Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Apfelpudding Schnitten ich bereite sie 2x im Monat

Apfelpudding Schnitten ich bereite sie 2x im Monat
Portionen 12 Personen
Vorbereitung 40 Minuten
Garzeit 18 Minuten
Gesamt 340 Minuten

Diese Apfelpudding-Schnitten mache ich wirklich zweimal im Monat: eine knusprige Mürbeteigbasis, darauf frische Äpfel und obendrauf eine glänzende, vanillig-samtige Puddingdecke. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie alles gelingt – mit den Zeiten und Temperaturen, auf die ich mich seit Jahren verlasse.

Warum dieses Rezept funktioniert

Hier kommen drei Schichten zusammen, die sich wunderbar ergänzen: eine knusprige, buttrige Mürbeteigbasis, saftige Äpfel mit leichtem Biss und eine glänzende, seidig-cremige Puddingdecke. Die Säure der Äpfel, die milde Vanille und der buttrige Boden halten sich schön die Waage. Und weil der Boden vorgebacken wird und der Pudding heiß daraufkommt, lassen sich die Schnitten nach dem Kühlen sauber schneiden.

Zutaten

Für das Gericht:

  • Mürbeteig: 250 g Weizenmehl (Type 405), 80 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Eigelb (ca. 18 g), 130 g kalte Butter, 1 TL Vanilleextrakt oder 8 g Vanillezucker.
  • Apfelschicht: 800 g Äpfel (säuerlich-süß, z. B. Boskop oder Elstar), 30 g Zucker, 15 g Zitronensaft, 1 TL Zimt (optional), 15 g Speisestärke.
  • Pudding (Stärke-Vanille): 500 ml Vollmilch, 40 g Zucker, 30 g Speisestärke, 2 Eigelbe, 1 TL Vanilleextrakt.
  • Butter zum Ausfetten der Form, Backpapier, 30 × 20 cm Backform (oder ähnlich).

Für die Sauce

  • Eine extra Sauce braucht es nicht; wenn du magst, passt ein Klecks Schlagsahne oder ein dünner Karamellsirup.

So bereite ich es zu

Apfelpudding Schnitten ich bereite sie 2x im Monat – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Schritt 1:

Zuerst der Mürbeteig: Mehl, Zucker und Salz kurz vermischen. Die kalte Butter in Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen oder einem Knetcutter einarbeiten, bis feine Brösel entstehen. Das Eigelb und die Vanille einkneten – aber nur so lange, bis der Teig gerade zusammenkommt. Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen; so zieht er sich beim Backen nicht zusammen.

Schritt 2:

Ich heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Den Teig auf Backpapier auf die Größe der Form ausrollen, in die gefettete Form legen, die Ränder andrücken und den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Dann Backpapier auflegen und mit Backgewichten oder getrockneten Hülsenfrüchten beschweren – das ist das Blindbacken. Den Boden 15–18 Minuten blind backen, bis er hellgelb ist; danach die Gewichte herausnehmen und noch 2 Minuten backen, damit die Oberfläche nicht weich bleibt.

Schritt 3:

Während der Boden backt, schneide ich die Äpfel in feine Scheiben (ca. 3–4 mm) und mische sie gleich mit Zucker, Zitronensaft, Zimt und Speisestärke. Die Stärke bindet den Saft, der beim Backen austritt – so weicht die Puddingschicht nachher nicht auf. Die Apfelscheiben gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen.

Schritt 4:

Für den Pudding verrühre ich Speisestärke, Zucker und die Eigelbe mit etwas kalter Milch zu einer glatten Paste. Die restliche Milch erhitze ich, bis sie fast kocht. Dann gieße ich die heiße Milch unter Rühren zur Stärkemischung, gebe alles zurück in den Topf und lasse es unter kräftigem Rühren aufkochen. Weiterkochen, bis die Creme sichtbar eindickt und am Löffelrücken haften bleibt (ca. 2–3 Minuten nach dem Aufkochen). Die heiße Vanillecreme gleichmäßig über die Apfelschicht gießen.

Schritt 5:

Die Form lasse ich bei Raumtemperatur 30 Minuten abkühlen und stelle sie dann abgedeckt in den Kühlschrank. Die Schnitten brauchen mindestens 4 Stunden Kälte, besser über Nacht – dann ist der Pudding richtig fest und lässt sich sauber schneiden. Vor dem Servieren mit einem in heißes Wasser getauchten Messer in 12 gleich große Schnitten teilen.

Omas Tipps

  • Verarbeite den Teig kalt: Butter 6–8 °C – dann bleiben die Schichten schön und der Teig schrumpft kaum.
  • Blindbacken: Nimm Backgewichte oder Hülsenfrüchte, damit sich der Boden nicht aufwölbt; er soll hellgelb sein, nicht dunkel.
  • Der Pudding ist fertig, wenn er auf dem Löffel eine klare Spur hält – beim kurzen Aufkochen hat er dann um die 95 °C.
  • Zum Schneiden das Messer vor jedem Schnitt in sehr heißes Wasser tauchen und abwischen – so werden die Kanten sauber und nichts läuft aus.

Alternativen

  • Mehl: Eine glutenfreie Mehlmischung statt Weizenmehl geht; der Teig wird brüchiger, nimm evtl. 5–10 % mehr Bindemittel (z. B. Johannisbrotkernmehl).
  • Milch: Laktosefreie Milch oder ein stärkehaltiger Pflanzendrink (Soja) geht auch; der Pudding wird dann etwas weniger samtig.
  • Stärke: Kartoffelstärke statt Maisstärke ergibt eine etwas glattere Creme.
  • Zucker: Ein Teil lässt sich durch Honig ersetzen; das verändert Feuchte und Farbe, also pass die Mengen an.

Varianten

  • Karamellisierte Äpfel: Die Äpfel vor dem Verteilen kurz in Butter und Zucker anbraten – das Aroma wird kräftiger, der Belag dunkler.
  • Mandelboden: 50 g gemahlene Mandeln ins Mehl geben, das schmeckt fein nussig.
  • Quark-Pudding: Einen Teil der Eigelbe durch 150 g Magerquark ersetzen – wird frischer und leicht säuerlich.
  • Gewürzvariante: Kardamom und Muskat neben dem Zimt geben den Schnitten mehr Würze.
  • Für Naschkatzen: Dünne Schichten aus Karamell und Meersalz zwischen Apfel und Pudding – ein feiner Kontrast.

Häufige Fragen

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Ja, ich mache sie gern am Vortag. Gut durchgekühlt halten sie sich im Kühlschrank 24–48 Stunden, ohne dass sie schlechter werden.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, die Mengen lassen sich verdoppeln. Nimm eine größere Form, back den Boden etwas länger blind (+5–8 Minuten) und gib den Schnitten notfalls mehr Kühlzeit.
Butter oder Öl – was ist besser?
Öl geht, aber ein Teil des Aromas geht verloren und die Textur wird anders. Nimm etwa ¾ der Buttermenge an neutralem Öl und etwas weniger Flüssigkeit.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Der Mürbeteig ist fertig, wenn er hellgelb und fest ist. Der Pudding ist fertig, wenn er beim Aufkochen sichtbar eindickt und am Löffel haften bleibt.
Womit kann ich fehlende Zutaten austauschen?
Fehlt Speisestärke, kannst du zur Not 1:1 mit Mehl andicken – die Creme wird dann weniger klar. Fehlt ein Ei, gib etwas mehr Stärke dazu, damit alles schön fest wird.

So serviere ich es

Ich serviere die Schnitten leicht gekühlt auf einem flachen Teller, mit einem Hauch Puderzucker oder einem feinen Strich Karamellsauce. Dazu passt ein milder Espresso oder ein aromatischer Schwarztee. Sie schmecken zum Nachmittagskaffee, zum Brunch oder als leichter Abschluss nach dem Essen.

Gut zu wissen

  • Aufbewahrung: Abgedeckt im Kühlschrank 2 Tage; danach verliert der Boden seine Knusprigkeit.
  • Wiedererwärmen: Kurz bei 100 °C im Ofen (5–7 Minuten), wenn du sie lauwarm magst; der Pudding wird dabei etwas weicher.
  • Zur Sicherheit: Nimm frische Eier; der Pudding wird kurz aufgekocht und dabei ordentlich durchgehitzt.
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