Kadaif: Das Muss-Rezept für Liebhaber!
Kadaif habe ich von einer Nachbarin gelernt, die aus Izmir kommt. Die Teigfäden gibt es hier im türkischen Supermarkt in der Kühltheke. Zwei Schichten Fäden, dazwischen 250 g grob gehackte Walnüsse, obendrauf die geklärte Butter und danach der Sirup, der alles zusammenhält. Bei mir steht die Form über Nacht in der Küche, erst am nächsten Tag schneide ich sie an.
Zutaten
- 400 g Kadaif (fidelini-ähnliche Nudeln)
- 250 g grob gehackte Walnüsse
- 250 g Butter
- 1 kg Zucker
- 1 Beutel Vanillezucker Dolcela
- 1/2 Zitrone (nur Saft)
- 4 dl Wasser
Zubereitung

Vorbereitung
Zuerst hackst du die Walnüsse grob und ziehst die Kadaif-Fäden vorsichtig auseinander. Leg sie locker bereit, dann geht dir das Schichten später leicht von der Hand.
Butter klären
Schmelz die Butter langsam bei schwacher Hitze und trenn die klare Butter ab. Die gibt später den guten Geschmack.
Backvorbereitungen
Heiz deinen Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette eine Backform von etwa 20 x 30 cm gut ein, damit nichts anhängt.
Schichten und Backen
- Verteil die Hälfte der Kadaif-Fäden gleichmäßig in der Backform und drück sie leicht an.
- Gieß die Hälfte der klaren Butter gleichmäßig über die Fäden.
- Streu die gehackten Walnüsse gleichmäßig darüber und drück sie ebenfalls leicht an.
- Gib die restlichen Kadaif-Fäden über die Walnüsse und drück wieder leicht an.
- Verteil die restliche Butter gleichmäßig über die obere Schicht.
- Back das Kadaif im vorgeheizten Ofen etwa 40-50 Minuten, bis es goldbraun ist.
Sirup vorbereiten
Für den Sirup bringst du Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und Wasser zum Kochen und lässt alles etwa 15 Minuten leise köcheln, bis ein duftender Sirup daraus wird.
Vollendung
Wenn das Kadaif aus dem Ofen kommt, lass es kurz abkühlen. Dann gießt du den warmen Sirup langsam und gleichmäßig darüber. Lass das Ganze mindestens 2-3 Stunden ziehen, über Nacht ist besser, dann verteilt sich der Sirup bis in die unterste Schicht.
Servieren
Schneide das Kadaif in Stücke und serviere es, wenn du magst mit ein paar extra Walnüssen oder einer Kugel Vanilleeis dazu.
Ein altes Rezept, an dem sich bei uns noch keiner sattgesehen hat. Stell es auf den Tisch, wenn Besuch da ist.
Darauf kommt es an
Heiß auf heiß wird matschig. Ich lasse das Kadaif nach dem Backen zehn Minuten stehen und gieße den Sirup dann warm, nicht kochend, in Kreisen darüber, zuerst an die Ränder, zuletzt in die Mitte. Und wirklich nur die klare Butter nehmen, der milchige Bodensatz lässt die Fäden weich werden statt knusprig.
Abwandlungen
- Statt Walnüssen nehme ich manchmal 250 g gehackte Pistazien, dann wird die Füllung süßer und grüner.
- Ein Teelöffel Zimt unter die Nüsse gemischt passt gut zum Zitronensirup.
- Wer es weniger süß mag, kocht den Sirup mit 700 g Zucker und der gleichen Wassermenge, er zieht dann langsamer ein.
Aufbewahren und Aufwärmen
Kadaif bleibt zugedeckt bei Zimmertemperatur vier bis fünf Tage gut, im Kühlschrank wird es zäh und der Sirup kristallisiert. Ich stelle die Form mit einem Handtuch darüber in die Speisekammer. Einfrieren geht in Stücken drei Monate lang, aufgetaut bei Zimmertemperatur und kurz bei 150 Grad aufgebacken.
Das werde ich oft gefragt
- Wo bekomme ich Kadaif-Teig?
- Im türkischen oder griechischen Lebensmittelladen liegt er tiefgekühlt oder frisch in der Kühltheke, oft als „Kadayıf“ ausgezeichnet. Tiefgekühlten Teig taue ich im Kühlschrank auf und ziehe die Fäden erst dann auseinander, sonst brechen sie.
- Mein Kadaif ist weich geworden, woran liegt das?
- Meistens waren Gebäck und Sirup gleich heiß, eines von beiden muss abgekühlt sein. Auch zu wenig Butter oder zu festes Andrücken der Fäden nimmt die Luft heraus. Ich drücke nur leicht mit der flachen Hand an.
- Kann ich weniger Butter nehmen?
- Unter 200 g würde ich nicht gehen, sonst bleiben die oberen Fäden trocken und werden im Ofen dunkel, bevor sie knusprig sind. Die Butter ist hier das, was die Fäden goldbraun macht, Öl ersetzt sie nur schlecht.
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