Fladenbrot aus der Pfanne: 3 Zutaten, ohne Ofen!
Manchmal steht das Essen schon fast auf dem Tisch und es fehlt nur das Brot dazu. Der Eintopf blubbert, der Salat ist angemacht, und im Brotkasten liegt nur noch ein trauriger Kanten. Für genau diesen Moment habe ich das Fladenbrot aus der Pfanne. Es braucht keinen Ofen, keine Hefe und keine Gehzeit, sondern nur drei Zutaten, eine Schüssel und eine heiße Pfanne.
Der Teig aus Mehl, Joghurt und Backpulver ist in fünf Minuten geknetet und lässt sich sofort ausrollen. In der trockenen Pfanne bläht sich jeder Fladen innerhalb einer Minute auf, bekommt dunkle Blasen und bleibt innen weich und biegsam. Warm aus der Pfanne, mit etwas Butter bestrichen, ist er schon halb verschwunden, bevor die Suppe überhaupt in den Tellern ist.
Zutaten
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 250 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
- 2 TL Backpulver
- 1 TL Salz
Zubereitung
Schritt 1: Trockenes mischen
Gib das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz in eine weite Schüssel und rühre alles mit einem Schneebesen gründlich durch. Das Backpulver muss wirklich gleichmäßig verteilt sein, sonst gehen später einzelne Fladen auf und andere bleiben flach. Eine halbe Minute Rühren reicht dafür völlig aus.
Schritt 2: Joghurt einarbeiten
Den Joghurt auf einmal dazugeben und mit einem Löffel grob unterrühren, bis sich krümelige Klumpen bilden. Dann mit der Hand weiterarbeiten und den Teig etwa zwei Minuten in der Schüssel zusammendrücken, bis er glatt ist und sich vom Rand löst. Er soll weich sein, aber nicht an den Fingern kleben; bleibt er klebrig, arbeite löffelweise Mehl ein.
Schritt 3: Portionieren und ausrollen
Teile den Teig in sechs gleich große Stücke und rolle sie zu Kugeln. Bestäube die Arbeitsfläche leicht mit Mehl und rolle jede Kugel zu einem runden Fladen von etwa 18 Zentimetern Durchmesser und drei Millimetern Dicke aus. Dünner ausrollen lohnt sich nicht, dann bleibt innen zu wenig Platz für den Dampf.
Schritt 4: In der trockenen Pfanne backen
Erhitze eine schwere Pfanne ohne Fett bei mittlerer bis hoher Hitze. Lege einen Fladen hinein und backe ihn etwa 60 Sekunden, bis sich große Blasen heben und die Unterseite braune Flecken bekommt. Wende ihn und backe die zweite Seite eine weitere Minute. Jeder weitere Fladen geht schneller, dreh die Hitze darum nach dem zweiten etwas zurück.
Schritt 5: Weich halten
Stapele die fertigen Fladen sofort auf einem Teller und lege ein sauberes Küchentuch darüber. Der eigene Dampf macht sie nachträglich weich und biegsam, sodass sie sich später falten und rollen lassen, ohne zu brechen. Offen liegen gelassen werden sie innerhalb von zehn Minuten trocken und spröde.
Omas Tipps
- Vollmilchjoghurt statt Magerstufe. Das Fett im Joghurt hält den Teig geschmeidig und sorgt dafür, dass der Fladen auch nach dem Abkühlen noch biegsam ist. Mit magerem Joghurt wird das Brot fester und reißt beim Falten ein.
- Die Pfanne muss vorher wirklich heiß sein. Prüfe es mit einem Tropfen Wasser: Er muss sofort zischen und tanzen. Auf einer lauwarmen Pfanne trocknet der Fladen langsam aus, statt sich mit Dampf aufzublähen, und bleibt flach und zäh.
- Der Teig wartet nicht gern. Backpulver beginnt sofort zu arbeiten, darum solltest du die Fladen innerhalb einer halben Stunde ausbacken. Wer vorarbeiten will, rollt sie aus und legt sie mit Backpapier dazwischen gestapelt in den Kühlschrank.
Varianten
- Mit Knoblauchbutter bestrichen. Zerlasse 40 g Butter mit einer geriebenen Knoblauchzehe und bestreiche die Fladen direkt nach dem Backen. So schmecken sie wie das Beilagenbrot beim Inder.
- Mit Kräutern im Teig. Ein Teelöffel getrockneter Oregano oder frisch gehackter Koriander direkt in den Teig geknetet — das riecht schon beim Ausrollen gut.
- Gefüllt mit Käse. Lege auf die Hälfte jedes ausgerollten Fladens 30 g geriebenen Käse, klappe zu und drücke die Ränder fest. In der Pfanne wird daraus eine Art Käse-Naan.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Am besten schmecken die Fladen lauwarm. Übrig gebliebene wickelst du vollständig ausgekühlt in Alufolie oder legst sie in einen gut schließenden Beutel; so bleiben sie im Kühlschrank zwei Tage weich. Vor dem Essen 30 Sekunden pro Seite in der trockenen Pfanne aufwärmen, dann sind sie wieder biegsam.
Einfrieren funktioniert gut, wenn du Backpapier zwischen die einzelnen Fladen legst. Im Gefrierbeutel halten sie zwei Monate und lassen sich einzeln entnehmen. Aufgetaut wird direkt in der Pfanne, nicht bei Zimmertemperatur, sonst zieht die Feuchtigkeit nach außen und die Oberfläche wird klebrig.
Häufige Fragen
- Kann ich den Joghurt durch etwas anderes ersetzen?
- Quark oder Skyr sind zu fest und ergeben einen bröseligen Teig. Wenn du keinen Naturjoghurt hast, funktioniert dieselbe Menge Kefir oder Buttermilch, dann brauchst du allerdings rund 30 g Mehl mehr, weil beide dünnflüssiger sind.
- Warum bläht sich mein Fladen nicht auf?
- Meist liegt es an zu dünnem Ausrollen oder an einer zu schwachen Hitze. Bei drei Millimetern Dicke und einer richtig heißen Pfanne entsteht innen genug Dampf, um die beiden Teigschichten auseinanderzudrücken. Altes Backpulver ist die zweite häufige Ursache.
- Womit isst man dieses Fladenbrot am liebsten?
- Bei mir kommt es zu Linsensuppe, Gulasch oder einfach mit Kräuterquark auf den Tisch. Weil der Teig nur leicht gesalzen ist, passt er auch gut zu deftigen Bratkartoffeln und nimmt die Soße vom Teller auf, ohne aufzuweichen.

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