Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Warme Süßspeisen

Quark Pfannkuchen ohne Mehl in 5 Minuten gemacht

Quark Pfannkuchen ohne Mehl in 5 Minuten gemacht
Portionen 2 Personen
Vorbereitung 2 Minuten
Garzeit 3 Minuten
Gesamt 5 Minuten

Quarkpfannkuchen ohne Mehl, in 5 Minuten fertig – die mache ich, wenn es schnell gehen muss und trotzdem etwas Warmes auf den Tisch soll. Ich sage dir genau, worauf du bei den Zutaten, bei der Hitze und beim Teig achten musst, damit sie jedes Mal locker und saftig werden.

Warum es sich lohnt

Quark und getrennte Eier – viel mehr braucht es nicht, und trotzdem werden die Pfannkuchen feinporig und saftig. Das Eigelb bringt Fett und Geschmack mit, das steif geschlagene Eiweiß macht sie locker und leicht. Weil so wenig darin ist, schmeckst du auch alles heraus: den leicht säuerlichen Quark, das runde Eigelb und die goldbraune Kruste aus der Pfanne. Und du hast es selbst in der Hand – wie dick der Teig ist und wie heiß die Pfanne, das entscheidet über Farbe und Biss.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 250 g Quark (20 % Fett; für saftige Textur alternativ 40 %)
  • 2 Eier, getrennt
  • 30 ml Milch (oder 30 ml pflanzliche Alternative)
  • 15 g Zucker (optional, je nach gewünschter Süße)
  • Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt (optional)
  • 15 g Butter zum Braten (oder Öl als Ersatz)

Für die Sauce oder Beilage (optional):

  • 150 g gemischte Beeren, 20 g Zucker, 15 ml Wasser, 1 TL Zitronensaft — kurz aufgekocht, dann hast du ein frisches Kompott dazu.

So bereite ich es zu

Quark Pfannkuchen ohne Mehl in 5 Minuten gemacht – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Trenn zuerst die Eier. Die Eigelbe rührst du mit den 250 g Quark, 30 ml Milch, 15 g Zucker, einer Prise Salz und dem Vanilleextrakt glatt. Die Masse soll cremig sein und leicht fließen, Klümpchen dürfen keine mehr drin sein. Ist sie dir zu fest, gib je 5–10 ml Milch dazu – aber sparsam, sonst wird der Teig zu dünn.

Schritt 2:

Die Eiweiße schlägst du steif. Der Rührbesen und die Schüssel müssen ganz sauber sein, sonst wird das nichts. Wenn glänzende Spitzen stehen bleiben, ist es gut. Dann hebst du das Eiweiß ganz behutsam unter die Quarkmasse – nicht rühren, sonst ist die Luft gleich wieder heraus. Richtig ist es, wenn die Masse locker in breiten Bändern vom Löffel fällt.

Schritt 3:

Jetzt stellst du eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze und gibst 15 g Butter hinein. Die Pfanne soll warm sein, aber nichts darf rauchen – so etwa 140–160 °C an der Oberfläche. Wird es zu heiß, verbrennt die Butter und schmeckt bitter. Ist die Pfanne zu kühl, saugen sich die Pfannkuchen mit Fett voll.

Schritt 4:

Mit einem Esslöffel setzt du kleine Häufchen in die Pfanne, etwa 6–7 cm groß. Pro Seite brauchen sie 60–90 Sekunden, bis die Unterseite tiefgolden ist und sich eine feine Kruste bildet. Woran du siehst, dass gewendet werden darf: Die Ränder werden fest, die Oberfläche trocknet an, und es zeigen sich kleine Bläschen.

Schritt 5:

Nach dem Wenden noch 30–60 Sekunden, bis auch die zweite Seite goldbraun ist. Ich lege sie kurz auf Küchenpapier, damit das überschüssige Fett abläuft, und bringe sie gleich auf den Tisch. Lass sie höchstens 1–2 Minuten liegen, dann setzt sich die Masse ein wenig; innen bleiben sie saftig, außen fein knusprig.

Meine Tipps

  • Trenn die Eier, solange sie kühl sind, und schlag das Eiweiß in einer ganz fettfreien Schüssel – so wird es am lockersten.
  • Bleib bei mittlerer Hitze (Pfanne etwa 140–160 °C), dann bräunen sie gleichmäßig und brennen dir nicht an.
  • Butter schmeckt am besten. Nimmst du Öl, dann ein neutrales Pflanzenöl und nur etwa ¾ der Menge Butter, sonst spritzt es dir aus der Pfanne.
  • Ist der Teig zu dünn, rühr 10–15 g Quark unter; ist er zu dick, hilft je 5–10 ml Milch.

Alternativen

  • Joghurt statt Quark: wird flüssiger und weniger säuerlich – nimm 30 g Joghurt mehr, dann stimmt die Konsistenz wieder.
  • Ei-Ersatz statt Eier: Die Pfannkuchen bleiben flach und werden nicht locker. Dafür ist dieses Rezept nichts.
  • Butter durch neutrales Öl: Der Buttergeschmack fehlt, dafür verträgt es mehr Hitze; nimm etwa ¾ der Menge Butter.
  • Laktosefrei: laktosefreier Quark oder griechischer Joghurt – an der Säure ändert das kaum etwas.

Varianten

  • Herzhaft: 1 Frühlingszwiebel fein schneiden und mit 10 g Kräutern (Schnittlauch, Petersilie) unter den Quark heben.
  • Zitrusnote: fein abgeriebene Zitronen- oder Orangenschale in die Masse, das macht sie frisch.
  • Gewürzig: 1/2 TL Zimt und 10 g gehackte Mandeln dazu, das gibt einen nussigen Biss.
  • Für Gäste: die Pfannkuchen als kleine Blinis mit Räucherlachs, Dill und Crème fraîche auf den Tisch.
  • Mit Kompott: Beeren kurz mit Zitronensaft und wenig Zucker einkochen und warm dazugeben.

Noch offene Fragen?

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Ja. Den Quarkteig kannst du bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Das Eiweiß schlägst du erst kurz vor dem Braten steif und hebst es dann unter. Aufwärmen in der Pfanne bei mittlerer Hitze, 1–2 Minuten pro Seite.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, aber brat portionsweise – in die Pfanne passt nur so viel, wie hineinpasst. Zwischen den Durchgängen bringst du die Pfanne kurz wieder auf mittlere Hitze, damit die Temperatur stimmt.
Butter oder Öl – was ist besser?
Beides geht, mit Öl fehlt dir nur das Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Menge Butter als neutrales Öl; wer mehr Geschmack möchte, nimmt Ghee.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Die Unterseite ist goldbraun, die Ränder sind fest, die Oberfläche wirkt trocken. Drückst du in die Mitte, federt sie nach – flüssig darf da nichts mehr sein.
Womit kann ich fehlende Zutaten austauschen?
Fehlt der Quark, nimm griechischen Joghurt (ist er magerer, brauchst du etwas mehr davon). Fehlt dir Eiweiß, schlag ein ganzes Ei weniger steif auf und mach die Portionen kleiner.

So serviere ich es

Ich stapele drei, vier kleine Pfannkuchen auf vorgewärmte Teller, siebe etwas Puderzucker darüber oder gebe ein warmes Beerenkompott dazu. Frische Beeren passen gut, ein Klecks Crème fraîche auch – und zur herzhaften Variante ein dünn gehobeltes Stück Räucherlachs. Bei uns gibt es das zum Frühstück, zum Brunch oder als leichten Nachtisch.

Reste und Aufbewahrung

  • Kühl stellen: Reste hältst du bis zu 48 Stunden im Kühlschrank bei ≤ 4 °C.
  • Aufwärmen: in der Pfanne bei mittlerer Hitze, 1–2 Minuten pro Seite. In der Mikrowelle werden sie dicht und gummig.
  • Nimm frische Eier. Für empfindliche Esser lieber pasteurisierte Eier.
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