Quark Schneekuchen mit Pudding in 10 Minuten gemacht

Dieser Quark-Schneekuchen mit Vanillepudding ist eine technisch durchdachte Variante eines Klassikers, die eine luftige, feuchte Krume mit einer stabilen, samtigen Puddingschicht kombiniert. Sie profitieren von einer kurzen Vorbereitungszeit und reproduzierbaren Arbeitsschritten, die ein gleichmäßiges Backbild und eine cremige, nicht-wässrige Textur gewährleisten.

Einige Informationen

  • Portionen: 8 Personen
  • Vorbereitungszeit: 10 Minuten
  • Garzeit: 60 Minuten
  • Gesamtzeit: 70 Minuten

Warum dieses Rezept interessant ist

Die Kombination aus Quark und getrennt gekochtem Vanillepudding erzeugt eine vorteilhafte Geschmacks- und Texturkombination: der Quark liefert Frische und leichte Säure, der Pudding Cremigkeit und Stabilität. Textural entsteht eine feine, saftige Krume mit einer dichten, dennoch cremigen Einlage. Technisch reizvoll ist die Trennung von Puddingherstellung und Quarkmasse, die Temperierung des Puddings vor dem Mischen sowie das Vermeiden von Überrühren, um Synerese zu verhindern.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g kalte Butter, in Würfeln
  • 1 Ei (für den Mürbeteig)
  • 500 g Quark (20 % Fett i. Tr.)
  • 200 g Schmand (oder Crème fraîche)
  • 3 Eier (M)
  • 80 g Zucker (für die Quarkmasse)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
  • 500 ml Milch (für den Pudding)
  • 40 g Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
  • 30 g Butter (zum Einrühren in den Pudding)
  • Optional: abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (einige Gramm) oder 1 EL Rum/Vanilleextrakt

Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):

  • Frische Beeren oder eine dünne Beerensauce optional zur Frischekontrastierung.

So bereite ich es zu

Schritt 1:

Ich bereite zuerst den Mürbeteig: 200 g Mehl, 80 g Zucker und 1 Prise Salz in eine Schüssel geben, 100 g kalte Butter in Würfeln zugeben und mit den Fingerspitzen oder einer Knetmaschine zu feinen Streuseln verreiben. Anschließend 1 Ei einarbeiten, rasch zu einem homogenen Teig formen, flach drücken und für mindestens 30 Minuten kühl stellen, damit das Gluten entspannt und die Butter fest bleibt.

Schritt 2:

Ich koche den Pudding: 40 g Vanillepuddingpulver mit 40 g Zucker (eingerechnet in Gesamtzucker) trocken mischen, mit einem Schuss (50 ml) der 500 ml Milch glatt anrühren. Restliche Milch aufkochen, vom Herd nehmen, die angerührte Mischung einrühren und unter Rühren einmal aufkochen lassen, bis der Pudding andickt. Dann 30 g Butter einrühren. Qualitätskontrolle: Die Masse muss homogen und glänzend sein. Auf ca. 40 °C abkühlen lassen, damit beim Einmengen in die Quarkmasse die Eier nicht stocken.

Schritt 3:

Ich stelle die Quarkmasse her: 500 g Quark, 200 g Schmand, 3 Eier, 80 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen nur kurz homogenisieren — nicht zu lange, um die Struktur nicht zu zerstören. Dann den abgekühlten Pudding portionsweise unterheben. Texturkontrolle: Die Masse soll cremig und homogen sein, ohne sichtbare Flüssigphasen.

Schritt 4:

Ich rolle den gekühlten Mürbeteig aus und lege ihn in eine gefettete Springform 26 cm Durchmesser, Ränder hochziehen. Die Quark-Pudding-Masse einfüllen und Oberfläche glattstreichen. Vor dem Backen heize ich den Ofen auf 175 °C Umluft vor. Backzeit: ca. 60 Minuten. Visuelle Indikatoren: Die Oberfläche soll hellgoldbraun sein, die Mitte nur leicht nachgeben (wenig Wackeln). Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, mit Alufolie abdecken.

Schritt 5:

Fertigstellung: Nach Ende der Backzeit den Kuchen im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen 15 Minuten ruhen lassen, dann auf einem Gitter vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Für die finale Kühlung stelle ich den Kuchen mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, damit die Füllung vollständig stabilisiert. Beim Anrichten schneide ich mit einem in heißes Wasser getauchten Messer für saubere Scheiben.

Profi-Tipps

  • Achten Sie beim Mürbeteig auf kalte Butter und kurze Verarbeitung — zu warm verarbeiteter Teig wird zäh.
  • Temperieren Sie den Pudding auf ca. 40 °C, bevor Sie ihn zur Quarkmasse geben, um Gerinnen der Eier zu vermeiden.
  • Backen Sie bei 175 °C Umluft für gleichmäßige Bräunung; bei Ober-/Unterhitze 190 °C einstellen.
  • Falls die Oberfläche zu stark bräunt: nach 30–40 Minuten mit Alufolie abdecken und weiterbacken.

Häufige Fehler vermeiden

  • Nicht vorheizen: negativer Einfluss auf Textur und Garergebnis.
  • Zu starkes Bearbeiten: beeinträchtigt die Struktur und führt zu dichter Krume.
  • Unkontrollierte Garzeit: fehlende visuelle Referenzen führen zu wässriger Füllung oder Rissen.
  • Überladung: verhindert gleichmäßiges Garen und führt zu ungleichmäßigem Setzen der Füllung.

Alternativen und Ersatzmöglichkeiten

  • Für einen schnelleren Boden: 200 g Butterkekse fein zerbröseln, mit 80 g geschmolzener Butter mischen — ergibt einen knusprigen Keksboden; die Textur wird kompakter und süßer.
  • Schmand ersetzen: Crème fraîche für etwas mehr Säure oder Frischkäse für dichte Cremigkeit; Geschmack und Mundgefühl verändern sich entsprechend.
  • Laktosefrei: laktosefreier Quark und laktosefreie Milch verwenden; Puddingpulver ohne Milchstärke prüfen.
  • Glutenfrei: glutenfreies Mehl mit 1–2 g Xanthan als Bindung; Backverhalten wird etwas weniger elastisch.

Varianten und Abwandlungen

  • Zitronen-Quark-Schneekuchen: abgeriebene Zitronenschale und 1 EL Zitronensaft in die Quarkmasse für Frische.
  • Schokoladenvariante: 30 g Kakaopulver in den Mürbeteig oder einen Schokoladenpudding anstelle Vanille verwenden.
  • Fruchtig: Auf die noch warme Oberfläche eine Schicht Beerenspiegel geben oder frische Beeren servieren.
  • Mini-Portionen: In Muffinförmchen backen — Backzeit auf 20–25 Minuten reduzieren.
  • Kreative Interpretation: Mürbeteigboden mit Mandeln (30–50 g gemahlene Mandeln) und einem Hauch Marzipan für nussige Tiefe.

FAQ – Häufige Fragen

Kann man dieses Gericht vorbereiten?
Ja. Sie können den Kuchen bis zu 24 Stunden zuvor backen und kühl lagern; kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit sich die Aromen entfalten. Vor dem Servieren mit frischen Beeren garnieren.
Kann man die Mengen verdoppeln?
Ja, mit den notwendigen Anpassungen: Verwenden Sie zwei Springformen oder eine deutlich größere Form; erhöhen Sie die Backzeit um 10–20 Minuten und prüfen Sie den Garzustand visuell.
Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge an Öl im Mürbeteig und beachten Sie, dass die Textur weniger bröselig wird.
Wie überprüft man den Gargrad?
Sichere Indikatoren sind eine hellgoldene Oberfläche, leichtes Nachgeben in der Mitte (leichtes Wackeln) und keine sichtbare Flüssigkeit beim Anstechen. Nach dem Abkühlen sollte die Masse vollständig setzen.
Was tun, wenn Zutat X fehlt?
Fehlt Schmand, können Sie Crème fraîche oder einen Anteil Frischkäse verwenden; fehlt Puddingpulver, stabilisieren Sie die Quarkmasse mit 10–15 g Speisestärke, vorab in wenig Flüssigkeit angerührt.

So serviere ich es

Ich serviere den Kuchen in sauberen, gleichmäßigen Stücken, auf hellem Porzellan, begleitet von frischen Beeren oder einem dünnen Beerenspiegel zur Säurekontrastierung. Geeignet für Kaffee, Brunch oder als Dessert; für festliche Anlässe empfehle ich dekorative Streifen aus Puderzucker oder eine dünne Schicht Nusskrokant am Rand.

Hinweise

  • Aufbewahrung: Im Kühlschrank bei +4 °C bis zu 3 Tage frisch halten; länger kann die Textur leiden.
  • Wiedererwärmen: Nicht erforderlich; kurz vor dem Servieren Raumtemperatur empfehlen. Generell gilt bei anderen Gerichten Lebensmittelsicherheit, z. B. 75 °C für Geflügel.

Fazit

Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, kontrollierte Methode, um einen gleichmäßig gebackenen Quark-Schneekuchen mit stabiler Puddingfüllung zu erzielen; durch klare Temperierungsschritte, präzise Backparameter und einfache Ersatzoptionen erreichen Sie reproduzierbar hochwertige Ergebnisse.