Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Schokoladen- & Nusskuchen

Nusskuchen bleibt mindestens 3 – 4 Tage saftig und fluffig

Nusskuchen bleibt mindestens 3 – 4 Tage saftig und fluffig
Vorbereitung 15 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten Abkühlzeit (bis zum Anschneiden)

Saftiger Nusskuchen bleibt mindestens 3 – 4 Tage saftig und fluffig!

Ein Nusskuchen, der auch am dritten Tag noch nicht trocken ist — das liegt an den 80 Millilitern Öl neben der Butter und an der Milch im Teig. Ich backe ihn in der 24er Springform, wenn ich weiß, dass in der Woche noch Besuch kommt. Die 200 Gramm gemahlenen Haselnüsse mahle ich möglichst frisch, das riecht man beim Backen bis in den Flur. Puderzucker reicht als Deko völlig.

Zutaten

  • 200 g gemahlene Haselnüsse oder Walnüsse
  • 150 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Päckchen Backpulver (≈ 15 g)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
  • 3 Eier (Größe M)
  • 150 g weiche Butter
  • 80 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl)
  • 120 ml Milch oder 100 g Joghurt naturell
  • Optional: 1–2 EL Rum oder 1 TL Zitronenschale
  • Zum Bestäuben: Puderzucker (optional)

Zubereitung

Saftiger Nusskuchen bleibt mindestens 3 – 4 Tage saftig und fluffig! – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.
  1. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen und eine Springform (Ø 24 cm) einfetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. In einer Schüssel Mehl, Backpulver, gemahlene Nüsse und Salz kurz miteinander vermischen und beiseitestellen.
  3. Butter, Zucker und Vanillezucker in einer großen Rührschüssel cremig schlagen (ca. 2–3 Minuten), bis die Masse etwas heller ist.
  4. Die Eier einzeln unterrühren und jeweils kurz glattrühren, damit eine gleichmäßige Masse entsteht.
  5. Öl und Milch (oder Joghurt) kurz unterrühren; bei Verwendung von Rum oder Zitronenschale jetzt hinzufügen.
  6. Die trockenen Zutaten in zwei Portionen unter die feuchte Masse heben und nur so lange rühren, bis keine Mehlspuren mehr sichtbar sind.
  7. Den Teig in die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und ggf. mit einer Palette leicht andrücken.
  8. Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 45–55 Minuten backen; nach 30–35 Minuten die Oberfläche beobachten und bei zu starker Bräunung locker mit Alufolie abdecken.
  9. Mit einem Holzstäbchen prüfen: bleibt kein nasser Teig haften, ist der Kuchen fertig. Springform aus dem Ofen nehmen und 10–15 Minuten in der Form ruhen lassen.
  10. Den Kuchen aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen; vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben, wenn gewünscht.

Tipps

  • Gute Raumtemperatur der Zutaten (Eier, Butter) fördert eine gleichmäßige, luftige Struktur.
  • Ein kleiner Anteil Öl sorgt dafür, dass der Kuchen auch nach 3–4 Tagen saftig bleibt; alternativ kann etwas Joghurt verwendet werden.
  • Mit einem Holzstäbchen prüfen: Wenn ein paar feuchte Krümel haften, ist der Kuchen saftig und fertig; bei nassem Teig weiterbacken.
  • Zum Lagern luftdicht verpacken oder in einer Kuchenbox aufbewahren, bei Zimmertemperatur bleibt er 3–4 Tage saftig.
  • Sollte die Oberfläche zu schnell bräunen, nach der Hälfte der Backzeit locker mit Alufolie abdecken.

Varianten

  • Schokoladenversion: 30–50 g Kakaopulver zum Mehl geben und/oder gehackte Zartbitterschokolade unterheben.
  • Fruchtig: 100 g klein gewürfelte Äpfel oder Birnen unter den Teig heben für zusätzliche Saftigkeit.
  • Extratopping: Nach dem Auskühlen mit einer einfachen Schokoladenglasur oder einer Zitronenglasur überziehen.
  • Leichtere Variante: Butter durch 120 g Joghurt und 40 ml Öl ersetzen und die Zuckermenge leicht reduzieren.
  • Intensiver Nussgeschmack: Einen Teil der gemahlenen Nüsse durch grob gehackte Nüsse ersetzen für mehr Biss.

Omas Tipp

Butter, Eier und Milch müssen Zimmertemperatur haben. Nimmst du kalte Eier zur cremig gerührten Butter, gerinnt die Masse und der Kuchen wird trotz aller Feuchtigkeit bröselig. Die trockenen Zutaten danach nur unterheben, bis keine Mehlspur mehr zu sehen ist — je länger du rührst, desto fester wird die Krume.

So kannst du abwandeln

  • Ich mische die Nüsse gern: 100 Gramm Haselnüsse und 100 Gramm Walnüsse, dann schmeckt der Kuchen kräftiger und leicht herb.
  • Statt Puderzucker gieße ich eine Glasur aus 100 Gramm Zartbitterschokolade und einem Teelöffel Öl über den kalten Kuchen.
  • Ein grob geriebener Apfel unter den Teig gehoben macht ihn noch feuchter; dann fünf Minuten länger backen.

Reste aufbewahren

In einer gut schließenden Kuchendose bei Zimmertemperatur bleibt er drei bis vier Tage saftig, im Kühlschrank wird er dagegen schnell fest. Ich lege ein halbes, unbehandeltes Apfelstück mit in die Dose, das hält die Krume feucht. Eingefroren hält er drei Monate, aufgetaut wird er am besten in Scheiben.

Noch Fragen?

Kann ich gemahlene Mandeln nehmen?
Ja, die 200 Gramm lassen sich eins zu eins ersetzen. Mandeln schmecken milder und binden etwas weniger Flüssigkeit, deshalb nehme ich dann nur 100 Milliliter Milch. Die Backzeit bleibt gleich, die Stäbchenprobe entscheidet.
Geht das Rezept auch in einer Kastenform?
In einer 30er Kastenform passt die Menge gut hinein. Der Teig steht höher, deshalb braucht er 55 bis 65 Minuten. Ab Minute 40 decke ich die Oberfläche locker mit Alufolie ab, sonst wird die Kruste dunkler als der Kuchen innen gar ist.
Kann ich das Öl weglassen und nur Butter nehmen?
Du kannst 80 Gramm Butter mehr nehmen, dann schmeckt er buttriger. Saftig bleibt er allerdings nur ein bis zwei Tage, weil Butter beim Auskühlen fest wird und Öl nicht. Für die drei bis vier Tage im Titel brauchst du das Öl.
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