Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Herzhafte Hauptgerichte

Kartoffelbrot saftig und lange frisch – ohne viel Abwasch, ohne Stress

Kartoffelbrot saftig und lange frisch – ohne viel Abwasch, ohne Stress
Portionen 1 Brot (etwa 1,2 kg, 16 Scheiben)
Vorbereitung 40 Minuten
Garzeit 55 Minuten
Gesamt 1 Stunde 35 Minuten

Bei mir bleibt fast immer eine Schüssel gekochter Kartoffeln übrig, und daraus wird am nächsten Tag dieses Brot. Die 350 g zerdrückten Kartoffeln machen die Krume weich, das Kartoffelwasser kommt gleich mit in den Teig. Geknetet wird mit dem Löffel, mehr braucht es nicht. Nach anderthalb Stunden Gehzeit backt es kräftig aus und bleibt mehrere Tage saftig, ohne dass ich es einwickeln muss.

Dieses Kartoffelbrot wird mit gekochten Kartoffeln gebacken und bleibt dadurch wunderbar saftig, weich und lange frisch. Es passt zum Frühstück mit Butter und Marmelade genauso gut wie abends zu Käse, Suppe oder einem einfachen Brotzeit-Teller. Der Teig wird direkt in einer großen Schüssel angerührt, braucht keine komplizierte Technik und lässt sich auch ohne Küchenmaschine gut zubereiten. Beim Backen entsteht eine kräftige Kruste, während die Krume schön locker und aromatisch bleibt. Ein ehrliches, unkompliziertes Brot für jeden Tag.

Zutaten

  • 350 g mehligkochende Kartoffeln, geschält gewogen
  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 100 g Roggenmehl Type 1150
  • 20 g frische Hefe
  • 180 ml lauwarmes Kartoffelwasser oder lauwarmes Wasser
  • 12 g Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Rapsöl
  • etwas Mehl zum Formen

Zubereitung

Kartoffelbrot saftig und lange frisch – ohne viel Abwasch, ohne Stress – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Kartoffeln vorbereiten

Die Kartoffeln in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen, abgießen und dabei etwas Kochwasser auffangen. Kartoffeln kurz ausdampfen lassen, dann in einer großen Schüssel fein zerdrücken.

Teig anrühren

Hefe und Zucker im lauwarmen Kartoffelwasser auflösen. Mehl, Roggenmehl, Salz, Hefewasser und Öl zu den Kartoffeln geben und alles mit einem stabilen Löffel oder den Händen zu einem weichen, leicht klebrigen Teig vermengen.

Teig gehen lassen

Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist. Nach der Hälfte der Zeit den Teig einmal vom Rand zur Mitte falten.

Brot formen

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz rund oder länglich formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Abgedeckt weitere 30 Minuten ruhen lassen.

Kartoffelbrot backen

Den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot leicht einschneiden und 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 35 bis 40 Minuten backen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist und das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

Mein Tipp

Das Kartoffelwasser muss lauwarm sein, nicht heiß – über 40 Grad geht die Hefe kaputt und der Teig bleibt liegen. Halte den Finger hinein, es darf sich nur angenehm warm anfühlen. Der Teig bleibt danach klebrig, das ist richtig so. Knete keinesfalls mehr Mehl ein, sonst wird die Krume trocken und das Brot fest.

Andere Ideen

  • Einen Teelöffel ganzen Kümmel oder Fenchelsamen in den Teig geben, das passt zu deftigem Belag.
  • Statt Roggenmehl nehme ich 100 g Dinkelvollkornmehl, dann wird das Brot etwas nussiger.
  • Aus derselben Menge forme ich manchmal zwölf Brötchen und backe sie bei 220 °C nur 20 bis 25 Minuten.

Aufheben und Einfrieren

Im Brottopf oder in ein Leinentuch geschlagen bleibt das Brot vier bis fünf Tage frisch, mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett gelegt. In den Kühlschrank gehört es nicht, dort wird es schnell altbacken. In Scheiben eingefroren hält es drei Monate und lässt sich direkt im Toaster auftauen.

Häufige Fragen

Kann ich Trockenhefe statt frischer Hefe nehmen?
Ja, ein Päckchen mit 7 g ersetzt die 20 g frische Hefe. Misch sie trocken unter das Mehl und gib das lauwarme Kartoffelwasser dann direkt dazu. Plane bei der ersten Gehzeit zehn bis fünfzehn Minuten mehr ein.
Gehen auch festkochende Kartoffeln?
Besser nicht. Mehligkochende zerfallen beim Zerdrücken und verteilen sich gleichmäßig im Teig. Festkochende bleiben stückig, du bekommst kleine Klumpen in der Krume und das Brot geht ungleichmäßig auf.
Woran merke ich, dass das Brot fertig ist?
Dreh es um und klopfe auf die Unterseite: Klingt es hohl, ist es durch. Die Kruste soll dabei kräftig gebräunt sein. Bei kürzerer Backzeit bleibt die Mitte durch die Kartoffeln klitschig.
Alle Rezepte: Herzhafte Hauptgerichte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert