Ich vermische 450g Dinkelmehl mit 150g Joghurt das beste Brot ever!
Aus Dinkelmehl und Joghurt backe ich ein einfaches Brot mit saftiger, aromatischer Krume und einer leicht karamellig-knusprigen Kruste – ohne Hefe und ohne langes Warten. Das gelingt dir auch, wenn du noch nie Brot gebacken hast, und es schmeckt im Alltag genauso gut wie zum Sonntagsfrühstück.
Was dieses Rezept besonders macht
Die Mischung aus 450 g Dinkelmehl und 150 g Joghurt macht die Krume angenehm dicht und leicht nussig; im heißen Ofen bekommt das Brot eine dünne, knusprige Kruste mit schöner brauner Farbe. Du brauchst nur wenige Zutaten und kaum Ruhezeit – und wenn du dich an die Mengen hältst, gelingt es dir jedes Mal wieder.
Zutaten
Für das Gericht:
- 450 g Dinkelmehl (Type 630)
- 150 g Naturjoghurt (3–3,5 % Fett)
- 170 ml Wasser, lauwarm (ca. 25–30 °C) — je nach Teig kommt ein Schluck mehr oder weniger hinein
- 10 g Backpulver (ca. 2 gestrichene TL)
- 10 g Salz (ca. 2 TL)
- 30 ml Olivenöl oder neutrales Pflanzenöl
- Optional: 20 g Honig oder 10 g Zucker für eine leichte Karamellnote
- Optional: 40–60 g Saaten (Leinsamen, Sesam) oder Kerne
Für die Beilage
- Da brauchst du nichts Besonderes; frische Butter, Olivenöl oder ein milder Frischkäse passen wunderbar.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Ich gebe 450 g Dinkelmehl, 10 g Backpulver und 10 g Salz in eine große Schüssel und mische alles trocken durch. Dann drücke ich in die Mitte eine Mulde und gebe 150 g Joghurt, 170 ml Wasser und 30 ml Olivenöl hinein. Mit einem Löffel verrühre ich alles, bis ein grober Teig entsteht.
Schritt 2:
Ich knete den Teig nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist — ca. 1–2 Minuten mit den Händen oder 30–45 Sekunden mit dem Knethaken. Der Teig soll glatt, leicht klebrig, aber gut formbar sein; wenn nötig, gib in 10-ml-Schritten Wasser oder etwas Mehl dazu, bis es passt.
Schritt 3:
Dann darf der Teig abgedeckt 20–30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. Du merkst den Unterschied: Er wird glatter, zieht beim Auseinanderziehen leichte Fäden, und die Oberfläche wird matter. Diese Pause erspart dir langes Kneten, und das Brot backt hinterher gleichmäßiger.
Schritt 4:
Ich heize den Ofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor und stelle, wenn vorhanden, einen gusseisernen Topf (Dutch Oven) oder ein Backblech zum Aufheizen mit hinein. Den Teig forme ich zu einem Laib oder setze ihn in eine gefettete Kastenform. Im vorgeheizten Topf backe ich das Brot zuerst 20–25 Minuten bei 230 °C mit Deckel, dann noch 10–15 Minuten ohne Deckel bei 200 °C, bis die Kruste schön braun ist.
Schritt 5:
Ob das Brot fertig ist, siehst und hörst du: Die Kruste ist gleichmäßig tief goldbraun, und wenn du unten dagegen klopfst, klingt es hohl. Wer ein Thermometer hat, misst in der Mitte — 95–98 °C sollen es sein. Dann lasse ich das Brot auf einem Gitter mindestens 30 Minuten ausruhen, damit sich die Krume setzt und die Feuchtigkeit gut verteilt. Beim Anschneiden wartet eine feinporige, leicht feuchte Krume mit nussigem Geschmack auf dich.
Worauf es ankommt
- Vorheizen: Bring Ofen und Backform auf 230 °C; die große Hitze am Anfang gibt dem Brot Farbe und Trieb.
- Topf-Methode: Back das Brot im gusseisernen Topf 20–25 Minuten mit Deckel — der Dampf bleibt drin und macht die Kruste dünn und knusprig.
- Teig anpassen: Reißt der Teig beim Formen stark, gib 10–20 ml Wasser dazu; klebt er zu sehr, hilft bis zu 25 g Mehl.
- Glutenfrei: Ersetz den Dinkel durch eine glutenfreie Mehlmischung, gib mehr Bindemittel dazu (z. B. 6–8 g Xanthan) und back etwas kürzer; das Brot wird dichter.
Zutaten austauschen
- Statt 150 g Joghurt kannst du 150 g Buttermilch nehmen; das Brot wird dann etwas säuerlicher und die Krume lockerer.
- Laktosefrei: Nimm laktosefreien Joghurt oder pflanzlichen Joghurt (Soja/Hafer); schmeckt fast gleich, bräunt vielleicht ein bisschen anders.
- Glutenfrei: Eine spezielle glutenfreie Mehlmischung mit mehr Bindemittel verwenden; die Krume wird kompakter und der Teig braucht etwas anderes Wasser.
- Olivenöl statt Butter passt hier gut; willst du Butter durch Öl ersetzen, schau in die Fragen unten.
So kannst du abwandeln
- Mit Körnern: Eine Mischung (40–60 g) beim Kneten einarbeiten — gibt nussigen Biss.
- Kräuterbrot: 15 g fein gehackte Kräuter (Rosmarin, Thymian) in den Teig — herrlich zum Grillen.
- Mit Käse: 80 g geriebenen Hartkäse kurz vor dem Formen einarbeiten — macht die Krume feuchter und würziger.
- Süße Variante: 50 g getrocknete Früchte und 20 g Zucker — schön zum Frühstück oder als kleines Dessertbrot.
- Als Fladenbrot: Dünn ausrollen, mit grobem Salz und Olivenöl bestreuen und die Backzeit auf 8–10 Minuten verkürzen.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Wie weit kann ich vorarbeiten?
- Ja, das geht. Du kannst den Teig abgedeckt bis zu 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Backen wieder Zimmertemperatur annehmen lassen und notfalls 10–15 Minuten länger backen.
- Kann ich einfach alles verdoppeln?
- Ja, das klappt gut. Nimm zwei Formen oder einen größeren Topf und back etwa 10–15 Minuten länger; miss zur Sicherheit die Temperatur in der Mitte.
- Butter oder Öl – was ist besser?
- Beides geht, mit Öl fehlt nur etwas vom Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Menge Öl im Vergleich zur Butter, dann stimmt das Verhältnis wieder.
- Woran sehe ich, dass es gar ist?
- Daran erkennst du es: gleichmäßig goldbraune Kruste, hohler Klang beim Klopfen und in der Mitte 95–98 °C. Ist die Kruste blass oder die Unterseite weich, braucht das Brot noch ein paar Minuten.
- Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
- Fehlt Backpulver, hilft Natron mit etwas Säure (z. B. 3 g Natron + 6 g Zitronensaft oder Buttermilch) — das Brot geht dann etwas anders auf und bräunt ein wenig anders.
Wozu ich es reiche
Ich schneide das Brot in Scheiben und toaste sie gern leicht an – mit guter Butter, Olivenöl oder einem Stück gereiftem Käse ein Gedicht. Es verträgt auch kräftigen Belag wie marinierte Tomaten oder Schinken und passt zu Suppen und Salaten, zum Frühstück, zum Brunch und als Beilage zu deftigen Gerichten.
Aufbewahrung
- Aufbewahrung: Im Stoffbeutel bei Zimmertemperatur hält sich das Brot bis zu 2 Tage; für länger schneide ich es in Scheiben und friere es ein.
- Wiedererwärmen: Kurz bei 180 °C für 6–8 Minuten in den Ofen oder in den Toaster — dann ist die Kruste wieder wie frisch.
- Lebensmittelsicherheit: Das Brot selbst ist unkompliziert; nur verderblicher Belag gehört durchgehend gut gekühlt.
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