Kartoffel-Zwiebel-Blech mit Bergkäse
Bei uns im Münsterland gab es sonntags oft Fleisch mit Sauce, und dazu kam so ein Blech in den Ofen, während der Braten ruhte. Drei große Zwiebeln klingen nach viel, sie schmoren aber in zehn Minuten zu etwas Süßem zusammen. Kümmel und Majoran gehören für mich dazu. Wer den Kümmel nicht mag, lässt ihn weg, das Blech funktioniert trotzdem.
Dieses Kartoffel-Zwiebel-Blech mit Bergkäse ist einfache Ofenküche, wie man sie an gemütlichen Sonntagen liebt: goldene Kartoffelscheiben, weich geschmorte Zwiebeln und würziger Käse, der im Ofen leicht knusprig schmilzt. Das Rezept passt wunderbar als rustikles Hauptgericht mit einem grünen Salat oder als kräftige Beilage zu Braten und Gemüse. Besonders gut wird es durch festkochende Kartoffeln, etwas Butter und eine Prise Kümmel, die den herzhaften Geschmack abrunden. Es ist unkompliziert, sättigend und duftet schon beim Backen nach Zuhause.
Zutaten
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 3 große Zwiebeln
- 200 g Bergkäse, frisch gerieben
- 200 ml Sahne
- 100 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Butter
- 1 EL Rapsöl
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 TL Kümmel, nach Geschmack leicht angedrückt
- 1 TL Salz
- schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 kleine Prise Muskat
Zubereitung

Kartoffeln und Zwiebeln vorbereiten
Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Kartoffeln schälen und in etwa 3 mm dünne Scheiben schneiden, Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden.
Zwiebeln anschwitzen
Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten weich und leicht goldgelb braten. Majoran, Kümmel, Salz, Pfeffer und Muskat unterrühren.
Blech füllen
Kartoffelscheiben mit den geschmorten Zwiebeln auf einem tiefen Backblech oder in einer großen Ofenform verteilen. Sahne und Gemüsebrühe verrühren und gleichmäßig darüber gießen.
Backen und überbacken
Das Kartoffel-Zwiebel-Blech 35 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Dann den Bergkäse darüberstreuen und weitere 15 bis 20 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich sind und der Käse goldbraun geschmolzen ist.
Mein Tipp
Die Kartoffelscheiben müssen dünn sein, drei Millimeter, und die Sahne-Brühe-Mischung muss sie fast bedecken. Liegen die oberen Scheiben trocken, werden sie im Ofen ledrig. Den Bergkäse erst nach 35 Minuten aufstreuen, sonst ist er dunkel, bevor die Kartoffeln weich sind. Probe mit der Messerspitze in der Blechmitte.
Andere Ideen
- Mit 150 g gewürfeltem Speck, den du zusammen mit den Zwiebeln anbrätst, wird das Blech deftiger.
- Für die fleischlose Sonntagsvariante lege ich zwischen die Kartoffeln dünne Scheiben von zwei Äpfeln, das passt gut zum Majoran.
- Statt Bergkäse geht auch alter Gouda; er schmilzt weicher und schmeckt weniger würzig.
Aufheben und Einfrieren
Im Kühlschrank hält das Blech, in eine Dose umgefüllt, drei Tage. Zum Aufwärmen kommen die Portionen abgedeckt bei 180 °C für 20 Minuten in den Ofen, die letzten fünf Minuten ohne Deckel. Eingefroren sind sie zwei Monate haltbar, über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Häufige Fragen
- Kann ich mehligkochende Kartoffeln nehmen?
- Besser nicht. Sie saugen die Sahne auf und zerfallen unter dem Käse zu Brei. Festkochende Sorten wie Linda oder Belana behalten ihre Scheibenform, auch nach den vollen 55 Minuten im Ofen.
- Mein Käse wird zu dunkel, was tun?
- Schieb das Blech für die letzten 15 Minuten eine Schiene tiefer und deck es notfalls locker mit Alufolie ab. Bergkäse bräunt schneller als Gouda, weil er weniger Wasser enthält.
- Reicht ein normales Backblech?
- Nimm ein tiefes Blech oder eine große Auflaufform. Auf einem flachen Blech läuft die Sahne-Brühe-Mischung über den Rand. Ein Kilo Kartoffeln in Scheiben braucht etwa 30 mal 40 Zentimeter Fläche.
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