Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Nur Eier, Joghurt, Zucker und Backpulver

Nur Eier, Joghurt, Zucker und Backpulver
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 30–35 Minuten
Gesamt 50–55 Minuten

Für diesen Kuchen brauchst du nur Eier, Joghurt, Zucker und Backpulver – mehr nicht. Und trotzdem wird er wunderbar locker und feinporig. Das Geheimnis steckt im geschlagenen Eischnee und darin, dass du ihn behutsam backst. Heraus kommt eine helle, samtige Krume mit der leichten Säure vom Joghurt.

Was dieses Rezept besonders macht

Die Eier geben dem Kuchen Halt, und der Joghurt bringt die feine Säure, die den Geschmack wach macht und die Krume zart hält. Das Volumen kommt vor allem aus dem Eischnee, das Backpulver hilft noch ein bisschen nach. Am Ende hast du eine wolkige, feuchte Krume, die im Mund fast cremig wird, und obendrauf eine dünne, leicht goldene Haut. Genau richtig als Unterlage für frische Früchte oder einen leichten Klecks obendrauf.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 4 Eier (Größe M, getrennt)
  • 200 g Zucker (feiner Kristallzucker)
  • 500 g Naturjoghurt (3 % Fett oder Vollfett, das gibt die schönere Textur)
  • 1 TL Backpulver (ca. 5 g)
  • Wenn du magst: etwas Butter für die Form (ein dünner Film) oder Backpapier

Für die Beilage

  • Braucht es nicht. Frische Beeren oder ein Fruchtpüree passen aber gut dazu.

So bereite ich es zu

Nur Eier, Joghurt, Zucker und Backpulver, Das ist der fluffigste Kuchen ever! – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Heiz den Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor (160 °C Umluft) und fette eine Springform mit Ø 24 cm leicht ein oder leg sie mit Backpapier aus. Trenn die 4 Eier und stell Eiweiß und Eigelb getrennt bereit. Sind die Eier zimmerwarm, lassen sie sich gleichmäßiger aufschlagen.

Schritt 2:

In einer Schüssel rühre ich die Eigelbe mit 100 g Zucker hell auf. Dann kommen der Joghurt (500 g) und das Backpulver (1 TL) dazu, und alles wird glatt und leicht fließend gerührt. Schau kurz nach: keine Klümpchen und kein Backpulver, das noch obenauf schwimmt.

Schritt 3:

Die Eiweiße schlage ich in einer sauberen, fettfreien Schüssel mit einer Prise Salz an und lasse den restlichen 100 g Zucker nach und nach einrieseln, bis der Schnee glänzt und feste Spitzen stehen bleiben. Wichtig: Der Zucker kommt erst dazu, wenn das Eiweiß schon schaumig ist, sonst wird der Schnee nicht schön stabil.

Schritt 4:

Zuerst hebe ich ein Drittel vom Eischnee zügig unter die Joghurt-Eigelb-Masse, damit sie leichter wird. Den Rest hebe ich dann mit großen, weichen Bewegungen unter, damit möglichst viel Luft drinbleibt. Die Masse soll gleichmäßig und luftig sein, ohne weiße Schlieren – hell in der Farbe, kurz vorher noch leicht marmoriert.

Schritt 5:

Füll die Masse in die Form und streich die Oberfläche glatt. Gebacken wird bei 170 °C Ober-/Unterhitze für 30–35 Minuten. Fertig ist er, wenn die Oberfläche blassgolden ist, der Kuchen sich gesetzt hat und auf leichten Druck zurückfedert. Mit dem Zahnstocher stochere ich nicht lange herum, denn innen darf er ruhig feucht bleiben – nur in der Mitte soll kein flüssiger Teig mehr hängen.

Worauf es ankommt

  • Trenn die Eier, wenn sie zimmerwarm sind: Eier bei Raumtemperatur nehmen mehr Luft auf.
  • Schlag das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel – schon eine Spur Fett verhindert, dass es steif wird.
  • Backen: Ober-/Unterhitze 170 °C bräunt am gleichmäßigsten, bei Umluft 160 °C.
  • Willst du eine festere Krume, ersetz höchstens 50 g Joghurt durch cremigen Quark; am Geschmack ändert das kaum etwas.

Zutaten austauschen

  • Joghurt: Skyr macht ihn fester, schmeckt aber trockener; griechischer Joghurt gibt eine cremigere Krume.
  • Backpulver: ganz weglassen geht nicht; notfalls 1/2 TL Weinsteinbackpulver nehmen, das wirkt ähnlich, nur milder.
  • Laktosefrei: einfach laktosefreien Naturjoghurt nehmen, die Textur bleibt fast gleich.
  • Glutenfrei: Der Kuchen ist von Haus aus glutenfrei, solange der Joghurt ohne Zusätze ist.

So kannst du abwandeln

  • Zitronenabrieb und ein Schuss Zitronensaft in die Joghurtmasse, das macht ihn frisch und säuerlich.
  • Frische Beeren vor dem Backen in die Mitte setzen, dann hast du fruchtige Stellen im Kuchen.
  • Nach dem Abkühlen ein dünner Karamellüberzug – das gibt einen schönen Gegensatz.
  • Herzhaft: Zucker auf 30 g herunternehmen, dafür Kräuter und geriebenen Käse dazugeben – gearbeitet wird genauso.
  • Mal anders: die Menge halbieren, in einer kleinen Form bei niedriger Temperatur backen und in Schichten schneiden – ergibt ein luftig-säuerliches Törtchen.

Fragen, die mir oft gestellt werden

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Lass den Kuchen ganz auskühlen und stell ihn gut verschlossen bis zu 48 Stunden in den Kühlschrank. Nimm ihn 15–30 Minuten vor dem Servieren heraus, dann wird die Krume wieder weich.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, gearbeitet wird genauso. Back ihn dann aber in zwei Formen oder rechne mit +10–15 Minuten. Bei der größeren Menge immer auf die Federung und den Rand achten, der sich lösen soll.
Butter oder Öl – was ist besser?
Hier kommt gar keine Butter hinein. Willst du trotzdem Fett dazugeben, nimm Öl mit etwa ¾ der Menge; der Kuchen schmeckt dann anders und wird weicher.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Die Oberfläche ist blassgolden und der Rand hat sich leicht gelöst. Drück vorsichtig mit dem Finger: Es soll leicht zurückfedern. Die Mitte ist fest, wirkt aber nicht trocken.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Kein Joghurt: Skyr oder cremiger Quark tun es auch. Kein Backpulver: Weinsteinbackpulver in gleicher Menge nehmen.

Wozu ich es reiche

Ich serviere ihn lauwarm mit frischen Beeren oder einem dünnen Fruchtpüree – das passt gut zur feuchten, luftigen Krume. Etwas Puderzucker darüber oder ein Streifen Fruchtmark auf dem Teller, und er sieht gleich hübsch aus. Passt zum Nachmittagskaffee, zum Brunch oder als leichter Abschluss nach dem Essen.

Aufbewahrung

  • Aufbewahrung: gut verschlossen im Kühlschrank bis zu 48 Stunden; 15–30 Minuten vorher herausnehmen.
  • Denk daran: Die Eier sollten frisch sein; bist du unsicher, nimm pasteurisierte Eier.
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