Jamie Oliver’s Salat mit 1 kg Weißkohl & 150 ml Mayonnaise
Ich mach dir einen Krautsalat nach Jamie Oliver mit 1 kg Weißkohl und 150 ml Mayonnaise. Er passt als Beilage und macht als Hauptgericht auch satt. Wichtig sind zwei Dinge: Der Kohl muss fein geschnitten sein, und beim Dressing müssen Säure, Süße und Würze zusammenpassen. Ich sag dir Schritt für Schritt, wie du dahin kommst und was leicht schiefgeht.
Was dieses Rezept besonders macht
Fein geschnittener Weißkohl bleibt fest und saftig und knackt beim Essen. Dazu die cremige Mayonnaise und die helle Säure von Essig oder Zitrone, das gleicht sich schön aus. Je feiner du schneidest, desto besser nimmt der Kohl das Dressing an. Gemacht ist der Salat schnell, er hält sich gut, und du kannst ihn für zwei Leute oder für eine große Runde machen.
Zutaten
Für das Gericht:
- 1 kg Weißkohl, frisch, feste Köpfe, äußere Blätter entfernt
- 2 mittelgroße Karotten (ca. 200 g), geschält
- 1 kleine rote Zwiebel (ca. 80 g), fein gehackt
- 1 EL frische Petersilie, fein gehackt
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Für die Sauce oder Beilage (technisch notwendig):
- 150 ml Mayonnaise (mittelkräftig)
- 30 ml Weißweinessig oder Apfelessig
- 15 ml Zitronensaft (frisch)
- 10 g Dijon-Senf
- 12 g feiner Zucker oder Honig
- 30 ml Wasser oder Milch (nach Bedarf, wenn die Sauce zu fest ist)
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Nimm die äußeren Blätter vom Kohlkopf ab und halbier ihn. Mit einem scharfen Messer oder einer Mandoline schneidest du den Kohl in sehr feine Streifen (2–3 mm breit). Die Karotten raspelst du grob, die Zwiebel schneidest du fein. Je feiner der Kohl, desto mehr Saft gibt er ab und desto gleichmäßiger wird der Salat.
Schritt 2:
Rühr in einer Schüssel die Sauce an: 150 ml Mayonnaise, 30 ml Essig, 15 ml Zitronensaft, 10 g Dijon-Senf und 12 g Zucker. Ist sie dir zu fest, gib bis zu 30 ml Wasser dazu. Sie soll geschmeidig sein und dünn am Kohl haften, aber nicht davonlaufen.
Schritt 3:
Gib Kohl, Karotten und Zwiebel in eine große Schüssel und streu gleich 1–2 Teelöffel Salz darüber. Das zieht Wasser und macht den Kohl weicher. Nach 5–10 Minuten knetest du ihn kurz mit den Händen durch, bis er leicht nachgibt. Das nimmt ihm die rohe Schärfe.
Schritt 4:
Misch die Sauce gründlich unter den Kohl, so dass jeder Streifen etwas abbekommt. Du siehst es: Der Kohl glänzt gleichmäßig und bleibt hell. Wässrig darf es nicht werden. Steht zu viel Flüssigkeit in der Schüssel, gieß sie ab oder tupf sie mit Küchenpapier auf.
Schritt 5:
Am besten lässt du den Salat 30 Minuten bei 4 °C im Kühlschrank ziehen, dann verbinden sich die Aromen. Vor dem Servieren schmeckst du mit Salz, Pfeffer und, wenn du magst, noch etwas Zitronensaft ab. Häuf ihn locker in eine flache Schale und streu die frisch gehackte Petersilie darüber.
Worauf es ankommt
- Schneiden: Nimm ein sehr scharfes Messer oder eine Mandoline für gleichmäßige 2–3 mm Streifen. Ungleich geschnitten fühlt sich der Salat im Mund unruhig an.
- Salzen: Kurz salzen und kneten (5–10 Minuten) nimmt die Bitterkeit und macht den Kohl geschmeidig, ohne ihn weich werden zu lassen.
- Sauce: Magst du es leichter, nimm 50 ml weniger Mayonnaise und ersetz sie durch griechischen Joghurt. Der Salat wird dann saurer und etwas dünner.
- Temperatur: Kalt serviert (4 °C) schmeckt er am frischesten; wird er zu warm, schmeckt die Mayonnaise ölig vor.
Alternativen
- Mayonnaise ersetzen: 150 ml Mayo → 100 ml griechischer Joghurt und 50 ml Olivenöl. Weniger Fett, mehr Säure, cremiger im Mund und etwas dünner.
- Weißkohl ersetzen: Rotkohl gibt kräftige Farbe und eine leicht nussige Note, fest bleibt er genauso.
- Ohne Laktose: laktosefreie Joghurtprodukte nehmen oder reine Mayonnaise (die ist meist laktosefrei).
- Glutenfrei: Die Zutaten sind es in der Regel; bei Fertigprodukten schau kurz auf die Zutatenliste.
Varianten
- Deutsch klassisch: Fenchelsamen und geriebener Apfel für fruchtige Süße.
- Mediterran: mehr Olivenöl, dazu Zitronenzesten und Kapern.
- Asiatisch angehaucht (zum Ausprobieren): Sesamöl 10 ml, Sojasauce 15 ml und Limettensaft, Koriander statt Petersilie.
- Mit gerösteten Nüssen: Walnüsse oder Haselnüsse für Biss und Nussgeschmack.
- Warm: kurz angebratener Speck und eine warme Vinaigrette statt Mayonnaise, dann wird es rustikal.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Kann ich das Gericht vorbereiten?
- Ja. Ich mach ihn bis zu 24 Stunden vorher und stell ihn bei 4 °C kalt. Steht er länger als 48 Stunden, leiden Biss und Geschmack.
- Kann ich die Menge verdoppeln?
- Ja, nimm nur eine größere Schüssel und einen kräftigen Löffel zum Mischen. Am Geschmack ändert sich nichts, die Ruhezeit wird nur ein wenig länger (+10–15 Minuten).
- Kann ich Butter durch Öl ersetzen?
- Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm ungefähr ¾ der Menge Öl statt der Buttermenge, denn Öl ist flüssiger und bindet anders.
- Woran erkenne ich, dass es fertig ist?
- Bei rohem Salat gehst du nach dem Biss: Der Kohl soll fest sein und nur leicht nachgeben. Und er glänzt gleichmäßig, ohne dass Flüssigkeit in der Schüssel steht.
- Womit kann ich fehlende Zutaten austauschen?
- Keine Mayonnaise da? Nimm Joghurt mit Öl verrührt. Kein Essig? Zitronensaft im gleichen Verhältnis (1:1). Kein Zucker? Honig oder Ahornsirup, bis es gleich süß schmeckt.
So serviere ich es
Ich serviere den Salat kalt in flachen Schalen, locker aufgehäuft und mit fein gehackter Petersilie bestreut. Er passt zu Gegrilltem, in ein Sandwich oder aufs Buffet. Willst du es leicht halten, gib gebackenen Fisch und geröstetes Brot dazu.
Aufbewahrung
- Aufbewahren: im Kühlschrank bei 4 °C, luftdicht verschlossen, höchstens 48 Stunden.
- Aufwärmen: bei Salaten mit Mayonnaise besser nicht, iss ihn kalt.
- Sauber arbeiten: Lass ihn nicht zu lange bei Zimmertemperatur stehen (höchstens 2 Stunden). Gibst du Fleisch dazu, gilt für Geflügel eine Kerntemperatur von 75 °C für Geflügel.
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