Dieser kompakte Quarkkuchen mit Pudding kombiniert schnellen Vorbereitungsaufwand mit verlässlicher Textur und klarer Aromastruktur. Ich zeige Ihnen ein Rezept, das sich in 7 Minuten vorbereiten lässt, dabei eine samtige, leicht säuerliche Quarkfüllung und eine feine Vanillenote bietet. Die Methode eignet sich für Alltag und Gäste gleichermaßen; Sie erhalten verlässliche Festigkeit und feine Porung.
Einige Informationen
- Portionen: 8 Personen
- Vorbereitungszeit: 7 Minuten
- Garzeit: 45 Minuten bei 170 °C
- Gesamtzeit: 52 Minuten
Warum dieses Rezept interessant ist
Sie erhalten eine stabilisierte Quarkmasse mit gleichmäßiger Porung und seidiger Textur durch die Kombination aus Quark, Eiern und Vanillepuddingpulver. Die Puddingkomponente sorgt für zuverlässige Bindung ohne übermäßige Mehlzugabe; das Ergebnis ist geschmacklich ausgeglichen zwischen milder Säure, feiner Vanille und einer dezenten Butternote. Technisch interessant ist die schnelle Vorbereitungszeit bei gleichzeitig reproduzierbarer Struktur, ideal für rationelle Küchenabläufe.
Zutaten
Für das Gericht:
- Quark (20 % Fett) – 750 g
- Eier – 4 Stück (Größe M)
- Zucker – 150 g
- Vanillepuddingpulver (instant) – 40 g (1 Packung)
- Vollmilch – 150 ml
- Weiche Butter, geschmolzen – 60 g
- Weizenmehl (Type 405) – 60 g
- Zitronenabrieb – 1 TL (fein gerieben, ca. 2 g)
- Feines Salz – 1 Prise
- Springform Ø 24 cm, gut gefettet
- Optional: Puderzucker zum Bestäuben, frische Beeren zum Anrichten
Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):
- Optional: 150 g Beeren, kurz mit 15 g Zucker und 20 ml Wasser eingekocht für eine frische Begleitung.
So bereite ich es zu
Schritt 1:
Ich heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor und fette eine Springform Ø 24 cm. Ich wiege alle Zutaten ab, damit die Massenführung passt. Die Milch stelle ich bereit, damit das Puddingpulver gleich homogen eingerührt werden kann.
Schritt 2:
Ich schlage die Eier kurz mit dem Zucker (150 g) hell auf (ca. 1–2 Minuten mit Handmixer). Dann rühre ich nacheinander Quark (750 g), die geschmolzene Butter (60 g), den Zitronenabrieb und die Prise Salz ein. Abschließend siebe ich Mehl (60 g) und das Vanillepuddingpulver (40 g) dazu und rühre bei niedriger Geschwindigkeit, bis eine homogene, glatte Masse entsteht. Qualitätskontrolle: keine Mehlnester, gleichmäßige, leicht fließende Konsistenz.
Schritt 3:
Ich fülle die Masse in die vorbereitete Form. Sensorisch entwickelt sich beim Backen zunächst ein lebhaftes Volumen: Die Masse steigt leicht an, die Oberfläche bleibt hell und wird gegen Ende schwach goldgelb. Während des Garens nimmt die Oberfläche eine feinporige Textur an; die Mitte bleibt am Ende leicht tremblant, was auf die richtige Feuchtigkeitsbalance hinweist.
Schritt 4:
Den optimalen Gargrad bestimme ich visuell: Die Ränder sind fest und leicht gebräunt, die Oberfläche matt und geschlossen; die Mitte zeigt noch ein minimales Nachgeben bei leichtem Schütteln, aber keine flüssigen Stellen. Bei Unsicherheit messe ich kerntemperaturartig im Zentrum – ideal sind ca. 68–72 °C, damit die Füllung gesetzt, aber nicht trocken ist.
Schritt 5:
Ich nehme den Kuchen aus dem Ofen und lasse ihn in der Form auf einem Gitter auf Raumtemperatur abkühlen (mindestens 30 Minuten). Anschließend kühle ich ihn für mindestens weitere 60 Minuten im Kühlschrank, damit die Struktur vollständig fest wird und sich die Aromen setzen. Vor dem Servieren bestäube ich leicht mit Puderzucker und serviere optional mit frischen Beeren.
Profi-Tipps
- Verwenden Sie Quark 20 % für cremige, stabile Textur; bei Magerquark ändert sich die Mundgefühl deutlich und Sie sollten +30–40 g Butter hinzufügen.
- Backen Sie bei 170 °C Ober-/Unterhitze; Heißluft reduziert die Bräunung, kann die Oberfläche zu fest machen. Prüfen Sie die Ofentemperatur mit einem Ofenthermometer.
- Das Vanillepuddingpulver (40 g) stabilisiert die Füllung; als Ersatz können Sie Speisestärke 30 g plus 1 TL Vanilleextrakt verwenden, Ergebnis etwas weniger vanillig.
- Bei Verwendung einer größeren Form erhöhen Sie die Backzeit graduell um 10–15 Minuten und kontrollieren die Mitte visuell.
Häufige Fehler vermeiden
- Nicht vorheizen: negativer Einfluss auf Textur und Garergebnis.
- Zu starkes Bearbeiten: beeinträchtigt die Struktur.
- Unkontrollierte Garzeit: fehlende visuelle Referenzen.
- Überladung: verhindert gleichmäßiges Garen.
Alternativen und Ersatzmöglichkeiten
- Für laktosefreie Variante: laktosefreier Quark oder eine Mischung aus Soja-Quark-Alternative und 20 g Butterersatz; Textur wird etwas leichter.
- Glutenfrei: Mehl durch Reismehl oder feine Maisstärke ersetzen; Porung verändert sich, Kuchen wird etwas krümeliger.
- Ohne Puddingpulver: Speisestärke 30 g + 1 TL Vanille; geringere Vanillenote, dafür neutrale Bindung.
- Mit Magerquark: +30–40 g Butter für Ausgleich der Fettstruktur; Geschmack bleibt tadellos, Mundgefühl dichter.
Varianten und Abwandlungen
- Mit Zitronen- und Mohnnote: 1 EL Mohn und zusätzlich 1 EL Zitronensaft für Frische.
- Mit Schokoladenschicht: 100 g dunkle Schokolade schmelzen und nach dem Abkühlen dünn auftragen.
- Mini-Formen: Portionieren in kleine Förmchen, Backzeit auf 20–25 Minuten reduzieren.
- Mit Quark-Joghurt-Mischung: 50/50 Quark und griechischer Joghurt für cremigere Textur.
- Kreative Interpretation: Zugabe von 50 g gerösteten, fein gehackten Mandeln für nussige Tiefe.
FAQ – Häufige Fragen
- Kann man dieses Gericht vorbereiten?
- Ja. Ich empfehle, den Kuchen vollständig auskühlen zu lassen und im Kühlschrank bis zu 48 Stunden luftdicht zu lagern. Vor dem Servieren bei Raumtemperatur 20–30 Minuten temperieren für beste Textur.
- Kann man die Mengen verdoppeln?
- Ja, mit Anpassung der Formgröße und längerer Backzeit (ca. +10–15 Minuten). Achten Sie auf gleichmäßige Hitzeverteilung; ggf. die Temperatur um 10 °C reduzieren und länger backen.
- Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
- Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge an Öl (z. B. 45 g) und beachten Sie, dass sich die Textur leicht verändert.
- Wie überprüft man den Gargrad?
- Visuell: feste Ränder, matte Oberfläche, Zentrum leicht wackelnd. Alternativ Kerntemperatur 68–72 °C.
- Was tun, wenn Zutat X fehlt?
- Fehlt Puddingpulver: ersetzen durch Speisestärke (siehe oben). Kein Zitronenabrieb: ½ TL Zitronensaft verwenden. Kleine Abweichungen ändern Textur, sind aber praktikabel.
So serviere ich es
Ich serviere den Kuchen in gleichmäßigen Stücken, leicht mit Puderzucker bestäubt und mit frischen Beeren oder einer dünnen Beerenkompotte ergänzt. Geeignet für Kaffee, Dessert oder als leichtes Abschlussgericht bei Menüs. Textur und milde Säure harmonieren gut mit intensiveren Beilagen wie Karamellsauce oder Schokoladenkrümeln.
Hinweise
- Aufbewahrung: Im Kühlschrank bei ca. 4 °C bis zu 48 Stunden luftdicht lagern; einfrieren möglich, allerdings leicht qualitativ verändert.
- Lebensmittelsicherheit: Bei Gerichten mit Eiern und Milch Produkte stets kühl lagern. (Als allgemeiner Referenzwert gilt z. B. 75 °C für Geflügel, hier relevant sind die empfohlenen Kühlt- und Lagerzeiten.)
Fazit
Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, kontrollierte Methode für ein konstant hochwertiges Ergebnis in der Küche: schnelle Vorbereitung in 7 Minuten, stabile, seidige Textur durch Vanillepuddingpulver und reproduzierbare Backparameter bei 170 °C für 45 Minuten.
