Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Schnelle Küche

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark schneller gegessen als gebacken!

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark schneller gegessen als gebacken!
Vorbereitung 20 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten (Gehzeit)

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark schneller gegessen als gebacken!

Das Zwiebelbrot backe ich, wenn Suppe auf dem Herd steht und ich noch etwas zum Tunken brauche. Der Magerquark im Teig macht die Krume weich und feucht, deshalb reicht eine halbe Stunde Gehzeit – ohne ihn bräuchte der Laib deutlich länger. Die zwei Zwiebeln dünste ich vorher goldbraun, roh blieben sie im Teig scharf. Nach 40 Minuten im Ofen riecht das ganze Haus danach.

Zutaten

  • 250 g Magerquark
  • 450 g Weizenmehl (Type 550)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder 21 g frische Hefe
  • 1 TL Zucker (ca. 5 g)
  • 2 TL Salz (ca. 10 g)
  • 200 ml lauwarmes Wasser (evtl. +20 ml je nach Mehl)
  • 2 EL Olivenöl (ca. 30 ml)
  • 2 große Zwiebeln (ca. 200 g), fein gewürfelt
  • 1 EL Butter oder Öl zum Anbraten
  • 1 TL gemahlener Kümmel oder Kräuter nach Wahl (optional)
  • 1 Ei zum Bestreichen (optional)
  • Sonnengereifte Körner oder grobes Meersalz zum Bestreuen (optional)

Zubereitung

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark schneller gegessen als gebacken! – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.
  1. Zwiebeln schälen und fein würfeln. In einer Pfanne 1 EL Butter oder Öl erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten goldbraun und weich dünsten; leicht salzen. Herausnehmen und kurz abkühlen lassen.
  2. In einer großen Schüssel Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz mischen. Magerquark, Olivenöl und 200 ml lauwarmes Wasser hinzufügen.
  3. Mit einem Löffel oder Knethaken grob vermischen, dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 8–10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten (oder mit der Küchenmaschine 5–7 Minuten).
  4. Die lauwarmen Zwiebeln und optional den gemahlenen Kümmel unter den Teig kneten, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
  5. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist (etwa um das 1,5-fache).
  6. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und zu einem Laib formen oder in eine gefettete Kastenform legen.
  7. Optional mit verquirltem Ei bestreichen und mit Körnern oder grobem Salz bestreuen. Auf der mittleren Schiene 35–40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
  8. Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter mindestens 15 Minuten abkühlen lassen, bevor es angeschnitten wird. So setzt sich die Krume und bleibt saftig.

Tipps

  • Quark sollte Zimmertemperatur haben; kalter Quark kann die Gehzeit leicht verlängern.
  • Kühle oder sehr feuchte Küchen verlängern die Gehzeit — an einem warmen Ort gleichmäßiger aufgehen lassen.
  • Zwiebeln nicht zu dunkel anbraten, sonst werden sie bitter; leicht karamellisiert geben sie die beste Süße.
  • Wenn das Brot beim Klopfen nicht hohl klingt, weitere 5–10 Minuten backen und kontrollieren.
  • Aufbewahrung: In einem Leinenbeutel bleibt das Brot 2–3 Tage frisch; einfrieren in Scheiben möglich.
  • Zum Aufbacken kurz bei 150 °C für 5–8 Minuten im Ofen erwärmen, dann wird die Kruste wieder knusprig.

Varianten

  • Mit geriebenem Käse (z. B. Emmentaler) unterkneten für eine herzhaftere, reichhaltigere Version.
  • Vollkornanteil: 150 g Weizenmehl durch Dinkel- oder Vollkornmehl ersetzen — mehr Flüssigkeit ggf. zugeben.
  • Mit Kräutern: frischer Rosmarin, Thymian oder Schnittlauch ergänzen die Zwiebelaromen.
  • Scharfe Variante: eine fein gehackte rote Chilischote oder 1 TL Paprikapulver für Pfiff hinzufügen.
  • Mini-Brötchen: Teig portionieren und 12–14 kleine Brötchen formen; Backzeit auf 18–22 Minuten reduzieren.

Omas Tipp

Die gedünsteten Zwiebeln müssen lauwarm sein, bevor sie in den Teig kommen. Heiß bringen sie die Hefe durcheinander, kalt lassen sie sich schlecht einarbeiten. Knete sie außerdem erst nach den acht Minuten Grundknetzeit unter, sonst reißt das Klebergerüst und der Laib geht flach auf. Zwei Esslöffel Mehl mehr schaden nicht, wenn der Teig noch klebt.

So kannst du abwandeln

  • Mit einem Teelöffel gemahlenem Kümmel schmeckt der Laib deftiger und passt gut zu kräftigem Käse.
  • Ich knete manchmal 80 g gewürfelten Speck mit den Zwiebeln unter, dann ist eine Scheibe schon eine Brotzeit.
  • Für Brötchen teile ich den Teig in zehn Stücke und backe sie bei 200 °C nur 18 bis 20 Minuten.

Reste aufbewahren

In ein Leinentuch gewickelt bleibt das Brot drei Tage frisch; in Plastik wird die Kruste weich. Angeschnitten lege ich es mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett. Zum Einfrieren schneide ich es in Scheiben, so kann ich einzelne entnehmen – im Toaster sind sie in drei Minuten wieder wie frisch. Tiefgekühlt hält es drei Monate.

Noch Fragen?

Kann ich Speisequark mit 20 Prozent Fett nehmen?
Ja, das Brot wird dann sogar etwas saftiger. Halte aber mit dem Wasser zurück: Fetterer Quark bringt mehr Feuchtigkeit mit. Gib die letzten 20 ml erst dazu, wenn der Teig danach noch zu fest wirkt.
Warum klingt mein Brot beim Klopfen nicht hohl?
Dann ist die Krume noch feucht. Schieb den Laib ohne Form weitere fünf bis acht Minuten in den Ofen und prüfe erneut. Ein Brot aus der Kastenform braucht generell etwas länger als eines, das frei auf dem Blech liegt.
Geht der Teig auch mit frischer Hefe?
Ja, nimm 21 g und löse sie vorher im lauwarmen Wasser mit dem Teelöffel Zucker auf. Nach fünf Minuten schäumt sie, dann kommt sie zu Mehl und Quark. Die Gehzeit bleibt bei rund 30 Minuten.
Alle Rezepte: Schnelle Küche

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert