Wundersuppe mit 1 Kopf Weißkohl, schnell abnehmen
Diese klare Gemüsesuppe mit einem ganzen Kopf Weißkohl koche ich immer dann, wenn es bei uns etwas leichter zugehen soll. Sie macht schön satt, wärmt durch, und du brauchst dafür nichts Besonderes – ein großer Topf genügt. Frisch gekocht schmeckt sie herrlich, und vorbereiten lässt sie sich auch wunderbar.
Was dieses Rezept besonders macht
Der Kohl bleibt schön bissfest, die Brühe klar und würzig. Das Wurzelgemüse bringt eine feine Süße mit, die Tomate etwas Säure – zusammen schmeckt das rund und ehrlich. Ein kleiner Kniff dabei: Die Suppe darf nicht sprudelnd kochen, sondern nur leise ziehen (80–90 °C), dann bleibt die Brühe klar und nichts kocht über. Und du kannst sie prima portionieren und wieder aufwärmen, ohne dass sie schlechter wird.
Zutaten
Für das Gericht:
- 1 Kopf Weißkohl (ca. 1.000 g), geviertelt und in breite Streifen geschnitten
- 2 Zwiebeln (je ca. 100 g), fein gewürfelt
- 2 Karotten (ca. 200 g), in dünnen Scheiben
- 2 Stangen Sellerie (ca. 120 g), in feinen Scheiben
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 400 g gehackte Tomaten aus der Dose oder frisch
- 1.200 ml Gemüsebrühe (klar, niedriger Natriumgehalt)
- 2 EL Olivenöl (ca. 30 ml)
- 1 Lorbeerblatt
- 2 Zweige Thymian oder 1 TL getrockneter Thymian
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft zum Abrunden
- Frische glattblättrige Petersilie zum Bestreuen
Für die Beilage
- Du brauchst keine Beilage dazu; wenn du magst: 120 g mageres Hühnerfilet, extra gekocht und in Würfeln beim Anrichten dazugegeben.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Erhitze einen großen Topf auf mittlerer Stufe und gib 2 EL Olivenöl hinein. Wenn das Öl leicht schimmert, gib die fein gewürfelten Zwiebeln dazu und lass sie glasig werden (ca. 4–5 Minuten). Dann kommen Knoblauch, Karotten und Sellerie dazu – das ist die würzige Grundlage für die Suppe.
Schritt 2:
Dreh die Hitze kurz höher, gib die gehackten Tomaten dazu und lass sie unter Rühren kurz mitschmoren (ca. 2 Minuten), dann verbinden sich die Aromen schön. Gieß nun mit der Gemüsebrühe (1.200 ml) auf und leg das Lorbeerblatt und den Thymian hinein. Mein Tipp: Nach dem Aufkochen soll die Suppe nur noch leise blubbern (80–90 °C), nicht sprudelnd kochen – so bleibt die Brühe klar.
Schritt 3:
Jetzt kommt der in Streifen geschnittene Weißkohl in den Topf. Stell die Hitze klein und lass alles 35 Minuten sanft ziehen, bis der Kohl weich ist, aber noch etwas Biss hat. Du merkst es auch am Duft: Der rohe Kohlgeruch verschwindet, und es riecht leicht süßlich – dann bist du auf dem richtigen Weg.
Schritt 4:
So erkennst du, dass die Suppe gut ist: Der Kohl ist gleichmäßig weich, die Stücke halten ihre Form, die Brühe ist hell und klar und glänzt ein wenig; am Rand schäumt nichts mehr. Stich mit einer Gabel hinein: leichter Widerstand – dann ist es genau richtig.
Schritt 5:
Nimm den Topf vom Herd, fisch das Lorbeerblatt und die Thymianzweige heraus und schmecke mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und 1 EL Weißweinessig ab – das rundet den Geschmack ab. Lass die Suppe noch 5 Minuten stehen, streu frisch gehackte Petersilie darüber, und dann ab auf den Tisch. Wer mag, gibt das Hühnerfilet dazu.
Worauf es ankommt
- Für eine schöne klare Brühe: Nach dem Aufkochen den Schaum mit einer Kelle abschöpfen und die Suppe nur bei 80–90 °C ziehen lassen.
- Wenn du es kräftiger magst, lass die Zwiebeln länger bei kleiner Hitze goldbraun werden (8–10 Minuten), bevor die Flüssigkeit dazukommt.
- Bei Dosentomaten: Drück sie kurz mit dem Löffel klein, dann verteilen sie sich gleichmäßig; frische Tomaten müssen etwas länger einkochen.
- Wenn du Hühnchen dazu möchtest: Gar das Hühnerfilet vorher, bis es innen 75 °C Kerntemperatur hat, und gib es erst später in Würfeln in die Suppe – so bleibt es saftig.
Was du ersetzen kannst
- Statt Weißkohl: Savoykohl wird weicher und schmeckt leicht nussig; die Garzeit bleibt gleich, das Ergebnis wird zarter.
- Die Gemüsebrühe kannst du durch Hühnerbrühe ersetzen; dann wird die Suppe kräftiger und gehaltvoller.
- Ohne Laktose und Gluten geht das Rezept von Haus aus; schau nur bei fertigen Brühen aufs Etikett, was drinsteckt.
- Wenn frische Tomaten fehlen: 200 g passierte Tomaten plus 100 ml Wasser tun es auch — schmeckt etwas milder.
Andere Ideen
- Klassisch: das Grundrezept, mit Petersilie und Zitronensaft.
- Mediterran: mit 1 TL getrocknetem Oregano und schwarzen Oliven – kräftiger und etwas salziger.
- Asiatisch angehaucht: statt Thymian 1 EL Miso (wer auf Salz achten möchte, lässt das lieber weg) und zum Schluss etwas Sesamöl – schmeckt würziger.
- Mit Biss: vorgegarte Kichererbsen 200 g dazu, dann macht die Suppe noch besser satt.
- Cremig: die Suppe teilweise pürieren und 100 g fettarmer Joghurt einrühren — wird samtiger und milder.
- Mal was anderes: mit geröstetem Kürbis (200 g) und geräuchertem Paprikapulver — süßlich-rauchig, sehr fein.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Kann ich das Gericht vorbereiten?
- Ja. Lass die Suppe innerhalb von 2 Stunden ganz abkühlen und stell sie in den Kühlschrank; dort hält sie sich bis zu 3 Tagen. Zum Aufwärmen langsam auf 80–85 °C erhitzen, dann bleibt das Gemüse schön.
- Kann ich die Menge verdoppeln?
- Ja. Nimm dann entsprechend mehr Flüssigkeit und Gewürze und einen richtig großen Topf, damit alles gleichmäßig gart; das Aufkochen dauert etwas länger.
- Kann ich Butter durch Öl ersetzen?
- Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Buttermenge an Olivenöl; Butter bringt einfach noch ein paar feine Röstnoten mit.
- Woran erkenne ich, dass es fertig ist?
- Schau hin: helle, klare Brühe und gleichmäßig weiche Kohlstreifen. Und die Gabelprobe: Sie soll leicht hineingehen, der Kohl behält aber seine Form und hat noch einen kleinen Biss.
- Und wenn mir eine Zutat fehlt?
- Fehlt der Sellerie, nehme ich fein gewürfelte Lauchzwiebel oder einfach mehr Karotte; fehlt die Tomate, nimm passierte Tomaten mit etwas Wasser. Das verändert Süße und Säure ein bisschen, klappt aber immer.
Dazu passt gut
Ich serviere die Suppe heiß in vorgewärmten Tellern, mit frisch gehackter Petersilie und, wer mag, einem Spritzer Zitronensaft. Dazu passt ein Stück Vollkornbrot oder ein kleiner Salat. Die Suppe ist etwas fürs Mittagessen, fürs Abendbrot – oder zum Vorkochen für die ganze Woche.
Aufbewahrung
- Aufbewahren: Abgekühlt in gut schließenden Dosen hält sich die Suppe bis zu 3 Tage im Kühlschrank; einfrieren kannst du sie bis zu 3 Monate.
- Aufwärmen: Langsam erhitzen, knapp unterm Kochen (80–85 °C) – so bleibt das Gemüse schön und nichts flockt aus.
- Wenn Geflügel hineinkommt: Achte darauf, dass es richtig durchgegart ist, mit einer Kerntemperatur von 75 °C für Geflügel.
Schreibe einen Kommentar