Dinkelbrot mit 100 g Joghurt den ich jede Woche backe!
Dinkelbrot mit 100 g Joghurt den ich jede Woche backe gehört zu den Rezepten, die bei uns nie lange auf dem Tisch stehen. Es reicht für 8 Personen und ist in 200 Minuten fertig. Der Ofen macht die Hauptarbeit bei 35 °C. Ohne Naturjoghurt wäre es nicht dasselbe. In 5 Schritten sind Sie durch. Die Reihenfolge ist wichtiger als die letzte Genauigkeit beim Abwiegen.
Zutaten
Für das Gericht:
- 500 g Dinkelmehl Type 630
- 100 g Naturjoghurt (3,5 % Fett, alternativ laktosefrei)
- 280 ml lauwarmes Wasser (ca. 30–35 °C)
- 7 g Trockenhefe oder 21 g Frischhefe
- 10 g feines Meersalz
- 15 g Honig oder Zucker
- 20 g Olivenöl (optional für weichere Krume)
- Optional: 30 g Sonnenblumenkerne oder Leinsamen für den Teig
Für die Beilage
- Keine zwingende Beilage erforderlich; Butter, Olivenöl oder Sauerrahm passen aromatisch.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Ich mische 500 g Dinkelmehl mit 7 g Trockenhefe in einer großen Schüssel. Separat verrühre ich 100 g Joghurt, 280 ml lauwarmes Wasser, 15 g Honig und 20 g Olivenöl zu einer homogenen Flüssigkeit. Dann gebe ich die Flüssigkeit zum Mehl und arbeite mit einer Teigkarte oder Hand, bis sichtbar eine klebrig-weiche Masse entsteht. Dieser Schritt dient als Autolyse und fördert Glutenentwicklung bei reduziertem Knetaufwand.
Schritt 2:
Ich knete den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche für etwa 6–8 Minuten, bis die Oberfläche geschmeidig, aber noch leicht klebrig ist. Kontrollpunkt: Ziehen Sie den Teig zwischen Daumen und Zeigefinger; entsteht eine dünne, leichte Membran, ist die Glutenentwicklung ausreichend. Achten Sie darauf, nicht überzustrapazieren, da Dinkelproteine empfindlicher sind als Weizen.
Schritt 3:
Ich forme den Teig zu einer Kugel, lege ihn in eine geölte Schüssel und lasse ihn bei Raumtemperatur (ca. 22–24 °C) für 90 Minuten zur Gare stehen. Während der Gare entwickelt sich Volumen um etwa 50–80 %; die Krume wird durch die Säure des Joghurts stabilisiert, sodass die Poren fein und gleichmäßig bleiben.
Schritt 4:
Nach der ersten Gare forme ich den Laib, straffe die Oberfläche und lege ihn in ein bemehltes Gärkörbchen oder auf ein Backblech. Die Schlussgare dauert 30 Minuten. Den Ofen heize ich auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor, mit einem Backstein oder Blech, das Hitze speichert. Ich schneide den Laib mit einem scharfen Messer oder einer Klinge ein, besprühe kurz mit Wasser und schiebe ihn in den Ofen.
Schritt 5:
Backverfahren: 15 Minuten bei 230 °C mit Dampf, danach Luft ablassen und 35 Minuten bei 200 °C fertigbacken. Fertigstellung: Der Laib ist optimal, wenn die Kruste tief goldbraun bis mahagonifarben ist und beim Klopfen auf die Unterseite ein hohler Klang entsteht. Ich lasse das Brot mindestens 60 Minuten auf einem Gitter ruhen, bevor ich anschneide, damit sich Krume setzen und Aromen entfalten können.
Omas Tipps
- Temperaturen: Wasser 30–35 °C, Ofenstart 230 °C, zweite Phase 200 °C.
- Timing: Autolyse und kurze Knetzeit ersetzen übermäßiges Glutenziehen; vermeiden Sie zu langes Kneten, um Bröseligkeit zu verhindern.
- Dampf: Für eine dünne, glänzende Kruste nutzen Sie in den ersten 15 Minuten Backdampf; alternativ eine mit Wasser gefüllte ofenfeste Form auf den Boden stellen.
- Ersatzlösungen: Verwenden Sie bei Fehlen von Frischhefe 7 g Trockenhefe.
Zutaten austauschen
- Teilweiser Austausch von 150–200 g Dinkelmehl durch Dinkelvollkorn verändert Krume (dichter, intensiver im Geschmack) und benötigt +10–15 % Flüssigkeit.
- Joghurt ersetzen durch 100 g laktosefreien Joghurt oder pflanzlichen Soja-Joghurt: Textur bleibt ähnlich, Geschmack leicht reduziert in Milchigkeit.
- Für eine glutenfreie Variante verwenden Sie ein fertiges glutenfreies Brotmehl mit Bindemitteln (Xanthan/Psyllium); Ergebnis wird kompakter und erfordert andere Backzeiten.
So kannst du abwandeln
- Zusatz von 20 g geröstetem Sesam im Teig für nussige Aromatik.
- Ein Teil Roggenmehl (bis zu 25 %) für mehr Säure und rustikale Krume.
- Focaccia-Anlehnung: Teig flach ausrollen, mit Olivenöl, Rosmarin und grobem Salz backen.
- Zusatz von 50 g grob gehackten Walnüssen und 30 g getrockneten Früchten als kreative Interpretation für süß-herbe Varianten.
- Vollkorn-Variante mit langer kalter Führung (über Nacht, 8–12 °C) zur Geschmacksvertiefung.
Häufige Fragen
- Lässt sich das schon am Vortag vorbereiten?
- Ja. Sie können den Teig nach der ersten kurzen Gare abgedeckt 12–18 Stunden im Kühlschrank reifen lassen; vor dem Backen Raumtemperatur annehmen lassen und die Schlussgare auf ~30 Minuten verkürzen. Zum Aufwärmen das Brot bei 160 °C für 8–10 Minuten leicht erhitzen, um Kruste zu reaktivieren.
- Klappt das Rezept auch für die doppelte Menge?
- Ja, mit den notwendigen Anpassungen bei Zeit, Temperatur und Material. Verwenden Sie größere Schüsseln und verlängern Sie Bulk-Fermentation leicht, da größere Teigmengen langsamer auf Temperatur reagieren.
- Geht statt Butter auch Öl?
- Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge an Öl im Vergleich zur Butter; Textur wird etwas weicher.
- Wie prüfe ich den Garpunkt?
- Visuelle Indikatoren: gleichmäßige, tiefe Bräunung, leicht glänzende Kruste. Hören: hohler Klang beim Klopfen auf die Unterseite. Optional: Kerntemperatur 96–98 °C für sichere Fertigstellung.
- Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
- Fehlt Honig, nutzen Sie Zucker im gleichen Gewicht. Kein Olivenöl: ersatzweise neutral schmeckendes Pflanzenöl verwenden. Kein Joghurt: mit 80 g Wasser plus 20 g Zitronensaft oder Essig als Säurezugabe ersetzen, wobei die Textur etwas trockener wird.
Wozu ich es reiche
Ich serviere das Dinkelbrot in Scheiben, leicht angeschröpft, mit Butter, hochwertigem Olivenöl oder zu Suppen und Salaten. Für kalte Platten eignet sich dünn geschnittenes Brot als Basis für Aufstriche; zu kräftigen Käsesorten bildet es einen neutral-nussigen Gegenpol. Der Teig eignet sich gleichermaßen für Frühstück und Abendessen.
Gut zu wissen
- Aufbewahrung: Bei Raumtemperatur in einem Baumwollbeutel 2–3 Tage frisch; Einfrieren in Scheiben bis zu 3 Monate.
- Wiedererwärmen: Kurz bei 160 °C im Ofen für 8–10 Minuten, Kruste wird wieder knusprig.
- Lebensmittelsicherheit: Für Gerichte mit Geflügel oder anderen temperaturkritischen Zutaten gilt 75 °C Kerntemperatur als Sicherheitswert; für Brot keine spezielle Mindesttemperatur außer Fertigstellungsindikatoren.
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