Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Obstkuchen

Blitz Kirschkuchen mit Pudding & 1 Glas Sauerkirschen

Blitz Kirschkuchen mit Pudding & 1 Glas Sauerkirschen
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 35–40 Minuten
Gesamt 50–55 Minuten

Dieser Blitz-Kirschkuchen ist bei uns immer schnell gemacht: ein einfacher Rührteig, samtiger Vanillepudding und dazu die feine Säure der Sauerkirschen. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie alles gelingt – für den Alltag genauso wie für Gäste.

Warum es sich lohnt

Hier kommt alles zusammen, was ich an so einem Kuchen mag: ein zarter Rührteig, eine cremige Puddingschicht und saftige, säuerliche Kirschen. Jeder Bissen hat etwas Weiches, etwas Cremiges und etwas Fruchtiges. Der kleine Trick dabei: Der Boden wird erst kurz vorgebacken, damit er fest genug ist – dann kommt der warme Pudding darauf und wird beim Backen schön glatt und fest.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 12 g Backpulver (1 Päckchen)
  • 150 g Kristallzucker
  • 1 Prise fein gemahlenes Salz
  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 3 Eier, Größe M
  • 200 ml Milch
  • 1 TL Zitronenschale, fein abgerieben (optional)
  • 1 Glas Sauerkirschen (ca. 350 g Inhalt, Abtropfgewicht ca. 200 g) – gut abgetropft
  • 40 g Vanillepuddingpulver (Instant)
  • 500 ml Milch für den Pudding
  • 30–40 g Zucker für den Pudding (je nach Vorliebe)

Für die Sauce

  • Du brauchst keine; wenn du magst, etwas leicht geschlagene Sahne oder Vanillesauce dazu.

So bereite ich es zu

Blitz Kirschkuchen mit Pudding & 1 Glas Sauerkirschen – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Heiz den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (160 °C Umluft) und fette eine Springform Ø 26 cm leicht ein; den Boden legst du mit Backpapier aus. So bäckt der Kuchen gleichmäßig und lässt sich nachher gut aus der Form lösen.

Schritt 2:

Sieb 250 g Mehl mit 12 g Backpulver und misch eine Prise Salz darunter. In einer Rührschüssel schlägst du 100 g Butter und 150 g Zucker cremig, dann rührst du die 3 Eier nacheinander unter. Gib nun abwechselnd die Mehlmischung und 200 ml Milch dazu, bis ein glatter Teig entsteht. So ist er richtig: dickflüssig, aber er fließt noch vom Löffel.

Schritt 3:

Füll den Teig in die vorbereitete Form und streich die Oberfläche glatt. Dann kommt die Form für 10–12 Minuten in den Ofen – nur kurz vorbacken, damit der Boden etwas fest wird. So weicht er später nicht durch, wenn der warme Pudding daraufkommt.

Schritt 4:

Während der Boden vorbäckt, kochst du den Pudding: Rühr 40 g Vanillepuddingpulver mit 30–40 g Zucker in etwas kalter Milch an und bring die restlichen 500 ml Milch zum Kochen. Zieh den Topf vom Herd, rühr die angerührte Masse ein und lass den Pudding unter Rühren noch 1 Minute aufkochen, bis er dick wird. Wichtig: Der Pudding soll noch warm, aber nicht mehr kochend auf den Teig kommen, dann wird die Schicht schön glatt.

Schritt 5:

Nimm die Form nach dem Vorbacken aus dem Ofen, verteil die gut abgetropften Sauerkirschen (Abtropfgewicht ca. 200 g) gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teig und gieß den heißen Pudding darüber. Back den Kuchen weitere 25–28 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft), bis die Ränder goldbraun sind und der Pudding am Rand leicht fest geworden ist. Danach lass den Kuchen ganz in der Form auf einem Gitter abkühlen (mindestens 60 Minuten) – erst dann wird der Pudding richtig schnittfest.

Meine Tipps

  • Schieb den Kuchen auf die mittlere Schiene; bei dunklen Formen die Temperatur um 10–15 °C zurückdrehen.
  • Bleib bei 180 °C Ober-/Unterhitze bzw. 160 °C Umluft, dann bräunt alles schön gleichmäßig.
  • Magst du es weniger süß, nimm für den Pudding nur 20 g Zucker; und lass sehr saftige Früchte wirklich gut abtropfen.
  • Ist der Pudding vor dem Eingießen zu dick geworden, rühr 20–30 ml heiße Milch unter, sonst gibt es Klümpchen.

Zutaten austauschen

  • Statt Sauerkirschen kannst du halbe Kirschen aus dem Glas in süß-saurer Lake nehmen; weniger gesüßte Früchte machen den Kuchen frischer.
  • Ohne Laktose: laktosefreie Butter und Milch verwenden; das merkt man kaum.
  • Ohne Gluten: Mehl gegen glutenfreies Mehl 1:1 tauschen und 2 g Xanthan dazugeben, damit alles zusammenhält.
  • Ganz eilig? Dann nimm 250 g fertigen Vanillepudding, glatt gerührt und leicht erwärmt.

So kannst du abwandeln

  • Mit Mürbeteigboden: den Boden durch 200 g Mürbeteig ersetzen, dann wird es knuspriger.
  • Mit Schokolade: 30 g Kakaopulver in den Teig einarbeiten, für alle, die es dunkler mögen.
  • Mit Mandeln: 50 g gehobelte Mandeln vor dem Backen auf den Pudding streuen – gibt eine feine Röstnote.
  • Mit Beeren: gemischte Beeren statt Kirschen; das schmeckt anders fruchtig, die Backzeit bleibt fast gleich.
  • Karamell obendrauf: den abgekühlten Kuchen mit 30 g Zucker bestreuen und abflämmen – gibt eine knusprige Schicht.

Noch offene Fragen?

Kann ich das Gericht vorbereiten?
Ja. Lass den Kuchen ganz abkühlen und stell ihn abgedeckt bis zu 2 Tage in den Kühlschrank. Vor dem Servieren wieder auf Zimmertemperatur kommen lassen; durchs Kühlen wird der Pudding sogar noch fester.
Kann ich die Menge verdoppeln?
Ja. Nimm dann eine größere Form (z. B. 30–32 cm Ø) und back den Kuchen etwa 10–15 Minuten länger; schau einfach, wann er schön goldbraun ist.
Kann ich Butter durch Öl ersetzen?
Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge an neutralem Öl (z. B. Rapsöl) und zieh von der Milch 15–20 ml ab.
Woran erkenne ich, dass es fertig ist?
Die Ränder sind goldbraun, der Pudding ist am Rand leicht fest, und die Kruste federt zurück, wenn du sanft mit dem Finger draufdrückst. Ein Holzstäbchen am Teigrand soll ohne feuchte Krümel herauskommen.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Fehlt das Vanillepuddingpulver, misch 40 g Speisestärke mit 10 g Vanillezucker und nimm etwas weniger Milch (ca. 450 ml); das schmeckt etwas weniger nach Vanille, klappt aber gut.

Wozu ich es reiche

Ich schneide den Kuchen in schöne Stücke und gebe, wer mag, einen Klecks leicht geschlagene Sahne oder etwas kalte Vanillesauce dazu. Hübsch sieht es aus, wenn etwas Kirschsaft unter den Früchten glänzt. Dazu passt ein milder schwarzer Tee – oder natürlich ein guter Kaffee.

Reste und Aufbewahrung

  • Aufbewahren: Abgedeckt im Kühlschrank hält sich der Kuchen bis zu 48 Stunden; bei Raumtemperatur höchstens 6 Stunden stehen lassen.
  • Aufwärmen: Kurz bei 140 °C für 8–10 Minuten in den Ofen, dann schmeckt er fast wie frisch; der Pudding bleibt dabei fest.
  • Mit frischen Früchten arbeitest du am besten sauber und zügig; im Zweifel den Kuchen gleich kühl stellen.
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