Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Hefegebäck & Blätterteig

Blätterteig gefullt mit Pudding & 250 g Quark

Blätterteig gefullt mit Pudding & 250 g Quark
Portionen 6 Personen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 25 Minuten
Gesamt 50 Minuten

Heute gibt es Blätterteig, gefüllt mit Vanillepudding und 250 g Quark. Außen knusprig und buttrig, innen schön cremig mit einer feinen säuerlichen Note – das passt zum Kaffee, auf den Dessertteller oder sogar zum Frühstück. Und keine Sorge: Das gelingt dir auch beim ersten Mal.

Darum mag ich dieses Rezept

Blätterteig ist für mich ein kleines Wunder: Beim Backen gehen die vielen dünnen Schichten auf, außen wird es knusprig, innen bleibt es zart. Dazu die Füllung aus Vanillepudding und 250 g Quark – schön süß, cremig und mit einer milden Säure. Wichtig ist nur, dass die Füllung nicht zu feucht ist, sonst weicht der Teig durch. Und mit der richtigen Ofentemperatur bekommt das Gebäck seine schöne goldene Farbe.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 2 Blätterteigplatten (gesamt ca. 400 g), frisch oder aufgetaut
  • 250 g Quark (Mager- oder Speisequark)
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver zum Kochen (ca. 40 g)
  • 500 ml Milch (3,5 % Fett schmeckt am besten)
  • 50 g Zucker (für den Pudding)
  • 30 g Butter (für den Pudding)
  • 1 Eigelb + 1 EL Milch für den Glanz
  • 1 EL Zitronenschale fein abgerieben
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestäuben (nach Belieben, ca. 10–15 g)

Zum Verfeinern

  • Optional: 200 g Beerenkompott (frisch oder gefroren, leicht gezuckert) – passt wunderbar als fruchtiger Klecks dazu, muss aber nicht sein.

So bereite ich es zu

Blätterteig gefullt mit Pudding & 250 g Quark – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Zuerst koche ich den Pudding: Ich erhitze 500 ml Milch mit 50 g Zucker, bis sie fast kocht – am Rand steigen kleine Bläschen auf. Dann nehme ich den Topf vom Herd, rühre das vorher in etwas kalter Milch glatt angerührte 40 g Vanillepuddingpulver ein und lasse alles unter ständigem Rühren noch einmal kurz aufkochen, bis der Pudding dick wird. Zum Schluss rühre ich 30 g Butter unter und lasse den Pudding auf 60–65 °C abkühlen. Dann fülle ich ihn in eine Schüssel und lege Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche – so bildet sich keine Haut.

Schritt 2:

Ich verrühre 250 g Quark mit der Zitronenschale und einer Prise Salz. Wenn der Pudding gut abgekühlt ist, rühre ich erst etwa ein Drittel davon unter den Quark, dann hebe ich den Rest vorsichtig unter, bis eine schöne, gleichmäßige Creme entsteht. Sie soll dick sein und ihre Form halten – laufen darf sie nicht.

Schritt 3:

Ich rolle die Blätterteigplatten leicht aus und schneide jede Platte in 6 Rechtecke, insgesamt also 12 Stück. Auf die Hälfte der Rechtecke gebe ich je etwa 40–50 g von der Quark-Pudding-Füllung. Lass dabei ringsum ca. 8 mm Rand frei, sonst läuft die Füllung heraus. Die Creme soll samtig und matt aussehen, nicht glänzend und flüssig – nur so bleibt der Teig knusprig.

Schritt 4:

Ich bestreiche die Ränder mit dem Eigelb-Milch-Gemisch, lege die zweite Teigplatte darauf und drücke die Ränder mit einer Gabel gut zu. In die Oberseite schneide ich ein paar kleine Schlitze, damit der Dampf entweichen kann. Den Ofen heize ich auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vor. Dann backe ich die Teilchen 20–25 Minuten, bis sie schön goldbraun sind und man die Schichten gut sehen kann.

Schritt 5:

Nach dem Backen lasse ich die Teilchen 10 Minuten auf einem Rost ruhen. So setzt sich die Füllung, und der Boden weicht nicht durch – die Oberfläche bleibt schön knusprig. Vor dem Servieren stäube ich noch etwas Puderzucker darüber. Am besten schmecken sie noch leicht warm, gern mit einem Löffel fruchtigem Kompott dazu.

Kleine Kniffe

  • Halte dich an die Temperatur: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft – so gehen die Schichten schön auf, und nichts weicht durch.
  • Lass die Füllung erst abkühlen (60–65 °C), bevor du sie auf den Teig gibst. Ist sie zu warm, entsteht Dampf, und der Teig wird matschig.
  • Nicht zu viel Füllung: höchstens 40–50 g pro Teilchen, sonst reißt der Teig oder wird matschig.
  • Das Eigelb-Milch-Gemisch nur dünn auftragen – zu dick aufgetragen wird die Oberfläche schnell zu dunkel.

Was du ersetzen kannst

  • Statt Vanillepuddingpulver: 40 g Maisstärke plus etwas Vanilleextrakt. Die Füllung wird dann etwas neutraler und glänzt weniger.
  • Laktosefrei: Nimm laktosefreien Quark und laktosefreie Milch – schmeckt fast genauso.
  • Glutenfrei: Es gibt glutenfreien Blätterteig. Er geht nicht ganz so schön auf und reißt leichter, also geh vorsichtig damit um.
  • Keine Butter für den Pudding da? Dann nimm Pflanzenmargarine – ein bisschen Aroma geht dabei verloren.

Andere Ideen

  • Zitronen-Quark-Variante: mehr Zitronenschale und ein Spritzer Zitronensaft – schön frisch.
  • Beerenfüllung: ein paar pürierte Himbeeren unter die Quark-Pudding-Creme rühren – gibt Farbe und fruchtige Süße.
  • Mit Schokolade: 30 g fein gehackte Zartbitterschokolade in die warme Puddingmasse rühren.
  • Mini-Format: kleine Dreiecke als Fingerfood fürs Buffet – dann die Backzeit auf 12–15 Minuten verkürzen.
  • Mal anders: mit karamellisierten Apfelscheiben und Zimt wird fast eine kleine Tarte daraus.

Das werde ich oft gefragt

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Pudding und Quark-Füllung kannst du bis zu 24 Stunden vorher machen und in den Kühlschrank stellen. Den Blätterteig füllst du aber erst kurz vor dem Backen, damit er knusprig bleibt.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, verdopple einfach alle Zutaten. Du brauchst dann mehr Platz auf dem Blech, und je nach Menge backst du in zwei Durchgängen.
Butter oder Öl – was ist besser?
Butter schmeckt einfach besser. Öl geht auch, dann fehlt aber etwas vom Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Menge an neutralem Pflanzenöl für den Pudding und schau, dass die Creme schön dick bleibt.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Die Oberfläche ist gleichmäßig goldbraun, die Schichten sind gut zu sehen, und die Füllung läuft nicht heraus. Dann sind sie fertig.
Und wenn mir eine Zutat fehlt?
Kein Quark im Haus? Dann nimm griechischen Joghurt mit 10–15 % Fett. Der ist etwas flüssiger, also gib ruhig ein bisschen mehr Pudding dazu.

Dazu passt gut

Ich lege die Teilchen auf einen Rost oder einen flachen Teller, stäube etwas Puderzucker darüber und stelle gern 200 g Beerenkompott dazu. Das passt zur Kaffeetafel, als Nachtisch oder zu einem kräftigen Espresso.

Aufbewahren und Aufwärmen

  • Kühlung: Reste stelle ich in den Kühlschrank (≤7 °C) und esse sie innerhalb von 48 Stunden.
  • Aufwärmen: Bei 160–170 °C für 5–8 Minuten in den Ofen, dann wird die Kruste wieder knusprig.
  • Milchprodukte gehören zügig in den Kühlschrank. Und falls du dir die Zahl merken willst: 75 °C für Geflügel – hier brauchst du das nicht, aber gut zu wissen.
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