Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Kiesgrubenkuchen der einfach immer schmeckt, 2 Dosen Mandarinen!

Kiesgrubenkuchen der einfach immer schmeckt, 2 Dosen Mandarinen!
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 40–45 Minuten
Gesamt 60–65 Minuten

Der Kiesgrubenkuchen mit zwei Dosen Mandarinen ist so ein Rührkuchen, der einfach immer schmeckt: eine zarte, feine Krume und saftige Fruchtinseln darin. Ich sage dir genau, wie heiß der Ofen sein muss, wann du nachschaust und woran du merkst, dass er durch ist. So gelingt er dir jedes Mal gleich.

Warum es sich lohnt

Feinporige Butterkrume und saftige, süßsäuerliche Mandarinen, die beim Backen ein wenig karamellisieren – das ist der ganze Reiz. Damit der Teig nicht durchweicht, lässt du die Dosen gut abtropfen und tupfst die Stücke trocken; dann bleibt der Geschmack klar und kräftig. Und auf den Rand musst du ein bisschen achten, damit der Kuchen gleichmäßig aufgeht.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 2 Dosen Mandarinen (je 312 g, abgetropft insgesamt ca. 350 g)
  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • 15 g Speisestärke (Maisstärke)
  • 1 Päckchen Backpulver (15 g)
  • 200 g Zucker
  • 200 g Butter, zimmerwarm
  • 3 Eier, Gr. M, zimmerwarm
  • 50 ml Milch, zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt (ca. 5 ml)
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben (optional)
  • Springform ø 26 cm, gefettet und mit Backpapier ausgelegt

Zum Verfeinern

  • Optional: 2 EL Aprikosenmarmelade, kurz erhitzt und durch ein Sieb gestrichen, für den Glanz

So bereite ich es zu

Kiesgrubenkuchen der einfach immer schmeckt, 2 Dosen Mandarinen! – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Schritt 1:

Ich heize den Backofen auf 170 °C Umluft / 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Die Springform (ø 26 cm) fette ich und lege den Boden mit Backpapier aus. Lass die Mandarinen richtig gut abtropfen und tupf sie mit Küchenpapier trocken, sonst ziehen sie beim Backen zu viel Feuchtigkeit in die Krume.

Schritt 2:

Schlag die 200 g Butter mit 200 g Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer richtig luftig, bis die Masse hell wird. Dann rühr die 3 Eier einzeln unter und warte jedes Mal, bis das Ei ganz eingearbeitet ist; 1 TL Vanilleextrakt dazu. Mehl, 15 g Speisestärke, 1 Päckchen Backpulver und 1 Prise Salz siebst du zusammen und hebst sie abwechselnd mit 50 ml Milch unter den Teig – kurz und gleichmäßig. Rühr nicht zu lange, sonst wird die Krume zäh.

Schritt 3:

Die abgetropften Mandarinen hebe ich ganz vorsichtig mit dem Teigspatel unter, damit die Segmente heil bleiben. Der Teig soll gleichmäßig sein, aber nicht totgerührt: geschmeidig, glänzend, und er fällt schwer vom Löffel.

Schritt 4:

Füll den Teig in die vorbereitete Form, streich die Oberfläche glatt und schieb die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Er braucht 40–45 Minuten. Nach etwa 30 Minuten schaue ich nach der Farbe; wird er zu dunkel, lege ich Alufolie darüber. Fertig ist er, wenn die Oberfläche goldbraun ist, der Rand sich leicht von der Form löst und an der Nadel fast nur trockene Krümel hängen.

Schritt 5:

Ich lasse den Kuchen etwa 10 Minuten in der Form abkühlen, löse dann den Springformrand und stelle ihn zum vollständigen Auskühlen auf ein Gitter. Wenn du magst, bestreich die noch leicht warme Oberfläche mit 2 EL Aprikosenmarmelade, dann glänzt sie schön. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Gib ihm mindestens 30–60 Minuten Ruhe, dann verteilt sich die Feuchtigkeit und die Krume setzt sich.

Meine Tipps

  • Butter und Eier sollen Zimmertemperatur haben: bei 20–22 °C verbinden sie sich gut und die Masse gerinnt nicht.
  • Ich backe mit Umluft bei 170 °C, weil die Hitze dann gleichmäßiger steht. Bei Ober-/Unterhitze gehe ich auf 180 °C. Wird der Kuchen sehr dunkel, nimm 10–15 °C weg.
  • Drück die Mandarinen nicht in den Teig; heile Segmente geben später die schönen Fruchtinseln. Und tupf sie trocken, damit nichts durchweicht.
  • Bräunt der Rand zu schnell, deck den Kuchen nach 25–30 Minuten mit Folie ab. Mit einem Thermometer bist du auf der sicheren Seite: bei 95–98 °C im Teiginneren ist er durch.

Zutaten austauschen

  • Frische Mandarinen: die Segmente vorsichtig filetieren. Der Kuchen schmeckt frischer und säuerlicher, die Frucht bleibt etwas trockener.
  • Andere Dosenfrüchte (Pfirsich, Ananas): sie sollen fest sein; sehr saftige Früchte vorher in Speisestärke wenden.
  • Glutenfrei: eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 nehmen; wenn nötig 1 TL Xanthan für die Struktur.
  • Ohne Laktose: die Butter durch pflanzliche Margarine ersetzen oder ¾ der Buttermenge als neutrales Öl nehmen (steht auch unten bei den Fragen); der Kuchen wird geschmeidiger und schmeckt etwas weniger nach Butter.

So kannst du abwandeln

  • Mit Mandeln: 50 g gemahlene Mandeln vom Mehl abziehen und dafür dazugeben, das schmeckt nussig.
  • Mit Schokolade: 50–80 g dunkle Schokolade grob hacken und untermischen, das gibt eine herbe Note.
  • Gestürzt: die Mandarinen auf den Formboden legen und den Teig daraufgeben; nach dem Stürzen hast du eine karamellisierte Oberfläche.
  • Mit Mandelcreme: eine dünne Schicht Frangipane unter den Teig, das macht ihn gehaltvoller.
  • Oder ganz anders: Mandarinen-Curd in zwei Portionen Teig einrühren – das gibt ein marmoriertes Muster und mehr Zitrusnote.

Noch offene Fragen?

Kann ich einen Teil davon vorher fertig machen?
Ja. Ich backe den Kuchen, lasse ihn ganz auskühlen und stelle ihn abgedeckt bei Zimmertemperatur bis zu 48 Stunden hin. Länger hält er in Folie gewickelt im Kühlschrank, bis zu 4 Tagen. Zum Aufwärmen: 160 °C für 6–8 Minuten in den Ofen, dann schmeckt er wieder frisch.
Was ändert sich, wenn ich für mehr Personen koche?
Ja. Nimm eine größere Form (Ø 30–32 cm oder ein Blech mit 30 x 40 cm) und gib etwa 10–15 Minuten Backzeit dazu; prüf mit den Augen und mit der Nadelprobe.
Was passiert, wenn ich Öl statt Butter nehme?
Das geht, nur verlierst du etwas vom Buttergeschmack. Nimm etwa ¾ der Menge Öl (also 150 g) und 10–20 g mehr Speisestärke, damit der Kuchen Halt bekommt.
Wann ist es durch?
Die Oberfläche ist goldbraun und der Rand hat sich leicht von der Form gelöst. Auf leichten Druck federt der Kuchen zurück. An der Nadel hängen höchstens ein paar trockene Krümel. Im Inneren sind es dann ungefähr 95–98 °C.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Kein Vanilleextrakt: 1 Päckchen Vanillezucker nehmen. Keine Eier: pro fehlendem Ei 60 g Apfelmus als Bindung, der Kuchen wird dann dichter. Kein Mehl Type 405: Type 550 oder Dinkelmehl 630 gehen 1:1, dann brauchst du eventuell etwas mehr oder weniger Flüssigkeit.

Wozu ich es reiche

Ich schneide den Kuchen in gleichmäßige Stücke und serviere ihn leicht warm oder bei Zimmertemperatur. Ein wenig Puderzucker darüber oder der Glanz von der Aprikosenmarmelade – mehr braucht er nicht. Dazu passen Schlagsahne, Crème fraîche oder ein einfacher Vanilleschaum, und zum Trinken kräftiger Kaffee, schwarzer Tee oder ein trockener Weißwein.

Reste und Aufbewahrung

  • Aufbewahrung: Abgedeckt bei Zimmertemperatur 2–3 Tage, gekühlt bis zu 4 Tage. Vor dem Servieren kurz auf Zimmertemperatur kommen lassen.
  • Wiedererwärmen: 160 °C für ein paar Minuten in den Ofen, bitte nicht in die Mikrowelle, sonst wird die Krume gummig.
  • Zur Sicherheit: Wenn frische Sahne oder Crème fraîche dazukommen, gehört der Kuchen in den Kühlschrank.
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