Ich verrühre 2 Tassen Zucker & 3 Tassen Nüsse für den Schokokuchen
Dieser Schokoladen-Nuss-Kuchen ist ein dunkler, dichter Kuchen mit ordentlich Nüssen drin – saftig in der Mitte, mit leicht knusprigem Rand. Süße und feine Bitternoten halten sich schön die Waage. Er passt als Nachtisch genauso gut wie zum Nachmittagskaffee.
Warum es sich lohnt
Das Besondere an diesem Kuchen ist die große Menge Nüsse (≈ 360 g) – sie machen ihn wunderbar saftig. Mehl und gemahlene Nüsse geben ihm Halt, Kakaopulver und dunkle Schokolade sorgen für den kräftigen, leicht herben Geschmack. Innen ist er fein und nussig, außen bekommt er eine leicht knusprige Kruste – und beim Backen duftet das ganze Haus nach gerösteten Nüssen und Schokolade.
Zutaten
Für das Gericht:
- 400 g Zucker
- 360 g gemahlene Haselnüsse (alternativ: Walnüsse oder Mandeln)
- 200 g Weizenmehl (Type 405)
- 60 g ungesüßtes Kakaopulver
- 10 g Backpulver
- ½ TL feines Meersalz
- 200 g Butter, weich
- 4 Eier, Größe M, Zimmertemperatur
- 120 ml Milch, Zimmertemperatur
- 100 g Zartbitterschokolade (mind. 60 %), grob gehackt
- Fett und Mehl für die Form (oder Backpapier)
Zum Verfeinern
- Wenn du magst: 100 g Zartbitterschokolade und 80 ml Sahne für einen Schokoladenguss.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Heiz den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und fette eine Springform (Ø 23 cm) ein – oder leg den Boden mit Backpapier aus. Sieb 200 g Mehl, 60 g Kakaopulver, 10 g Backpulver und ½ TL Salz in eine Schüssel, damit keine Klümpchen bleiben.
Schritt 2:
Schlag die weiche 200 g Butter mit 400 g Zucker cremig – das dauert 3–4 Minuten auf mittlerer Stufe. Gib die 4 Eier einzeln dazu und rühr nach jedem Ei kurz durch, damit alles schön glatt bleibt. Dann heb abwechselnd die Mehl-Kakao-Mischung und die 120 ml Milch unter – fang mit dem Mehl an und hör damit auch auf. Zum Schluss rühr die 360 g gemahlenen Haselnüsse und die gehackte 100 g Zartbitterschokolade unter.
Schritt 3:
Füll den Teig in die vorbereitete Form und streich die Oberfläche glatt. Beim Backen wird der Rand zuerst fest, und die Oberfläche bekommt feine Risse – das gehört so. Innen bleibt der Kuchen saftig, weil die Nüsse ihr Öl abgeben, und oben karamellisiert der Zucker ein wenig. Der Duft von gerösteten Haselnüssen und Schokolade ist einfach herrlich.
Schritt 4:
Back den Kuchen bei 180 °C für ca. 45 Minuten. Du erkennst, dass er fertig ist, wenn die Oberfläche tiefbraun leicht glänzt und sich der Rand von der Form löst. Beim Stäbchentest dürfen in der Mitte noch ein paar feuchte Krümel hängen – aber kein flüssiger Teig.
Schritt 5:
Lass den Kuchen 15 Minuten in der Form abkühlen, lös ihn dann heraus und lass ihn auf einem Rost ganz auskühlen. Für den Guss erhitz 80 ml Sahne, bis sie fast kocht, gieß sie über die 100 g gehackte Zartbitterschokolade, rühr alles glatt und verteil den Guss auf dem Kuchen. Schneid ihn erst an, wenn er ganz ausgekühlt ist – dann werden die Stücke schön sauber.
Meine Tipps
- Magst du eine besonders feine Krume, ersetz 120 g der gemahlenen Nüsse durch feines Mandelmehl – dann sind keine groben Stückchen mehr drin.
- Damit er gleichmäßig bräunt, nimm Ober-/Unterhitze. Bei Umluft stell den Ofen um 20 °C niedriger (160 °C Umluft).
- Sinkt dir der Kuchen in der Mitte gern ein, lass ihn ruhig 5–10 Minuten länger drin und prüf die Mitte mit dem Stäbchen.
- Statt Butter kannst du gute Pflanzenmargarine nehmen oder geschmacksneutrales Öl (¾ der Menge) – er schmeckt dann etwas weniger nach Butter und wird ein bisschen weicher.
Was du ersetzen kannst
- Mandeln statt Haselnüsse: schmeckt feiner und weniger röstig. Mandeln trocknen den Teig etwas aus, gib darum 30–50 ml mehr Flüssigkeit dazu.
- Walnüsse: etwas herber, die Krume wird weicher – das passt gut zu Zimt oder Kaffee.
- Laktosefrei: Nimm laktosefreie Margarine statt Butter und für den Guss Soja- oder Hafercreme statt Sahne.
- Glutenfrei: Ersetz das Weizenmehl 1:1 durch eine glutenfreie Backmischung (am besten eine mit Bindemittel wie Xanthan) – der Kuchen wird dann etwas bröseliger.
Andere Ideen
- Kaffee-Schoko: Lös 1 EL Instantkaffee in der Milch auf – das macht den Schokoladengeschmack noch kräftiger.
- Orangen-Haselnuss: Gib 2 TL abgeriebene Orangenschale in den Teig, das gibt eine frische Note.
- Mit Karamell: Eine dünne Karamellschicht zwischen den Teigschichten schmeckt herrlich.
- Nusskruste: Misch grob gehackte Nüsse mit Zucker und streu sie vor dem Backen auf den Teig.
- Schoko-Nuss-Terrine: Back den Teig in einer Kastenform, schneid ihn in dünne Scheiben und schichte sie mit einer Mascarponecreme.
Noch offene Fragen?
- Lässt sich das schon am Vortag vorbereiten?
- Ja. Gut abgedeckt hält er sich bis zu 48 Stunden im Kühlschrank. Nimm ihn vor dem Servieren rechtzeitig heraus, damit er Zimmertemperatur annimmt – dann schmeckt er am besten.
- Klappt das Rezept auch für die doppelte Menge?
- Ja. Nimm eine größere Form oder zwei Formen, lass ihn bei Bedarf etwas länger backen und prüf die Mitte mit dem Stäbchen. Die Temperatur bleibt gleich.
- Geht statt Butter auch Öl?
- Ja, es fehlt dann nur etwas vom Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Menge an Öl und etwas weniger Milch, damit der Teig nicht zu feucht wird.
- Wie prüfe ich den Garpunkt?
- Schau einfach hin: Der Rand hat sich leicht von der Form gelöst, die Oberfläche ist tiefbraun mit feinen Rissen. Beim Stäbchentest dürfen nur noch ein paar feuchte Krümel hängen, kein flüssiger Teig.
- Und wenn mir eine Zutat fehlt?
- Fehlt Mehl, nimm zusätzlich gemahlene Nüsse plus 1–2 EL Speisestärke. Fehlt Zucker, kannst du einen Teil durch Honig oder Sirup ersetzen – dann die Menge anpassen und die Backzeit im Auge behalten.
Dazu passt gut
Ich schneide den Kuchen in schöne Stücke und serviere ihn mit einem Klecks ungesüßter Sahne oder einer Kugel Vanilleeis. Ein paar grob gehackte, leicht geröstete Haselnüsse und ein Hauch Kakaopulver darüber sehen hübsch aus. Dazu ein starker schwarzer Kaffee oder ein kräftiger Dessertwein – herrlich.
Reste und Aufbewahrung
- Gut abgedeckt hält er sich 1–2 Tage bei Raumtemperatur, im Kühlschrank bis zu 5 Tage. Vor dem Servieren wieder Zimmertemperatur annehmen lassen.
- Aufwärmen: kurz bei 100–120 °C im Ofen für 5–10 Minuten, dann wird die Kruste wieder schön.
- Machst du eine Cremefüllung mit rohen Eiern, nimm pasteurisierte Eier oder erhitz die Creme.
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