Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Herzhafte Hauptgerichte

Salade Niçoise – Ein Stück Provence auf deinem Teller!

Salade Niçoise – Ein Stück Provence auf deinem Teller!
Vorbereitung 20 Minuten
Ruhezeit Keine

Salade Niçoise – Ein Stück Provence auf deinem Teller!

Die Salade Niçoise habe ich mir aus dem Urlaub mitgebracht und seither immer wieder gemacht. Bei mir wird nichts vermischt, sondern auf einer großen Platte angerichtet: Kartoffeln, Bohnen, Tomaten, Eier, Thunfisch, Oliven, jedes für sich. Dann sieht jeder, was er nimmt. Im Sommer stelle ich sie mit einem Baguette auf den Tisch, mehr braucht es nicht. Das Dressing kommt immer erst am Tisch darüber.

Zutaten

  • Baby-Kartoffeln (festkochend) 500 g
  • Grüne Bohnen 200 g
  • Reife Tomaten 3 (ca. 400 g)
  • Hartgekochte Eier 4
  • Thunfisch in Olivenöl 1 Dose (ca. 200 g), abgetropft
  • Schwarze Oliven (z. B. Niçoise oder Kalamata) 100 g
  • Rote Zwiebel 1 kleine, in feinen Ringen
  • Kapern 1 EL, abgespült
  • Anchovisfilets (optional) 4 Stück
  • Gemischte Blattsalate 100 g
  • Olivenöl extra vergine 4 EL
  • Rotweinessig oder Zitronensaft 2 EL
  • Dijon-Senf 1 TL
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Frische Kräuter (Basilikum oder Petersilie) einige Blätter zum Garnieren

Zubereitung

Salade Niçoise – Ein Stück Provence auf deinem Teller! – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.
  1. Kartoffeln waschen und im Ganzen in kochendem Salzwasser 15–20 Minuten garen, bis sie weich sind; abgießen, kurz ausdampfen lassen und halbieren.
  2. In derselben Zeit die grünen Bohnen putzen und in kochendem Salzwasser 3–4 Minuten bissfest blanchieren, dann sofort in Eiswasser abschrecken, damit sie ihre Farbe behalten.
  3. Eier 9–10 Minuten hart kochen, abschrecken, schälen und vierteln.
  4. Tomaten waschen und je nach Größe vierteln oder in grobe Stücke schneiden; rote Zwiebel in feine Ringe schneiden.
  5. Für das Dressing Olivenöl, Rotweinessig (oder Zitronensaft), Dijon-Senf, eine Prise Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel oder einem Schraubglas kräftig verrühren oder schütteln, bis die Emulsion homogen ist.
  6. Thunfisch abtropfen lassen und mit einer Gabel leicht zerteilen; Kapern abspülen und beiseitestellen.
  7. Auf einer großen Platte zuerst die Blattsalate ausbreiten, dann Kartoffeln, Bohnen, Tomaten, Eier, Thunfisch, Oliven, Zwiebelringe und Kapern dekorativ anrichten; Anchovis nach Belieben darauf verteilen.
  8. Das Dressing kurz vor dem Servieren gleichmäßig über den Salat träufeln und mit frisch gehackten Kräutern bestreuen; nach Geschmack mit Pfeffer und eventuell noch etwas Olivenöl ergänzen.
  9. Den Salat frisch servieren, damit die Bohnen und Kartoffeln ihre Textur behalten; Reste innerhalb von 1–2 Tagen im Kühlschrank aufbewahren (ohne Dressing besser).

Tipps

  • Für besten Geschmack Kartoffeln mit Schale kochen, denn die Schale hält die Form und enthält zusätzlich Aroma.
  • Bohnen nach dem Blanchieren kurz in eiskaltem Wasser abschrecken, das erhält die Farbe und die Knackigkeit.
  • Dressing immer abschmecken und erst kurz vor dem Servieren zugeben, damit nichts matschig wird.
  • Wenn du Anchovis verwendest, die Menge reduzieren oder ganz weglassen, wenn Kinder mitessen oder milder gewünscht ist.
  • Reste getrennt lagern: Dressing separat, so bleibt der Salat länger frisch.

Varianten

  • Vegetarische Variante: Thunfisch durch geröstete Kichererbsen oder gegrillten Halloumi ersetzen.
  • Leichtere Variante: Mehr Blattsalate und Tomaten, weniger Kartoffeln, Olivenölmenge reduzieren.
  • Meeresfrüchte-Variante: Frischer gegrillter Thunfisch oder Garnelen statt Dosen-Thunfisch für ein intensiveres Aroma.
  • Italienisch inspiriert: Kapern weglassen, frisches Oregano und Balsamico statt Rotweinessig verwenden.
  • Winterversion: Statt frischer Tomaten geröstete Rote Bete und gebratene Champignons verwenden.

Darauf kommt es an

Die halbierten Kartoffeln beträufle ich mit einem Esslöffel vom Dressing, solange sie noch lauwarm sind. Warm nehmen sie den Essig auf, kalt perlt er nur ab. Die Bohnen dagegen müssen nach den drei bis vier Minuten sofort ins Eiswasser, sonst garen sie nach und werden grau statt grün.

Abwandlungen

  • Ohne Thunfisch und Anchovis, dafür mit einer abgetropften Dose weißer Bohnen, wird die Platte vegetarisch und bleibt trotzdem sättigend.
  • Im Frühjahr nehme ich statt der grünen Bohnen 300 Gramm grünen Spargel, in Stücke geschnitten und drei Minuten blanchiert.
  • Ins Dressing hacke ich manchmal zwei Anchovisfilets sehr fein hinein und lasse den Senf dafür weg.

Aufbewahren und Aufwärmen

Fertig angerichtet hält die Platte nichts aus. Reste bewahre ich getrennt auf: gekochte Kartoffeln und Bohnen zwei Tage im Kühlschrank, geschälte Eier nur einen Tag, das Dressing im Schraubglas bis zu fünf Tage. Vor dem Servieren alles eine halbe Stunde vorher herausstellen, kalt schmeckt es flach.

Das werde ich oft gefragt

Muss der Thunfisch in Öl sein?
Nein, im eigenen Saft geht auch. Er ist trockener und bröseliger, deshalb gebe ich dann einen zusätzlichen Esslöffel Olivenöl über den Fisch, bevor er auf die Platte kommt. Abtropfen lassen musst du ihn in beiden Fällen.
Kann ich Bohnen aus der Dose nehmen?
Wenn es schnell gehen muss, ja. Sie sind aber deutlich weicher als die drei bis vier Minuten blanchierten frischen. Gut abspülen, abtropfen lassen und erst kurz vor dem Anrichten auf die Platte legen, damit sie nicht zerfallen.
Wie werden die Eier wachsweich statt hart?
Statt der neun bis zehn Minuten koche ich sie sieben bis acht Minuten, dann ist das Eigelb in der Mitte noch cremig. Sofort abschrecken und erst kurz vor dem Anrichten pellen und vierteln, sonst laufen sie aus.
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