Leckeres Rezept für einfache Topfenknödel, das du probieren musst!
Topfen ist der österreichische Bruder unseres Quarks, und diese Knödel habe ich von einer Nachbarin, die aus der Steiermark stammt. Bei mir gibt es sie mittags als süße Hauptspeise, wenn es abends nur Brot geben soll. Der Grieß muss quellen, deshalb die halbe Stunde im Kühlschrank. Ohne diese Ruhezeit fallen dir die Knödel im Wasser auseinander. Mehr als sieben Zutaten braucht es nicht.
Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Topfen (fein, 20%)
- 1 Stk Ei
- 2 EL Butter (weich, in Stücke)
- 70 g Grieß (Hartweizengrieß)
- 2 EL Semmelbrösel
- 1 Prise Salz, für das Wasser
- 30 g Semmelbrösel, zum Wälzen
Zubereitung

Schritt 1: Teig vorbereiten
Verknete den Topfen, das Ei, den Grieß, die Semmelbrösel und die Butter in einer Schüssel zu einem festen Teig. Stell ihn danach für circa 30 Minuten in den Kühlschrank.
Schritt 2: Knödel formen und kochen
Form aus dem Teig gleich große Knödel und lass sie im gesalzenen Wasser bei mittlerer Hitze etwa 7 Minuten ziehen.
Schritt 3: Knödel vollenden
Röste die Semmelbrösel in einer Pfanne ohne Öl unter ständigem Rühren goldbraun. Hol die Knödel aus dem Wasser und wälz sie in den goldbraunen Bröseln.
Tipps zum Servieren
Dazu passt etwas Fruchtiges: eine Beerensoße, Kompott, Zwetschgenröster oder Apfelmus. Bei mir gibt es meistens Apfelmus, davon stehen im Herbst immer ein paar Gläser im Keller.
Gutes Gelingen, und lass dir die süßen Topfenknödel schmecken!
Der Kniff, der den Unterschied macht
Das Wasser darf nur zittern, nicht sprudeln. Bei starkem Kochen platzen die Knödel auf. Koch erst einen Probeknödel: Zerfällt er, knete noch einen Esslöffel Grieß unter und lass den Teig zehn Minuten stehen. Forme die Knödel mit nassen Händen, dann klebt nichts. Ist dein Topfen sehr feucht, drück ihn vorher in einem Tuch aus.
Varianten
- Drück in jeden Knödel eine entsteinte Zwetschge oder Marille, dann werden Fruchtknödel daraus.
- Statt in Semmelbröseln wälze ich sie in gemahlenen Haselnüssen mit einem Teelöffel Zucker.
- Mit der abgeriebenen Schale einer halben Zitrone im Teig schmecken sie frischer, dazu passt Apfelmus.
Aufbewahrung
Gekochte Knödel halten sich zugedeckt zwei Tage im Kühlschrank. Ich wärme sie in etwas Butter in der Pfanne bei kleiner Hitze fünf Minuten auf, dann werden die Brösel wieder knusprig. Roh geformt kannst du sie drei Monate einfrieren und gefroren ins Wasser geben, dann brauchen sie drei Minuten länger.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich Quark statt Topfen nehmen?
- Ja, nimm Speisequark mit 20 Prozent Fett und lass ihn eine Stunde im Sieb abtropfen. Magerquark zieht mehr Wasser, dann brauchst du zehn Gramm Grieß mehr, damit der Teig fest genug wird.
- Warum zerfallen meine Knödel im Topf?
- Entweder war die Ruhezeit zu kurz, der Grieß hat also nicht gequollen, oder das Wasser hat gesprudelt. Beides lässt sich retten: Teig zehn Minuten nachziehen lassen und die Hitze so weit senken, dass nur noch kleine Blasen aufsteigen.
- Kann ich die Knödel vorher formen?
- Ja, geformte rohe Knödel halten zugedeckt bis zu vier Stunden im Kühlschrank. Setze sie erst kurz vor dem Essen ins Wasser, denn sie schmecken frisch gekocht und in den heißen Bröseln gewälzt deutlich besser.
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