Käsekuchen mit Zimt & 250 g Magerquark
Heute backe ich dir einen kleinen Käsekuchen mit Zimt, dessen Füllung auf 250 g Magerquark steht: zart, leicht säuerlich und seidig. Ich sage dir, wann der Ofen wie warm sein muss, woran du siehst, dass er fertig ist, und wie du ihn ohne Risse aus dem Ofen bekommst. Dann gelingt er dir in jeder Küche.
Was dieses Rezept besonders macht
Der Magerquark bringt die feine Säure, der Frischkäse die Cremigkeit, und die Eier halten alles zusammen. Dazu der warme Zimt — das passt einfach. Die Füllung wird dicht und trotzdem geschmeidig, obenauf bleibt sie zart. Wichtig sind nur zwei Dinge: die richtige Menge Bindung durch Eier und Speisestärke und ein Ofen, der nicht zu heiß ist. Dann reißt nichts auf und der Kuchen bräunt gleichmäßig.
Zutaten
Für das Gericht:
- 250 g Magerquark
- 150 g Butterkekse oder Haferkekse
- 60 g Butter, geschmolzen
- 200 g Frischkäse (20 % Fett) oder Mascarpone, wenn du es cremiger magst
- 2 Eier (Größe M)
- 80 g Kristallzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 EL Zitronensaft
- 10 g Speisestärke (etwa 1 EL)
- 1–2 TL gemahlener Zimt (ca. 2–4 g), je nachdem, wie kräftig du ihn magst
- Prise Salz
- Wenn du magst: 2 EL saure Sahne oder Schmand für die Oberfläche
Zum Verfeinern
- Wenn du magst: 100 g Beeren der Saison oder Kompott, leicht gezuckert — nur dazugeben, wenn es dir schmeckt.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Ich heize den Backofen auf 160 °C Umluft (oder 180 °C Ober-/Unterhitze) vor. Für den Boden zerbrösele ich 150 g Butterkekse fein — in der Küchenmaschine oder, wie früher, im Beutel mit dem Nudelholz — und mische sie mit 60 g geschmolzener Butter. Diese Krümel drücke ich in eine gefettete Springform (Ø 20 cm) fest, etwa 6–8 mm hoch.
Schritt 2:
Für die Füllung verrühre ich 250 g Magerquark mit 200 g Frischkäse, 80 g Zucker, 2 Eiern, 10 g Speisestärke, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Vanille und 1–2 TL Zimt zu einer glatten Masse. Nimm den Schneebesen oder den Mixer auf kleiner Stufe und rühr nur so lange, bis nichts mehr körnig ist. Rühr nicht zu lange, sonst kommt zu viel Luft hinein.
Schritt 3:
Ich gieße die Füllung auf den Boden und streiche sie glatt. Im Ofen kannst du gut zusehen, wie sie von matt-cremig zu glänzend und leicht goldbraun wird. Zeigen sich feine Risse, war der Ofen zu heiß oder der Kuchen zu lange drin.
Schritt 4:
Ich backe den Kuchen bei 160 °C Umluft etwa 50 Minuten. Er ist so weit, wenn die Oberfläche gleichmäßig leicht golden ist und die Mitte beim Rütteln nur noch sanft wackelt, aber nicht mehr flüssig ist. Wackelt sie kräftig, braucht er noch; ist sie ganz fest, war er zu lange im Ofen.
Schritt 5:
Ich schalte den Ofen aus, klemme die Tür einen Spalt auf und lasse den Kuchen noch 30 Minuten darin stehen, damit er keinen Kälteschock bekommt. Danach stelle ich ihn auf ein Gitter und dann für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank. Vor dem Servieren probiere ich noch einmal und bestäube ihn, wenn nötig, mit Zimtzucker oder lege ein paar Beeren dazu.
Worauf es ankommt
- Nimm für diese Menge eine Springform mit 20 cm Durchmesser. In einer mit 24 cm wird die Füllung deutlich flacher.
- Bei 160 °C Umluft bräunen die Ränder nicht so stark und der Kuchen gart gleichmäßig durch. Alternativ 180 °C Ober-/Unterhitze.
- Damit er nicht reißt: keine große Hitze, genug Ruhe im ausgeschalteten Ofen und nicht zu luftig rühren.
- Ist dein Quark körnig, streich ihn durch ein Sieb oder rühr ihn kurz mit dem Mixer glatt.
Alternativen
- Frischkäse durch 200 g Mascarpone ersetzen: reicher und cremiger, dafür weniger säuerlich.
- Statt Keksboden gemahlene Mandeln (120 g) mit 40 g Butter: nussiger und dichter.
- Laktosefrei: laktosefreien Frischkäse und Quark nehmen; die Textur bleibt ähnlich, der Geschmack wird ein wenig milder.
- Glutenfrei: glutenfreie Kekse oder gemahlene Mandeln verwenden; der Boden wird bröseliger und etwas fettiger.
Varianten
- Zitrone und Zimt: noch 1 TL Zitronenschale in die Füllung, das macht sie frischer.
- Apfel und Zimt: dünne, leicht gezuckerte Apfelscheiben auf den Boden legen, bevor du die Füllung daraufgießt.
- Karamellboden: Zucker in der Form schmelzen und die Keksbrösel daraufdrücken, das gibt eine knusprige Schicht.
- Andere Gewürze: statt Zimt eine Mischung aus Kardamom und Muskat für einen warmen, vielschichtigen Ton.
- Für Mutige: eine Zimt-Espresso-Glasur — Espresso einkochen, mit Puderzucker und Zimt verrühren und dünn aufstreichen; das Bittere passt gut zur Säure vom Quark.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Geht das auch als Meal Prep?
- Ja. Ich backe ihn ganz fertig, lasse ihn auskühlen und stelle ihn abgedeckt bis zu 48 Stunden in den Kühlschrank. Nimm ihn 20–30 Minuten vor dem Servieren heraus, dann ist er am besten.
- Reicht das Rezept auch für eine größere Runde?
- Ja, mit ein paar Anpassungen: größere Form (Ø 26–28 cm), etwa 10–15 Minuten länger backen und die Mitte im Auge behalten, wie oben beschrieben.
- Lässt sich die Butter austauschen?
- Ja, nur fehlt dann der Buttergeschmack. Nimm etwa ¾ der Menge Öl (also 45 g) und gleich das mit etwas Vanille oder Salz aus.
- Wie merke ich, dass ich es rausnehmen kann?
- Die Oberfläche ist leicht goldbraun und die Mitte wackelt nur noch sanft, nicht flüssig. Misst du nach, zeigt das Thermometer innen etwa 65–68 °C für eine feste, aber feuchte Füllung.
- Womit kann ich fehlende Zutaten austauschen?
- Fehlt der Frischkäse, nimm 150–200 g Quark mehr und 20–30 g Butter dazu; der Kuchen wird dann etwas säuerlicher und weniger cremig.
So serviere ich es
Ich stelle den Kuchen gut gekühlt auf einen flachen Teller und stäube etwas Puderzucker oder Zimtzucker darüber. Dazu passt etwas Säuerliches: frische Beeren oder ein leicht eingekochtes Beerenkompott. Er ist ein schöner Abschluss nach einem herbstlichen Essen und schmeckt ebenso gut zum Kaffee.
Aufbewahrung
- Aufbewahrung: abgedeckt im Kühlschrank bis zu 48 Stunden. Lass ihn vor dem Schneiden mindestens 30 Minuten stehen.
- Lebensmittelsicherheit: Nimm frische Eier und stell den Kuchen nach dem Backen zügig kalt.
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