Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Schnelle Küche

Spinatpita mit 250 g Topfen die 2x im Woche backe

Spinatpita mit 250 g Topfen die 2x im Woche backe
Portionen 4 Personen
Vorbereitung 30 Minuten (ohne Ruhezeiten)
Garzeit 10–12 Minuten pro Backvorgang
Gesamt 55–75 Minuten (inkl. Gehzeit)

Spinatpita mit 250 g Topfen – die backe ich ungefähr zweimal die Woche, so gern haben wir sie. Ich sage dir genau, was du brauchst, wie du den Teig führst und woran du siehst, dass alles stimmt: gleichmäßig gebräunt, innen cremig und nicht wässrig. Zeiten und Temperaturen stehen dabei, und wenn einmal etwas danebengeht, sage ich dir auch, was du machen kannst.

Was dieses Rezept besonders macht

Frischer Blattspinat und 250 g Topfen ergeben zusammen eine Füllung, die cremig bleibt und nicht wässrig wird – die feine Säure vom Topfen tut ihr Übriges. Die Hülle soll außen knusprig und gleichmäßig braun sein, innen elastisch und leicht schichtig. Worauf es dabei ankommt: dass der Spinat trocken genug ist, der Teig gut durchgeknetet und der Ofen richtig heiß.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 400 g Weizenmehl (Type 550)
  • 7 g Trockenhefe (oder 21 g frische Hefe)
  • 230 ml lauwarmes Wasser (ca. 30–35 °C)
  • 10 g Salz
  • 30 ml Olivenöl
  • 1 TL Zucker (optional, ca. 4 g)
  • 400 g frischer Spinat (oder 250 g tiefgefrorener Blattspinat, aufgetaut und gut ausgedrückt)
  • 1 mittelgroße Zwiebel (ca. 100 g), fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 250 g Topfen
  • 1 Ei (ca. 50 g)
  • 30 g geriebener Hartkäse (z. B. Parmesan), optional
  • 5 g schwarzer Pfeffer, 5 g Salz für die Füllung, 1 Prise Muskatnuss
  • 15 ml Olivenöl zum Anspringen
  • Sesam oder Schwarzkümmel zum Bestreuen (optional)

Für die Sauce

  • Eine Sauce brauchst du nicht. Ein einfacher Joghurt-Dip (100 g Naturjoghurt, 1 TL Zitronensaft, Salz, Pfeffer) macht es aber schön frisch.

So bereite ich es zu

Spinatpita mit 250 g Topfen die 2x im Woche backe – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Ich mische 400 g Mehl mit 7 g Trockenhefe und 10 g Salz in einer Schüssel, gieße 230 ml lauwarmes Wasser (30–35 °C) und 30 ml Olivenöl dazu und knete, bis der Teig glatt und elastisch ist. Von Hand dauert das etwa 8–10 Minuten, mit der Küchenmaschine (K-Haken) 5–7 Minuten. Der Teig soll seidig glänzen und sich gut dehnen lassen.

Schritt 2:

Deck den Teig ab und lass ihn an einem warmen Ort bei 30–35 °C für 45–60 Minuten gehen, bis er sich fast verdoppelt hat. Mach die Fingerprobe: Drückst du hinein, federt die Delle langsam zurück. Geht er zu schnell, stell ihn kühler; will er gar nicht, gib ihm einfach mehr Zeit.

Schritt 3:

Während der Teig geht, mache ich die Füllung. Ich erhitze 15 ml Olivenöl in einer Pfanne, dünste die fein gehackte Zwiebel bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten glasig, gebe den Knoblauch dazu und lasse ihn kurz mitrösten. Dann kommt der Spinat portionsweise hinein und gart, bis er ganz zusammengefallen und die Flüssigkeit fast verdampft ist, etwa 4–6 Minuten. Danach lasse ich alles ein wenig abkühlen und drücke es in einem feinen Sieb oder in einem Küchentuch kräftig aus – die Füllung muss feucht sein, aber nicht nass.

Schritt 4:

Den ausgedrückten Spinat mischst du mit 250 g Topfen, 1 Ei, 30 g geriebenem Hartkäse (wenn du magst), 5 g Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat. Die Masse soll cremig sein und zusammenhalten. Ist sie zu trocken, gib 1–2 EL Wasser oder noch etwas Topfen dazu; ist sie zu feucht, hilft ein bisschen mehr Käse oder ein paar Semmelbrösel.

Schritt 5:

Ich teile den Teig in 4 gleich große Stücke, je ca. 160 g, forme Kugeln und rolle jede auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Kreis von 18–20 cm aus. Auf jeden Kreis kommt ein Viertel der Spinat-Topfen-Füllung, dann drückst du die Ränder gut zu und die Oberfläche leicht flach. Der Ofen muss auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt sein; die Pitas setzt du auf ein vorgeheiztes Blech oder auf einen Backstein und bäckst sie 10–12 Minuten, bis sie goldbraun sind und beim Klopfen knusprig klingen. Dann 3–5 Minuten ruhen lassen und erst danach anschneiden.

Worauf es ankommt

  • Für eine besonders knusprige Unterseite arbeite mit einem vorgeheizten Backstein oder setze das Backblech schon beim Vorheizen in den Ofen.
  • Ist der Spinat zu feucht, gib ihn noch heiß in ein feinmaschiges Sieb und drück ihn mit dem Löffel kräftig aus; gefrorener Spinat braucht davon noch mehr.
  • Heizt dein Ofen ungleichmäßig, schieb die Pita ins untere Drittel, dann wird die Unterseite überall braun; zum Schluss kannst du 1–2 Minuten den Grill dazuschalten.
  • Statt Trockenhefe gehen 21 g frische Hefe. Mit Sauerteig brauchst du deutlich längere Gehzeiten und musst die Flüssigkeit anpassen.

Zutaten austauschen

  • Topfen ersetzen: 250 g Ricotta oder Magerquark. Ricotta ist milder und cremiger, Magerquark säuerlicher und trockener.
  • Glutenfrei: eine glutenfreie Mehlmischung mit Bindemittel (Xanthan) – der Teig wird dichter, und du brauchst vielleicht etwas mehr Backzeit.
  • Laktosefrei: laktosefreier Quark oder pflanzlicher Quarkersatz; der Geschmack wird flacher, dann nimm ruhig etwas mehr Käse.
  • Ohne Käse: Hefeflocken statt Hartkäse, die bringen eine ähnlich würzige Note.

So kannst du abwandeln

  • Mit Feta und Minze: Ersetz 30 g des Topfens durch 50 g Feta und gib fein gehackte Minze dazu – kräftiger und frisch zugleich.
  • Mit Pinienkernen und Zitrone: geröstete Pinienkerne und 1 TL Zitronenschale, das gibt Biss und Frische.
  • Mit Räucherlachs: nach dem Backen dünne Scheiben auflegen – so hast du eine kalte Variante fürs Buffet.
  • Würzig: Harissa und geröstete Paprika unter die Füllung mischen, dann schmeckt es nordafrikanisch.
  • Wenn es schnell gehen muss: fertigen Blätterteig oder Filoteig nehmen; die Hülle wird dünner und knuspriger, die Backzeit musst du anpassen.

Fragen, die mir oft gestellt werden

Kann ich das Gericht vorbereiten?
Ja. Die Füllung mache ich bis zu 2 Tage vorher und stelle sie abgedeckt in den Kühlschrank (≤ 4 °C). Den Teig kannst du bis zur ersten Gare vorbereiten und über Nacht langsam im Kühlschrank gehen lassen. Zum Aufwärmen nimm 160 °C Umluft für 6–8 Minuten, dann bleibt alles knusprig.
Kann ich die Menge verdoppeln?
Ja. Gib dem Teig dann etwas mehr Zeit zum Gehen und sorg für genug Arbeitsfläche und Bleche. Back lieber nacheinander, damit der Ofen seine Hitze hält.
Kann ich Butter durch Öl ersetzen?
Ja, nur geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge Öl im Vergleich zur Butter, wenn ein Rezept Butter verlangt.
Woran erkenne ich, dass es fertig ist?
Daran erkennst du es: gleichmäßig goldbraune Farbe, knusprige Oberfläche, feste Unterseite, und beim Drücken federt es leicht. Die Füllung ist warm und läuft nicht aus.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Fehlt Topfen, nimm Ricotta oder Magerquark. Fehlt frischer Spinat, geht tiefgefrorener Blattspinat, gut ausgedrückt.

Wozu ich es reiche

Ich serviere die Spinatpita warm und halbiert, damit man die Schnittfläche sieht, auf schlichten Tellern, mit ein paar Tropfen frischem Zitronensaft und, wenn du magst, etwas Sesam darüber. Dazu passt ein leichter Joghurtdip oder ein frischer Salat. Bei uns gibt es sie zum Abendessen, in der Brotdose oder als Fingerfood, wenn Besuch kommt.

Aufbewahrung

  • Aufbewahren: abgedeckt im Kühlschrank bis zu 48 Stunden; eingewickelt kannst du sie bis zu 1 Monat einfrieren.
  • Aufwärmen: im Ofen bei 160–180 °C für 6–10 Minuten. In der Mikrowelle wird der Teig weich und labbrig.
  • Bei Eiern auf frische, gut gekühlte Ware achten und alles bei ≤ 4 °C lagern.
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