Kartoffel-Gnocchi mit Salbeibutter – perfekt, wenn spontan Besuch kommt
Wenn abends unangemeldet jemand vor der Tür steht, greife ich zu den fertigen Gnocchi aus dem Kühlregal. Bis das Wasser kocht, sind die Salbeiblätter gewaschen, und mehr braucht dieses Essen nicht. Der Salbei wird in der Butter knusprig, die Butter selbst darf nussbraun werden – das ist der ganze Geschmack. Mit 800 g werden vier Leute satt, und auf dem Tisch steht es nach einer Viertelstunde.
Kartoffel-Gnocchi mit Salbeibutter sind ein schnelles, schlichtes Gericht, das trotzdem nach kleinem italienischem Lieblingsessen schmeckt. Frische Gnocchi aus dem Kühlregal sind in wenigen Minuten gar, während die Butter mit Salbei nussig aufschäumt und ihren feinen Duft entfaltet. Genau richtig, wenn spontan Besuch vor der Tür steht oder abends ohne großen Aufwand etwas Warmes auf den Tisch soll. Mit Parmesan, schwarzem Pfeffer und etwas Kochwasser entsteht eine seidige Sauce, die sich wunderbar um die Gnocchi legt.
Zutaten
- 800 g frische Kartoffel-Gnocchi aus dem Kühlregal
- 80 g Butter
- 12 frische Salbeiblätter
- 50 g Parmesan, frisch gerieben
- 1 TL Salz für das Kochwasser
- schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 Prise Muskatnuss
Zubereitung

Gnocchi garen
Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Kartoffel-Gnocchi hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 30 Sekunden ziehen lassen, dann mit einer Schaumkelle herausheben. Etwa 100 ml Kochwasser auffangen.
Salbeibutter zubereiten
Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Salbeiblätter zugeben und 2 bis 3 Minuten braten, bis die Butter leicht nussig duftet und die Blätter knusprig werden.
Alles verbinden
Die Gnocchi direkt in die Salbeibutter geben und vorsichtig schwenken. Etwas Kochwasser zufügen, bis die Butter die Gnocchi glänzend umhüllt. Mit Muskatnuss und Pfeffer würzen.
Servieren
Die Kartoffel-Gnocchi mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und sofort heiß servieren.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Butter darf duften, aber nicht schwarz werden – bei mittlerer Hitze arbeiten und die Pfanne im Blick behalten. Sobald die Salbeiblätter am Rand knistern, kommen die Gnocchi hinein. Das aufgefangene Kochwasser ist wichtig: Die Stärke darin bindet die Butter zu einer Sauce, die an den Gnocchi haftet. Ohne sie schwimmt alles nur im Fett.
Varianten
- Mit 100 g gewürfeltem Speck, der vor der Butter ausgelassen wird, wird daraus ein deftiges Abendessen.
- Statt Parmesan passt geriebener Bergkäse oder alter Gouda, beides schmilzt genauso gut über die heißen Gnocchi.
- Wer es grüner mag, schwenkt eine Handvoll Blattspinat mit in die Salbeibutter, bis er zusammenfällt.
Aufbewahrung
Gnocchi in Salbeibutter sind ein Sofort-Essen. Reste halten im geschlossenen Behälter einen Tag im Kühlschrank. Wärme sie in der Pfanne mit einem Löffel Wasser auf, in der Mikrowelle werden sie zäh. Einfrieren lohnt nicht, die gekochten Gnocchi zerfallen beim Auftauen zu Brei.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich Gnocchi aus dem Vakuumbeutel nehmen?
- Ja, die aus dem Regal funktionieren genauso, brauchen im Wasser aber oft eine Minute länger und schmecken etwas mehliger. Warte in jedem Fall, bis sie oben schwimmen, und rechne dann die 30 Sekunden dazu.
- Was mache ich mit getrocknetem Salbei?
- Getrockneter Salbei wird in der Butter nicht knusprig und schmeckt schnell bitter. Nimm dann nur einen halben Teelöffel, gib ihn erst zum Schluss dazu und lass die Butter nur kurz aufschäumen.
- Warum kleben die Gnocchi zusammen?
- Weil sie zu lange im Wasser lagen oder zu viele gleichzeitig im Topf waren. Hebe sie zügig mit der Schaumkelle heraus und gib sie sofort in die Pfanne, nicht in ein Sieb zum Abtropfen.
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