ich Kleckse auf die Quarkspaghetti.

Schritt 5:

Zum Schluss streue ich gehobelte dunkle Schokolade darüber – das ist unsere „Schokosauce“ – und stäube noch etwas Puderzucker über das Blech. Dann kommt das Ganze für mindestens 30–60 Minuten in den Kühlschrank, damit die Creme fest wird und alles gut durchziehen kann. Zum Servieren schneidest du das Blech in rautenförmige oder rechteckige Stücke und servierst es schön kalt.

Meine Tipps

  • Nimm Eier und Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank – zimmerwarm verbinden sie sich viel besser.
  • Bei Umluft nimmst du 160 °C statt 180 °C. Und verlass dich lieber auf Farbe und Stäbchenprobe als stur auf die Uhr.
  • Ist die Quarkmasse zu flüssig, stell sie kurz kalt oder rühr bis zu 50 g Mascarpone unter – bloß kein Mehl.
  • Für die schönsten „Spaghetti“ nimm die Kartoffelpresse mit mittleren Löchern: Sind die Löcher zu klein, wird die Masse klumpig, sind sie zu groß, reißen die Stränge leichter.

Was du ersetzen kannst

  • Statt purem Magerquark kannst du halb Quark, halb Mascarpone nehmen – das macht die Creme geschmeidiger und etwas reicher.
  • Ohne Laktose: Nimm laktosefreie Sahne und Quark-Ersatz auf Sojabasis. Es schmeckt ein bisschen anders und wird nicht ganz so cremig.
  • Glutenfreier Blechkuchen: Ersetz das Mehl durch eine Mischung aus 200 g Reismehl + 50 g gemahlenen Mandeln und gib 1 TL Xanthan dazu. Der Kuchen wird dann etwas dichter.
  • Magst du es fruchtiger, nimm Himbeeren statt Erdbeeren für die Sauce. Die sind saurer – dann brauchst du vielleicht etwas weniger Puderzucker.

Andere Ideen

  • Schokoladenteig statt hellem Rührteig – für alle, die es kräftiger mögen.
  • Zitronen-Spaghettieis: Rühr Zitronenschale in den Quark, nimm etwas weniger Zucker und mach eine Limettensauce dazu.
  • Mango-Variante: Mangopüree statt Erdbeersauce, dazu gezuckerte Kokosraspel statt Schokolade.
  • Mini-Versionen: Back den Teig in Muffinförmchen und drück den Quark mit einer kleinen Presse oder durch eine Spritztülle obendrauf.
  • Für Mutige: Die Quarkcreme einfrieren und erst kurz vor dem Servieren durch die Presse drücken – wie echtes Eis. Das klappt aber nur, wenn alles richtig gut gekühlt ist.

Noch offene Fragen?

Lässt sich das schon am Vortag vorbereiten?
Ja. Kuchen und Sauce kannst du gut am Vortag machen. Die Quarkcreme rührst du frisch und drückst sie erst am Serviertag auf den Kuchen. Kühl aufbewahren und innerhalb von 48 Stunden aufessen.
Klappt das Rezept auch für die doppelte Menge?
Ja, verdopple einfach alle Mengen und nimm ein größeres Blech oder zwei. Der Kuchen braucht dann etwas länger im Ofen – und verteil den Teig schön gleichmäßig.
Geht statt Butter auch Öl?
Ja, allerdings fehlt dann etwas vom Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Menge Pflanzenöl (z. B. Rapsöl) und gib 10–20 g Butteraroma oder mehr Vanille für den Geschmack dazu.
Wie prüfe ich den Garpunkt?
Schau ihn dir an: Die Kruste soll gleichmäßig goldbraun sein, und der Rand federt leicht zurück, wenn du draufdrückst. Zur Sicherheit die Stäbchenprobe – kommt der Spieß sauber oder mit ein paar Krümeln heraus, ist er fertig.
Und wenn mir eine Zutat fehlt?
Fehlt die Sahne, nimm 100 g Mascarpone + 100 ml Milch. Fehlt Mehl, kannst du etwa 50 g davon durch gemahlene Mandeln ersetzen – die Krume wird dann ein bisschen anders.

Dazu passt gut

Ich serviere das Blech gekühlt in rechteckigen Stücken, mit einem Klecks Erdbeersauce und extra Schokoraspeln obendrauf. Dazu schmecken frische Beeren und ein Glas spritziger Riesling oder ein leichter Rosé. Das Blech ist wie gemacht für Buffets, Gartenfeste und die sommerliche Kaffeetafel.

Reste und Aufbewahrung

  • Bewahr das Blech gekühlt bei ≤7 °C auf und iss es innerhalb von 48 Stunden.
  • Arbeite sauber, wenn rohe Zutaten im Spiel sind, und back den Kuchen richtig durch. Nur der Ordnung halber: Bei Geflügel gilt sonst immer mindestens 75 °C Kerntemperatur.
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