Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Omis Kräppelchen wie vom Weihnachtsmarkt, mache ich 2x die Woche!

Omis Kräppelchen wie vom Weihnachtsmarkt, mache ich 2x die Woche!
Vorbereitung 30 Minuten
Ruhezeit 60–90 Minuten

Omis Kräppelchen wie vom Weihnachtsmarkt, mache ich 2x die Woche!

Kräppelchen gehören bei mir zum Winter wie der Schnee vor der Tür. Meine Mutter hat sie im Münsterland immer im Januar gebacken, wenn draußen nichts mehr wuchs. Der Teig mit Zitronenschale und Vanille ist weicher als bei Berlinern, deshalb werden die Bällchen innen richtig fluffig. Ich mache sie klein, 30 bis 40 Gramm, dann sind sie in zwei bis drei Minuten pro Seite durch und niemand beißt auf rohen Teig.

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl (Type 550)
  • 80 g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 21 g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 2 Eier (Größe M)
  • 60 g weiche Butter, in Stücken
  • 1 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
  • Öl zum Frittieren (z. B. Sonnenblumen- oder Rapsöl), ca. 1–1,5 l
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Optional: Marmelade oder Vanillecreme zum Füllen

Zubereitung

Omis Kräppelchen wie vom Weihnachtsmarkt, mache ich 2x die Woche! – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.
  1. Hefe mit 1 EL Zucker in der lauwarmen Milch auflösen und 5–10 Minuten stehen lassen, bis die Mischung leicht schäumt (bei Trockenhefe die Hefe direkt mit dem Mehl mischen und etwas Zucker zur Aktivierung verwenden).
  2. Mehl, restlichen Zucker und Salz in eine große Schüssel geben; Zitronenschale hinzufügen. In die Mitte eine Mulde drücken.
  3. Die Hefemilch, Eier, Vanille und die weiche Butter in die Mulde geben und mit einem Holzlöffel oder der Küchenmaschine grob verrühren, dann 8–10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
  4. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, mit einem sauberen Tuch abdecken und an einem warmen Ort 60–90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
  5. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und in gleichmäßige Stücke à ca. 30–40 g teilen. Rund formen und mit genügend Abstand auf ein bemehltes Backblech legen.
  6. Die geformten Teiglinge nochmals abgedeckt 20–30 Minuten gehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen sind.
  7. In einem großen Topf oder einer Fritteuse das Öl auf 170–175°C erhitzen (Küchenthermometer verwenden). Wer keines hat, testet mit einem kleinen Teigstück: es soll langsam aufsteigen und gleichmäßig brutzeln.
  8. Einige Kräppelchen gleichzeitig, aber nicht zu viele, im heißen Öl portionsweise 2–3 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  9. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben. Optional: Marmelade oder Vanillecreme in einen Spritzbeutel mit langer Tülle füllen und die Kräppelchen von der Seite her füllen.

Tipps

  • Die richtige Öltemperatur ist entscheidend: zu heiß werden sie außen dunkel, innen roh; zu kalt saugen sie zu viel Fett auf.
  • Nicht zu viele Teiglinge gleichzeitig frittieren, sonst fällt die Temperatur zu stark ab und die Kräppelchen werden ölig.
  • Falls der Teig zu klebrig ist, nur wenig Mehl nachgeben – der Teig sollte weich und elastisch bleiben.
  • Frisch schmecken sie am besten; Reste lassen sich kurz bei 150°C im Ofen (5–8 Minuten) aufbacken, so werden sie wieder etwas knusprig.
  • Hefe immer mit lauwarmer (nicht heißer) Flüssigkeit aktivieren, sonst verliert sie ihre Triebkraft.

Varianten

  • Marmeladenfüllung: Klassisch mit Aprikosen- oder Pflaumenmus gefüllt.
  • Vanillepuddingfüllung: Mit selbstgemachter oder gekaufter Vanillecreme für extra Süße.
  • Zimt-Zucker: Noch warm in einer Mischung aus Zucker und gemahlenem Zimt wälzen anstatt Puderzucker.
  • Quark-Kräppelchen: 100 g Quark in den Teig einarbeiten für eine etwas frischere, saftigere Textur.
  • Schokoladenglasur: Mit Zartbitter- oder Vollmilchschokolade überziehen und mit gehackten Nüssen bestreuen.

Darauf kommt es an

Die Öltemperatur entscheidet alles. Unter 170 Grad saugen sich die Kräppelchen voll, über 180 werden sie außen dunkel und innen roh. Ich lege immer nur vier bis fünf Stück gleichzeitig in den Topf, sonst fällt die Temperatur zu stark ab. Und den Puderzucker erst aufs abgekühlte Gebäck sieben, auf warmen Kräppelchen löst er sich sofort auf.

Abwandlungen

  • Statt Puderzucker die noch warmen Kräppelchen in Zimtzucker wälzen, dafür 60 g Zucker mit 1 TL Zimt mischen.
  • Mit Hagebuttenmarmelade füllen, wie man sie auf dem Weihnachtsmarkt bekommt, Vanillecreme passt genauso.
  • Für Silvester 50 g Rosinen 30 Minuten in Rum einweichen, abtropfen lassen und nach dem Kneten unter den Teig arbeiten.

Aufbewahren und Aufwärmen

Kräppelchen schmecken am Backtag am besten. Ungefüllt halten sie in einer Blechdose bei Zimmertemperatur zwei Tage, gefüllte gehören in den Kühlschrank und sollten am selben Tag gegessen werden. Einfrieren geht ungefüllt bis zu drei Monate: über Nacht auftauen lassen, fünf Minuten bei 150 Grad aufbacken und erst danach zuckern.

Das werde ich oft gefragt

Kann ich statt frischer Hefe Trockenhefe nehmen?
Ja, 7 g Trockenhefe entsprechen den 21 g frischer Hefe. Die Trockenhefe mischst du direkt unter das Mehl und gibst die lauwarme Milch später dazu. Das Vorschäumen entfällt, dafür braucht der Teig oft zehn Minuten länger, bis er sich sichtbar verdoppelt hat.
Warum bleiben meine Kräppelchen innen roh?
Dann war das Öl zu heiß oder die Teiglinge waren zu groß. Bei 170 bis 175 Grad und 30 bis 40 Gramm pro Stück braucht jede Seite zwei bis drei Minuten. Werden sie in einer Minute dunkel, nimm den Topf kurz von der Platte und warte.
Wie fülle ich sie, ohne dass alles wieder herausquillt?
Erst vollständig abkühlen lassen, sonst wird die Marmelade dünn. Dann mit einer langen Tülle seitlich in die helle Trennlinie stechen, bis zur Mitte schieben und langsam füllen, bis sich das Kräppelchen schwerer anfühlt. Ein knapper Teelöffel pro Stück reicht.
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