Sie brauchen nur 5 Rouladen & 200g Feta, Schichtbraten in Senfsauce

Ich beschreibe ein kompaktes Schichtbraten-Rezept aus 5 Rouladen und 200 g Feta, das in einer klar strukturierten Senfsauce geschmort wird. Sie erhalten präzise Angaben zu Vorbereitung, Temperaturen und Garzeiten sowie sensorische Hinweise zu Textur, Farbe und Aromatik, damit Sie reproduzierbare, professionelle Ergebnisse in der heimischen Küche erzielen.

Einige Informationen

  • Portionen: 3 Personen
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Garzeit: 75 Minuten
  • Gesamtzeit: 95 Minuten

Warum dieses Rezept interessant ist

Das Gericht verbindet kompakte Fleischstruktur und cremig-salzige Käsekomponente zu einer geschichteten Textur: außen gebräunt, innen saftig mit leicht schmelzender Feta-Füllung. Die Senfsauce sorgt für Säure und Tiefe, während die Reduktion Farbe und viskose Textur entwickelt. Technisch reizvoll ist das kombinierte Scharfanbraten und anschließende Niedergaren, das die Kollagenauflösung kontrolliert und gleichmäßige Zartheit liefert.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 5 Rinderrouladen à ca. 160 g (insgesamt ~800 g), dünn geschnitten
  • 200 g Feta, gut abgetropft und grob zerkrümelt
  • 100 g Bauchspeck in dünnen Scheiben
  • 2 Gewürzgurken (ca. 100 g), fein gewürfelt
  • 1 große Zwiebel (ca. 150 g), fein gewürfelt
  • 2 EL Dijon-Senf (ca. 30 g) plus 1–2 EL zum Abschmecken
  • 20 g Butter und 15 ml Pflanzenöl zum Anbraten
  • 100 ml trockener Rotwein oder zusätzlicher Fond
  • 500 ml Rinderfond oder kräftige Brühe
  • 15 g Mehl zum Binden oder 10 g Speisestärke (glutenfrei)
  • Salz, schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 10 g gehackte Petersilie zum Garnieren

Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):

  • Optional: 500 g Kartoffeln, 50 g Butter, 100 ml Milch für Kartoffelpüree als klassische Beilage.

So bereite ich es zu

Schritt 1:

Ich lege die Rouladen flach, tupfe sie trocken und bestreiche jede Scheibe dünn mit 1/2 EL Dijon-Senf. Ich verteile ca. 40 g Feta pro Roulade, eine Scheibe Bauchspeck und jeweils etwas fein gewürfelte Gewürzgurke. Anschließend rolle ich die Rouladen straff auf und fixiere sie mit Küchengarn oder Rouladennadeln. Qualitätskontrolle: Achten Sie darauf, dass die Füllung nicht zu feucht ist; falls der Feta sehr nass ist, drücken Sie ihn in einem Sieb leicht aus.

Schritt 2:

Ich erhitze einen schweren Bräter auf dem Herd auf 180–200 °C (hohe Pfannentemperatur) und gebe 15 ml Pflanzenöl und 20 g Butter hinzu. Ich brate die Rouladen rundherum kräftig an, bis eine dunkle, karamellisierte Kruste entsteht (2–3 Minuten pro Seite), dann nehme ich die Rouladen heraus. Technischer Hinweis: Der Maillard-Effekt ist entscheidend für Farbe und Röstaromen; die Pfanne muss heiß genug sein, aber ohne zu verbrennen.

Schritt 3:

Ich dünste im gleichen Bräter die gewürfelte Zwiebel kurz glasig, löse angebrannte Röststoffe mit 100 ml Rotwein und reduziere kurz. Dann gebe ich 500 ml Rinderfond dazu, rühre 1 EL Dijon-Senf ein und schmecke mit Salz und Pfeffer vor. Ich schichte die angebratenen Rouladen dicht nebeneinander in den Bräter, so entsteht der Schichtbraten. Deckel auflegen.

Schritt 4:

Ich gare den Bräter im vorgeheizten Ofen bei 160 °C (Umluft: 140–150 °C) für 75 Minuten abgedeckt. Sensorische Indikatoren: Die Sauce sollte währenddessen leicht blubbern, die Farbe nach 45 Minuten dunkler werden und an Viskosität zunehmen. Das Fleisch ist optimal, wenn es mit leichter Resistenz beginnt und gegen Ende weich bis geschmeidig wird; das Bindegewebe muß klar reduziert erscheinen.

Schritt 5:

Ich entnehme die Rouladen, lasse sie kurz 10 Minuten ruhen. Die Sauce reduziere ich bei Bedarf auf dem Herd und binde sie mit einem kleinen Stück Butter + Mehl (Beurre manié) oder Speisestärke 10 g in etwas kaltem Wasser gelöst, abschließend mit 1–2 EL Dijon-Senf abschmecken. Ich schneide die Rouladen in medaillonähnliche Scheiben, serviere mit Sauce und frisch gehackter Petersilie.

Profi-Tipps

  • Feta vor Verwendung gut abtropfen und ggf. mit einem kleinen Löffel ausdrücken; alternativ 10 g Semmelbrösel zur Bindung unter den Feta mischen.
  • Beim Anbraten eine hohe Anfangstemperatur (180–200 °C) für Maillard, danach im Ofen 160 °C für schonendes Niedergaren.
  • Wenn Sie das Rezept verdoppeln, erhöhen Sie die Garzeit um ca. 15–20 % und überprüfen die Temperatur bzw. Zartheit punktuell.
  • Glutenfrei: Mehl zum Binden durch Speisestärke ersetzen; laktosefrei: Butter durch ¾ der Menge Pflanzenöl ersetzen (geschmacklicher Verlust möglich).

Häufige Fehler vermeiden

  • Nicht vorheizen: führt zu mangelnder Krustenbildung und weniger Röstaromen.
  • Zu starkes Bearbeiten: zu straffes Rollen kann die Fleischfasern komprimieren und zäh machen.
  • Unkontrollierte Garzeit: ohne visuelle Referenzen wird die Sauce entweder zu dünn oder zu dick; prüfen Sie Farbe und Viskosität.
  • Überladung: ein zu eng gepackter Bräter verhindert gleichmäßiges Schmoren.

Alternativen und Ersatzmöglichkeiten

  • Anstelle von Feta: bruchfester Ziegenkäse für ähnliche Säure; wirkt etwas milder und cremiger.
  • Für eine rauchigere Note: geräucherter Speck verwenden, beeinflusst Aroma und Farbe deutlich.
  • Glutenfreie Bindung: Speisestärke statt Mehl; ergibt klare, glänzende Sauce.
  • Laktosefrei: Pflanzenöl statt Butter (Menge auf ¾ reduzieren), Geschmack wird neutraler.

Varianten und Abwandlungen

  • Mediterrane Variante: Oliven, getrocknete Tomaten anstelle der Gewürzgurke; Feta außen aufbrechen für intensivere Salz-Aromen.
  • Pikante Version: Paprikapulver und Harissa in die Sauce einarbeiten.
  • Leichte Variante: Putenrouladen verwenden, Garzeit reduzieren und auf Kerntemperatur 70–72 °C achten.
  • Kreative Interpretation: Rouladen einmal schräg aufschneiden, Feta als sichtbare Schicht legen und kurz gratinieren.
  • Slow-Cooker-Variante: Niedriges Garen 6–8 Stunden auf low, intensivere Bindung der Aromen, weniger Bräunung.

FAQ – Häufige Fragen

Kann man dieses Gericht vorbereiten?
Ja. Ich rolle die Rouladen und kühle sie bis zu 24 Stunden, Sauce getrennt lagern. Beim Aufwärmen im Ofen bei 150 °C bis Kerntemperatur erreicht ist, bleibt die Textur erhalten.
Kann man die Mengen verdoppeln?
Ja. Erhöhen Sie Fassungsvolumen des Bräters, verlängern Sie die Garzeit um ca. 15–20 % und prüfen Sie Zartheit punktuell.
Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge an neutralem Öl.
Wie überprüft man den Gargrad?
Anfasstest: das Fleisch soll am Ende weich, aber nicht auseinanderfallend sein; die Sauce sichtbar reduziert und leicht sirupartig. Bei Geflügel: 75 °C Kerntemperatur als Sicherheitsmaßnahme.
Was tun, wenn Feta fehlt?
Ersetzen Sie Feta durch Ziegenfrischkäse (ähnliche Säure) oder durch fein gehackten, gepressten Ricotta mit etwas Zitronensaft als Alternative.

So serviere ich es

Ich serviere den in Scheiben geschnittenen Schichtbraten auf einem warmen Teller, mit der konzentrierten Senfsauce leicht nappiert. Dazu passen Kartoffelpüree oder gebratene Wurzelgemüse. Optisch empfiehlt sich eine helle Kräuter-Note (Petersilie) für Farbkontrast und frische Aromatisierung; servieren Sie sofort, damit Sauce und Fleischkern harmonisch warm bleiben.

Hinweise

  • Lagerung: Reste luftdicht im Kühlschrank bis zu 48 Stunden aufbewahren; vor Verzehr vollständig erhitzen.
  • Wiedererwärmen: Im Ofen bei 150–160 °C mit etwas Fond oder Wasser abgedeckt kurz auf Temperatur bringen.
  • Lebensmittelsicherheit: Bei Geflügel als Basis immer mind. 75 °C Kerntemperatur anstreben. Bei Rindfleisch kontrolliere die Zartheit und Temperatur vor dem Servieren.

Fazit

Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, kontrollierte Methode, mit 5 Rouladen und 200 g Feta einen aromatisch ausgewogenen Schichtbraten in einer kräftigen Senfsauce zu erzielen, der durch gezielte Temperaturen, Anbrat- und Schmorphasen konstante Spitzenqualität liefert.