Kartoffel-Haferflocken-Bratlinge – ohne viel Abwasch, ohne Stress
Diese Bratlinge kommen bei mir auf den Tisch, wenn noch Kartoffeln in der Kiste liegen und ich keine Lust auf großes Kochen habe. Statt Mehl binden zarte Haferflocken die geriebenen Kartoffeln, das schmeckt herzhafter und spart eine Schüssel. Fleisch braucht dazu keiner, ein Klecks Kräuterquark oder Apfelmus reicht. Aus 600 Gramm Kartoffeln werden acht Stück, genug für vier Teller.
Diese Kartoffel-Haferflocken-Bratlinge sind ein unkompliziertes Alltagsrezept für die Pfanne: außen goldbraun, innen weich und herzhaft. Sie passen zum schnellen Mittagessen, als vegetarisches Abendessen oder als einfache Beilage zu Salat, Kräuterquark oder Gemüse. Die Masse wird direkt in einer Schüssel zusammengerührt, die Haferflocken sorgen für Bindung und machen die Bratlinge angenehm sättigend. Mit wenigen Zutaten und ohne aufwendige Vorbereitung steht ein bodenständiges Gericht auf dem Tisch, das besonders dann praktisch ist, wenn es schnell gehen soll und die Küche danach nicht wie ein Schlachtfeld aussehen darf.
Zutaten
- 600 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
- 1 kleine Zwiebel
- 80 g zarte Haferflocken
- 1 Ei, Größe M
- 2 EL gehackte Petersilie
- 1 TL Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Muskatnuss
- 3 EL Rapsöl zum Braten
Zubereitung

Kartoffelmasse vorbereiten
Kartoffeln schälen und grob in eine Schüssel reiben. Die Zwiebel fein dazureiben oder sehr klein würfeln. Entstandene Flüssigkeit bei Bedarf leicht abgießen.
Bratlingsmasse mischen
Haferflocken, Ei, Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskat zu den Kartoffeln geben und alles gründlich vermengen. Die Masse 10 Minuten stehen lassen, damit die Haferflocken quellen und binden.
Bratlinge formen und braten
Aus der Masse 8 flache Bratlinge formen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffel-Haferflocken-Bratlinge bei mittlerer Hitze pro Seite 4–5 Minuten goldbraun braten, bis sie außen knusprig und innen gar sind.
Kurz abtropfen lassen
Die fertigen Bratlinge auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und direkt warm servieren.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die zehn Minuten Quellzeit sind kein Vorschlag, sondern der Grund, warum die Bratlinge zusammenhalten. Ist die Masse danach noch nass, drücke sie in einem Sieb ab, statt mehr Haferflocken zuzugeben, sonst schmecken sie mehlig. Und brate bei mittlerer Hitze, bei voller Flamme sind sie außen dunkel und innen roh.
Varianten
- Mit 100 g grob geriebenen Möhren oder Zucchini werden sie bunter, dann brauchst du einen Esslöffel Haferflocken mehr.
- Für die Variante ohne Ei nehme ich zwei Esslöffel fein gemahlene Haferflocken mit drei Esslöffeln Wasser als Bindung.
- Wer es kräftiger mag, reibt 60 g mittelalten Gouda unter die Kartoffelmasse.
Aufbewahrung
Im Kühlschrank halten sie in einer Dose drei Tage, kalt schmecken sie zum Abendbrot ebenfalls gut. Zum Aufwärmen lege ich sie ohne Fett in die Pfanne oder für sechs Minuten bei 180 Grad in den Ofen, in der Mikrowelle werden sie weich. Eingefroren sind sie zwei Monate haltbar.
Fragen aus meiner Küche
- Welche Kartoffeln eignen sich am besten?
- Vorwiegend festkochende, wie im Rezept. Mehligkochende zerfallen beim Reiben zu Brei und saugen viel Öl, festkochende bleiben zu bissfest und die Bratlinge halten dann schlechter zusammen.
- Warum werden meine geriebenen Kartoffeln grau?
- Geriebene Kartoffeln verfärben sich an der Luft. Arbeite zügig weiter oder gib einen Spritzer Zitronensaft dazu. Am Geschmack ändert die Farbe nichts, und nach dem Braten sieht man davon ohnehin nichts mehr.
- Kann ich sie im Airfryer machen?
- Ja. Die Bratlinge dünn mit Öl bestreichen und bei 190 Grad etwa 14 Minuten garen, nach der Hälfte wenden. Sie werden trockener und weniger knusprig als aus der Pfanne, dafür brauchst du kaum Fett.
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