Apfelringe mit 300 ml Joghurt die backe ich fast 2x in Woche!
Apfelringe im Joghurtteig – die backe ich fast jede Woche, und meistens steht schon jemand am Ofen, bevor sie fertig sind. Außen eine dünne, goldbraune Kruste, innen ein saftiger Apfelring: mehr braucht es nicht, weder als Nachmittagshappen noch als leichter Nachtisch. Ich sage dir unterwegs, worauf du schauen musst, dann gelingen sie dir auch beim ersten Mal.
Warum es sich lohnt
Der Apfel bleibt saftig und bringt seine feine Säure mit, der Joghurt macht den Teig zart und legt sich beim Backen als dünne, knusprige Hülle darum. Das Ganze steht und fällt mit der Feuchtigkeit: Ist der Teig zu nass, bleibt die Hülle schlapp, ist er zu trocken, bröselt sie. Ansonsten ist es ein genügsames Rezept – wenig Zutaten, wenig Zeit, und du kannst es leicht größer machen.
Zutaten
Für das Gericht:
- 3 mittelgroße Äpfel (ca. 600 g; nimm feste Sorten wie Boskop, Jonagold oder Elstar)
- 300 ml Naturjoghurt (3–3,5 % Fett, damit der Teig weder zu dünn noch zu schwer wird)
- 2 Eier (Größe M)
- 100 g Zucker (oder 80 g, wenn die Äpfel schon süß sind)
- 200 g Weizenmehl (Type 405) + etwas Mehl zum Bemehlen
- 1 TL Backpulver (ca. 5 g)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Zimtpulver (wenn du magst)
- 30 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)
- Butter oder Öl zum Einfetten des Backblechs
- Zitronensaft von ½ Zitrone (ca. 10 ml) für die Apfelscheiben
Für die Begleitung (optional):
- Ein einfacher Dip aus 100 ml Joghurt und 1 EL Honig + 1 Prise Zimt
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Heiz den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Schälen musst du die Äpfel nicht. Stich das Kerngehäuse aus und schneide sie in etwa 8–10 mm dicke Ringe – alle gleich dick, dann werden sie auch gleichzeitig gar. Gib die Ringe kurz in eine Schüssel mit Zitronensaft, sonst werden sie braun.
Schritt 2:
Jetzt der Teig: 300 ml Joghurt, 2 Eier, 100 g Zucker und 30 ml Öl mit dem Schneebesen kurz verrühren. Mehl, 1 TL Backpulver und 1 Prise Salz in einer Schüssel mischen und nur so lange unterheben, bis ein gleichmäßiger, leicht dickflüssiger Teig entsteht. Rühr nicht zu lange – ein paar Mehlnester dürfen ruhig bleiben.
Schritt 3:
Wende die Apfelringe erst leicht in Mehl und klopf das überschüssige wieder ab, dann zieh sie durch den Teig, bis sie rundum bedeckt sind. Setz sie mit 2–3 cm Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech, damit die heiße Luft dazwischen durchkommt. Wenn du magst, bestreich sie oben dünn mit geschmolzener Butter, dann werden sie noch schöner braun.
Schritt 4:
Back sie bei 200 °C für 20–25 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun ist. Schau zwischendurch hinein: Die Ränder sollen deutlich gebräunt und knusprig sein, in der Mitte darf der Teig noch ein wenig nachgeben.
Schritt 5:
Nach dem Backen lass die Apfelringe 3–5 Minuten auf dem Blech stehen, dann leg sie auf ein Gitter, sonst schwitzt die Unterseite. Probier vor dem Servieren einen: Die Hülle muss knuspern, der Apfel darunter noch saftig sein und ein bisschen Biss haben. Den Joghurt-Honig-Dip stell extra dazu.
Meine Tipps
- Schneide die Apfelscheiben gleich dick (8–10 mm), dann sind alle zur selben Zeit fertig.
- Bei Umluft nimm 20 °C weniger (also 180 °C Umluft) und schau ab Minute 15 nach der Farbe.
- Rühr Mehl und Flüssigkeit nicht zu lange – sonst wird der Teig zäh.
- Willst du sie dunkler, schieb sie die letzten 1–2 Minuten auf die oberste Schiene oder nimm kurz den Grill. Dabei aber danebenbleiben.
Alternativen
- Mehl: Mit 400 g Dinkelmehl Type 630 schmeckt es nussiger und die Hülle wird etwas dichter.
- Joghurt: griechischer Joghurt macht den Teig gehaltvoller und sämiger; bei pflanzlichem Joghurt nimm ruhig 10–15 % weniger Flüssigkeit.
- Laktosefreie Variante: laktosefreier Joghurt oder eine pflanzliche Alternative; Geschmack und Farbe ändern sich ein wenig.
- Glutenfrei: 1:1 Ersatzmehl (glutenfreie Mischung) plus 1/4 TL Xanthan, damit der Teig zusammenhält.
Varianten
- Mit Haferflocken: grob gehackte Haferflocken unter den Teig mischen, das gibt eine rustikale Hülle.
- Karamellisierte Oberfläche: vor dem Backen dünn mit Sirup bestreichen, dann wird die Farbe kräftiger und es schmeckt nach Karamell.
- Mit Nusskruste: fein gehackte Mandeln oder Haselnüsse auf den feuchten Teig drücken.
- Herzhaft gedacht: statt Zucker 1 TL Salz und 1 EL Parmesan, kurz backen; ergibt ein ungewöhnliches Häppchen.
- Für Neugierige: ein Hauch Rosenwasser im Teig oder etwas Zitronenzeste für eine blumig-frische Note.
Noch offene Fragen?
- Wie weit kann ich vorarbeiten?
- Bis zum Teigbad kannst du alles vorbereiten: Ringe schneiden, säuern und abgedeckt bis zu 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Gebacken wird frisch, das schmeckt man.
- Kann ich einfach alles verdoppeln?
- Ja. Verdopple die Zutaten der Reihe nach und verteil die Ringe auf mehrere Bleche – nacheinander backen oder mit genug Abstand, sonst kommt die Hitze nicht überall hin.
- Butter oder Öl – was ist besser?
- Beides geht, mit Öl fehlt nur ein bisschen vom Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Buttermenge an neutralem Öl oder dieselbe Menge, wenn du es flüssig einrührst.
- Woran sehe ich, dass es gar ist?
- An der Farbe: gleichmäßig goldbraun, die Apfelränder ziehen sich leicht zusammen, die Hülle knuspert. Der Apfel darunter soll saftig sein, aber nicht mehr roh.
- Was tun, wenn eine Zutat fehlt?
- Kein Backpulver im Haus? Dann nimm 1/2 TL Natron + 1 TL Zitronensaft. Kein Joghurt? Dann 200 g Quark + 100 ml Milch, und schau, dass der Teig dabei nicht zu dünn wird.
So serviere ich es
Ich lege die Apfelringe locker auf vorgewärmte Teller, setze einen Klecks vom Joghurt-Honig-Dip daneben und streue sparsam Zimt oder gehackte Nüsse darüber. Zum Nachmittagskaffee, als leichter Nachtisch oder auf dem Buffet – überall gern gesehen. Das Goldbraune macht sich gut neben etwas frischem Grün.
Reste und Aufbewahrung
- Aufbewahren: luftdicht im Kühlschrank bis zu 48 Stunden; vor dem Servieren bei 150 °C für 5–7 Minuten in den Ofen, dann knuspern sie wieder.
- Damit nichts schiefgeht: Nimm frische Eier und stell die Reste kühl, wenn sie länger stehen.
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