Spritzgebäck mit 400g Butter, ein uraltes Rezept mit Geliggarantie
Dieses reichhaltige Spritzgebäck ist buttrig, zart und hält seine Form beim Backen sehr zuverlässig – daher die scherzhafte “Geliggarantie”. Ein kurzer Tipp vorab: Wer mag, rührt 50 g fein gemahlene Mandeln unter den Teig, das verleiht ein warmes Aroma und etwas Biss. Zum Verzieren eignen sich geschmolzene Kuvertüre oder eine Zitronenglasur.
Praktische Informationen
- Vorbereitungszeit: 25–40 Minuten (inkl. Rühren und Formen)
- Koch-/Backzeit: 8–12 Minuten pro Blech (180°C Ober-/Unterhitze / 160°C Umluft)
- Ruhezeit: 30 Minuten (Teig kühlen; falls nicht nötig: Keine)
- Personenanzahl: ca. 40–50 Stück (je nach Größe)
Zutaten
- 400 g Butter (zimmerwarm)
- 200 g Puderzucker
- 2 Eigelb
- 1 Ei (zimmerwarm)
- 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 100 g Speisestärke (z. B. Maizena)
- 600 g Weizenmehl (Type 405), bei Bedarf bis 650 g
- 50 g gemahlene Mandeln (optional, für Aroma)
- 150 g Zartbitterschokolade oder Kuvertüre zum Verzieren (optional)
Zubereitung
- Die Butter mit dem Puderzucker in einer großen Schüssel 3–5 Minuten sehr cremig rühren, bis die Masse hell und luftig ist.
- Eigelb, Ei, Vanille und die Prise Salz unterrühren, bis alles gleichmäßig verbunden ist.
- Speisestärke und etwa 500 g Mehl mischen und nach und nach kurz unter die Butter-Ei-Masse heben; falls verwendet, gemahlene Mandeln jetzt zugeben.
- Noch so viel Mehl zugeben, bis ein weicher, nicht klebriger Teig entsteht; nur kurz kneten, damit der Teig zart bleibt.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, damit er beim Spritzen die Form behält.
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen und Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen oder in eine Gebäckpresse geben und gleichmäßig auf das Backpapier spritzen (ca. 4–6 cm lange Röllchen oder Rosetten), dabei etwas Abstand lassen.
- Wenn der Teig sehr weich geworden ist, die geformten Stücke 10–15 Minuten kalt stellen, das verhindert das Fließen beim Backen.
- Die Bleche nacheinander im vorgeheizten Ofen 8–12 Minuten backen, bis die Ränder gerade leicht hellgolden sind; nicht zu dunkel werden lassen.
- Die Kekse kurz auf dem Blech abkühlen lassen, dann zum vollständigen Auskühlen auf ein Gitter legen; nach Wunsch die Unterseiten oder Spitzen in geschmolzene Schokolade tauchen und fest werden lassen.
Tipps
- Die Butter sollte weich, aber nicht schmierig sein – so lässt sich der Teig gut verarbeiten und behält beim Backen die Form.
- Zu langes oder zu kräftiges Kneten macht das Gebäck zäh; nur so viel wie nötig vereinigen.
- Backzeit genau beobachten: Spritzgebäck bleibt blass; goldene Ränder sind das Zeichen fürs Herausnehmen.
- In einer luftdichten Dose bleibt das Gebäck mehrere Wochen frisch und knusprig, am besten mit einem Stück Apfelscheibe separat dazulegen, um die Feuchtigkeit zu regulieren.
- Fertigen Teig kann man auch portionsweise als Rolle in Frischhaltefolie einfrieren und bei Bedarf in Scheiben schneiden und backen.
Varianten
- Zitronen-Spritzgebäck: 1 TL Zitronenschale zusätzlich in den Teig geben und nach dem Backen mit Zitronenglasur überziehen.
- Schoko-Spritzgebäck: 30–40 g Kakaopulver in die Mehlmischung einarbeiten für einen feinen Schokogeschmack.
- Mandel-Variante: 100 g gemahlene Mandeln statt 50 g verwenden und mit etwas Mandelöl aromatisieren.
- Doppelt getaucht: Spitzen oder eine Hälfte in dunkle und die andere in weiße Schokolade tauchen für dekorative Kontraste.
- Leichtere Version: Butter auf 300 g reduzieren und 1 zusätzliches Eiweiß zugeben (ändert die Textur, ergibt aber etwas weniger buttrige, aber immer noch zarte Kekse).

