Kartoffelgratin ohne Sahne – die leichte Variante – herzhaft, warm und unglaublich lecker
Sahne habe ich nicht immer im Haus, ein Gratin will die Familie trotzdem. Hier ziehen die dünnen Kartoffelscheiben acht Minuten in Milch und Gemüsebrühe, dabei geben sie Stärke ab, und genau die bindet die Flüssigkeit später im Ofen zu einer sämigen Sauce. Der halbierte Knoblauch kommt nur zum Mitziehen hinein und wird wieder herausgenommen, das reicht völlig.
Dieses Kartoffelgratin ohne Sahne ist die leichtere Version des klassischen Ofengerichts und trotzdem wunderbar cremig. Dünn geschnittene Kartoffeln garen in einer Mischung aus Milch, Gemüsebrühe, Knoblauch und Muskat, wodurch sie zart werden und viel Geschmack aufnehmen. Eine goldene Käseschicht sorgt für die herzhafte Kruste, die bei einem guten Gratin einfach dazugehört. Das Rezept passt perfekt als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Gemüse, schmeckt aber auch solo mit einem grünen Salat richtig gut. Ideal für gemütliche Tage, an denen etwas Warmes aus dem Ofen auf den Tisch soll.
Zutaten
- 1 kg überwiegend festkochende Kartoffeln
- 300 ml Milch
- 150 ml Gemüsebrühe
- 1 Knoblauchzehe
- 100 g geriebener Gouda oder Bergkäse
- 1 TL Butter für die Form
- 1 TL Salz
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung

Kartoffeln vorbereiten
Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln schälen und in etwa 2 mm dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Eine Auflaufform mit Butter einfetten und die Knoblauchzehe halbieren.
Milchmischung ansetzen
Milch, Gemüsebrühe, Salz, Muskat und Pfeffer in einem Topf erhitzen. Die Knoblauchhälften dazugeben, die Kartoffelscheiben einlegen und alles bei niedriger Hitze 8 Minuten sanft köcheln lassen, dabei vorsichtig umrühren.
Gratin einschichten
Die Knoblauchhälften entfernen. Kartoffeln samt Flüssigkeit in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig verteilen. Den geriebenen Käse darüberstreuen.
Backen
Das Kartoffelgratin ohne Sahne auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich sind und die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Mein Tipp
Die Scheiben müssen dünn sein, etwa zwei Millimeter, am besten mit dem Hobel. Beim Köcheln nur ganz vorsichtig umrühren, sonst brechen sie und aus dem Gratin wird Kartoffelbrei. Die trübe Kochflüssigkeit auf keinen Fall weggießen, die abgelöste Stärke darin ist der ganze Grund, warum dieses Gratin ohne Sahne bindet.
Andere Ideen
- Mit Bergkäse statt Gouda schmeckt es kräftiger und bekommt eine festere Kruste.
- Zwei dünn gehobelte Zwiebeln zwischen die Kartoffelschichten gelegt machen daraus ein herzhafteres Ofengericht.
- Für mehr Gemüse hobelst du 200 g Knollensellerie mit und lässt ihn zusammen mit den Kartoffeln in der Milch ziehen.
Aufheben und Einfrieren
Abgedeckt hält das Gratin im Kühlschrank 3 Tage. Zum Aufwärmen mit drei Esslöffeln Milch beträufeln und bei 170 °C etwa 20 Minuten abgedeckt backen. Einfrieren mag ich hier nicht, die Kartoffelscheiben werden nach dem Auftauen mehlig und die Sauce trennt sich.
Häufige Fragen
- Kann ich laktosefreie Milch nehmen?
- Ja, die 300 ml laktosefreie Milch verhalten sich beim Köcheln genauso. Sie schmeckt etwas süßer, deshalb würze ich dann mit einer zusätzlichen Prise Salz und etwas mehr Pfeffer nach.
- Warum wird meine Sauce nicht sämig?
- Meist waren die Kartoffeln zu dick geschnitten oder es waren festkochende statt überwiegend festkochender. Nur die überwiegend festkochenden geben beim achtminütigen Köcheln genug Stärke ab, um Milch und Brühe zu binden.
- Kann ich das Gratin vorbereiten?
- Du kannst es fertig geschichtet mit Käse zwei Stunden vorher in die Form geben und kühl stellen. Dann rechne im Ofen mit zehn Minuten mehr, weil die Form kalt in den Backofen kommt.
Schreibe einen Kommentar