Nudeln wie vom Asiaten mit 100 g Weißkohl & 250 g Putenbrust
Nudeln wie vom Asiaten mit 100 g Weißkohl & 250 g Putenbrust
Mein Enkel bringt sich sonst immer die Nudelbox vom Imbiss mit. Seit ich das selbst mache, spare ich mir das. Der Trick sind hohe Hitze und Vorbereitung: Alles muss geschnitten in Schälchen bereitstehen, denn im Wok ist die Sache in acht Minuten zu Ende. Die 100 g Weißkohl sind bei mir meistens ein Rest vom Vortag, und die Putenbrust in dünnen Streifen bleibt zart, wenn sie kurz in Sojasauce zieht.
Zutaten
- 250 g Weizennudeln (z. B. Mie- oder Eiernudeln)
- 250 g Putenbrust (in dünnen Streifen)
- 100 g Weißkohl (fein geschnitten)
- 1 Karotte (ca. 100 g, in feinen Stiften/Julienne)
- 1 rote Paprika (in Streifen)
- 2 Frühlingszwiebeln (in Ringen)
- 1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
- 1 cm Ingwer (gerieben oder fein gehackt)
- 2 EL Sojasauce (hell oder nach Geschmack)
- 1 EL Austernsauce (optional für mehr Tiefe)
- 1 TL Zucker oder 1/2 TL Honig
- 1 EL Sesamöl
- 2 EL neutrales Öl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl) zum Braten
- Saft einer halben Limette (optional)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1 TL geröstete Sesamsamen zum Bestreuen
- Chiliflocken oder Sriracha nach Belieben (optional)
Zubereitung

- Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, Nudeln nach Packungsanweisung (meist 3–5 Minuten) bissfest kochen, abgießen und mit etwas Sesamöl oder 1 TL Öl vermengen, damit sie nicht kleben.
- Putenbruststreifen in einer Schüssel mit 1 EL Sojasauce, etwas Pfeffer und 1/2 TL Zucker kurz marinieren (ca. 5–10 Minuten), das reicht für Geschmack und zarte Oberfläche.
- In einer kleinen Schale die restliche Sojasauce, Austernsauce, 1 TL Zucker/Honig und das Sesamöl zu einer glatten Sauce verrühren; bei Bedarf 1–2 EL Wasser zufügen, damit sie flüssiger wird.
- Wok oder große Pfanne auf hohe Temperatur erhitzen, 1 EL neutrales Öl hinzugeben. Die marinierten Putenstreifen portionsweise 2–3 Minuten kräftig anbraten, bis sie außen Farbe haben und innen durchgehend gar sind; herausnehmen und warm stellen.
- Restliches Öl in den Wok geben, Knoblauch und Ingwer kurz (30–40 Sekunden) anschwitzen, dann Karotte und Paprika 2–3 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie leicht weich, aber noch knackig sind.
- Weißkohl hinzufügen und weitere 1–2 Minuten mitbraten, bis er leicht zusammenfällt, aber noch Biss hat. Frühlingszwiebeln kurz einrühren.
- Putenstreifen zurück in den Wok geben, die vorgekochten Nudeln dazugeben und die vorbereitete Sauce gleichmäßig darüber gießen; alles 1–2 Minuten kräftig durchschwenken, damit die Sauce die Nudeln umhüllt und alles gut erhitzt ist.
- Mit Limettensaft, bei Bedarf Salz oder extra Sojasauce abschmecken. Auf Tellern anrichten und mit gerösteten Sesamsamen sowie optional Chiliflocken bestreuen. Sofort servieren.
Tipps
- Putenbrust sehr dünn schneiden – dann gart sie schnell und bleibt zart.
- Gemüse nur kurz und auf hoher Hitze braten, so bleibt es knackig und farbenfroh.
- Nudeln nach dem Abgießen mit etwas Öl vermengen, damit sie beim Wenden nicht verklumpen.
- Sauce vorab mischen, dann beim Wokvorgang alles schnell kombinieren – das verhindert Überkochen.
- Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu 2 Tage aufbewahren und bei mittlerer Hitze in der Pfanne mit einem Spritzer Wasser kurz aufwärmen.
Varianten
- Vegetarisch: Pute durch festeren Tofu ersetzen und 1 EL Sojasauce extra zum Marinieren verwenden.
- Meeresfrüchte: Garnelen statt Pute verwenden; Garnelen nur kurz (1–2 Minuten) braten.
- Würziger Stil: 1 EL Chilipaste (z. B. Sambal Oelek) zur Sauce geben für mehr Schärfe.
- Knusprig: Gehackte Erdnüsse oder Cashews zum Bestreuen verwenden für Textur und Aroma.
- Leichter: Vollkorn- oder Reisnudeln verwenden und die Austernsauce weglassen, dafür mehr Sojasauce und Limette.
Darauf kommt es an
Brate die Putenstreifen unbedingt in zwei Portionen. Liegt alles auf einmal im Wok, sinkt die Temperatur, das Fleisch zieht Wasser und wird grau statt braun. Und gib die angerührte Sauce erst ganz zum Schluss dazu, wenn Nudeln und Gemüse schon heiß sind – kommt sie früher auf den heißen Boden, verbrennt der Zucker darin und schmeckt bitter.
Abwandlungen
- Ohne Fleisch nehme ich 200 g festen Tofu, presse ihn 10 Minuten zwischen Küchenpapier aus und brate ihn genauso scharf an wie die Pute.
- Statt Mie-Nudeln passen breite Reisbandnudeln; die weiche ich nur in heißem Wasser ein, statt sie zu kochen, sonst zerfallen sie im Wok.
- Ein Ei, das ich vor dem Gemüse im Wok stocken lasse, herausnehme und zum Schluss wieder unterhebe, macht die Pfanne sättigender.
Aufbewahren und Aufwärmen
Reste kommen abgekühlt in eine Dose und halten sich zwei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen gebe ich sie mit zwei Esslöffeln Wasser zurück in die heiße Pfanne, dann werden die Nudeln wieder locker statt trocken. Einfrieren würde ich sie nicht: Paprika und Weißkohl werden beim Auftauen weich und wässrig.
Das werde ich oft gefragt
- Ich habe keine Austernsauce da – was nehme ich stattdessen?
- Lass sie weg und nimm einen halben Esslöffel Sojasauce mehr plus eine Messerspitze Tomatenmark, das gibt ähnliche Tiefe. Schmeck danach unbedingt nach, denn ohne Austernsauce fällt die Sauce salziger und weniger süß aus.
- Kann ich Hähnchenbrust statt Putenbrust nehmen?
- Ja, eins zu eins. Hähnchen braucht im heißen Wok eher zwei als drei Minuten und bleibt saftiger, wenn du die Streifen nicht dünner als einen halben Zentimeter schneidest. Schweinefilet geht genauso, das brate ich eine Minute länger.
- Warum kleben meine Nudeln zusammen, bevor sie in den Wok kommen?
- Weil sie ohne Fett abkühlen. Misch sie direkt nach dem Abgießen mit einem Teelöffel Öl und breite sie flach aus, statt sie im Sieb aufeinanderliegen zu lassen. Lange kalt abspülen würde ich sie nicht, dann nehmen sie die Sauce schlechter an.
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