Omas Uraltes Gulasch Rezept mit 1 kg Rindfleisch absolut Klasse
Dieses herzhafte Rindergulasch ist ein Klassiker: zart geschmortes Fleisch in einer kraftvollen, leicht süßlich-würzigen Sauce. Es eignet sich wunderbar für Familienessen und gewinnt am nächsten Tag oft noch an Geschmack. Wer mag, serviert dazu einen Klecks Sauerrahm oder ein Stück frisches Bauernbrot.
Praktische Informationen
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Koch-/Backzeit: 1,5–2 Stunden (bei niedriger Hitze) oder 2–2,5 Stunden im Ofen bei 160 °C
- Ruhezeit: Keine
- Personenanzahl: 4–6
Zutaten
- 1 kg Rindfleisch (Schulter oder Wade), in ca. 2–3 cm Würfel geschnitten
- 3 EL Pflanzenöl oder Schmalz
- 3 große Zwiebeln (ca. 500 g), fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL scharfes Paprikapulver (optional)
- 1 TL Kümmel (ganz) oder gemahlen
- 2 Lorbeerblätter
- 150 ml trockener Rotwein (oder 150 ml zusätzl. Brühe)
- 400 ml Rinderbrühe
- 2 EL Mehl oder 1–2 EL Speisestärke (zum Binden)
- 1 TL Zucker (zum Abrunden)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 2 EL Butter (optional, für Glanz und Geschmack)
- Frisch gehackte Petersilie zum Bestreuen
- Sauerrahm oder Schmand zum Servieren (optional)
Zubereitung
- Fleisch trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Öl oder Schmalz in einem schweren Topf (Gusseisen ideal) stark erhitzen.
- Das Fleisch portionsweise bei hoher Hitze rundherum kräftig anbraten (je Portion 4–6 Minuten), damit sich Röstaromen bilden. Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.
- Zwiebeln im verbleibenden Fett bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren goldbraun und weich schmoren (ca. 10–12 Minuten). Gegebenenfalls noch etwas Öl zugeben.
- Knoblauch kurz mitbraten (30–60 Sekunden), dann Topf vom Herd nehmen und das Paprikapulver einrühren (so verbrennt das Paprika nicht und bleibt aromatisch).
- Tomatenmark zugeben und 1–2 Minuten mitrösten, dann mit Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen (2–3 Minuten), um die Säure zu reduzieren.
- Fleisch zusammen mit dem ausgetretenen Fleischsaft zurück in den Topf geben. Rinderbrühe angießen, Kümmel und Lorbeerblätter zugeben sowie den Zucker einrühren.
- Aufkochen, dann die Hitze so reduzieren, dass ein leises Simmern erhalten bleibt. Zugedeckt 1,5–2 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch sehr zart ist (bei Bedarf Flüssigkeit ergänzen).
- Ist das Gulasch zu dünn, Mehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren (Mehlschwitze oder Stärkesauce) und unter Rühren ins köchelnde Gulasch geben, weitere 10–15 Minuten köcheln, bis die Sauce eindickt.
- Zum Schluss Butter einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und Lorbeerblätter entfernen. Mit Petersilie bestreuen und nach Wunsch mit einem Löffel Sauerrahm servieren.
Tipps
- Immer in Chargen anbraten: Zu viel Fleisch auf einmal dämpft statt zu bräunen und die Sauce wird weniger aromatisch.
- Langes, langsames Schmoren macht das Fleisch wunderbar zart; lieber niedriger Temperatur und länger als zu hoch und kurz.
- Paprikapulver nur kurz außerhalb der Hitze rösten, sonst wird es bitter. Tomatenmark kurz mitrosten, das verstärkt die Aromen.
- Reste am nächsten Tag oft noch besser: Aromen entwickeln sich weiter. Im Kühlschrank 2–3 Tage haltbar, eingefroren ca. 3 Monate.
- Zum Andicken lieber wenig Stärke nehmen und gut lösen, als zu viel Mehl, damit die Sauce nicht klumpig wird.
- Beim Abschmecken nach dem Schmoren zuerst Salz, dann bei Bedarf etwas Säure (z. B. ein Spritzer Essig) oder eine Prise Zucker hinzufügen.
Varianten
- Mit geräuchertem Paprikapulver und Speck: für eine rauchige Note und kräftigeren Geschmack.
- Mit Wurzelgemüse (Möhren, Pastinaken) im Schmortopf ergänzt, ergibt ein vollwertiges Eintopfgericht.
- Leichtere Variante: weniger Fett, statt Rotwein mehr Brühe und zum Schluss etwas Zitronensaft für Frische.
- Slow-Cooker-Version: Nach dem Anbraten alle Zutaten in den Slow Cooker geben und 6–8 Stunden auf niedriger Stufe garen.
- Bier-Gulasch: Rotwein durch ein dunkles Bier ersetzen für eine malzige Tiefe.
- Ungarische Tradition: mehr Kümmel und Majoran verwenden und mit saurer Sahne servieren.

