Ich präsentiere Ihnen eine präzise konzipierte Schokocreme von etwa 1 kg, die durch kontrollierte Emulsion und Temperaturführung im Mund seidig schmilzt. Sie eignet sich als Brotaufstrich, Füllung oder Dessertkomponente und bietet eine ausgewogene Balance zwischen Kakaointensität, Fettstruktur und längerer Geschmacksentfaltung. Die Rezeptur nutzt einfache Zutaten und präzise Temperaturen, um reproduzierbare Ergebnisse in häuslicher wie gewerblicher Küche zu gewährleisten.
Einige Informationen
- Portionen: 10 Personen
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Garzeit: 10 Minuten
- Gesamtzeit: 150 Minuten (inkl. Abkühl- und Ruhezeit)
Warum dieses Rezept interessant ist
Ich analysiere diese Schokocreme aus fachlicher Sicht: Die Emulsion aus geschmolzener Zartbitterschokolade und erhitzter Sahne erzeugt eine dichte, aber dennoch schmelzende Textur. Das Verhältnis Feststoff- zu Flussphase gewährleistet ein samtiges Mundgefühl; kleine Fettanteile (Butter) erhöhen Glanz und Fließverhalten. Technisch relevant sind die Temperaturfenster beim Auflösen und die mechanische Homogenisierung, die eine feine Partikelverteilung sicherstellen und Kristallisationen verhindern.
Zutaten
Für das Gericht:
- Zartbitterschokolade (ca. 60 % Kakao) – 600 g, fein gehackt
- Sahne 30 % Fett – 220 g (ml)
- Vollmilch – 150 g (ml)
- Butter, kühl und gewürfelt – 30 g
- Feines Meersalz – 2 g
- Vanillepaste – 3–5 g (optional)
- Optional: Glukosesirup 30 g (verbessert Streichfähigkeit und Lagerstabilität)
Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):
- Nicht erforderlich; Beilagen empfehle ich separat (siehe Serviervorschläge).
So bereite ich es zu
Schritt 1:
Ich stelle alle Zutaten abgewogen bereit und hacke die Zartbitterschokolade fein, um eine schnelle und gleichmäßige Schmelzung zu garantieren. Ich halte die Schokolade bei Raumtemperatur, damit beim Übergießen kein Temperaturschock entsteht.
Schritt 2:
Ich erhitze die Sahne und Vollmilch in einem Topf langsam bis kurz vor dem Siedepunkt, auf ca. 82 °C (Aufschäumgrenze), und nehme den Topf vom Herd. Kontrolle: Wenn an der Innenwand kleine Bläschen erscheinen, ist die Temperatur erreicht.
Schritt 3:
Ich gebe die heiße Flüssigkeit sofort über die gehackte Schokolade in eine Schüssel, lasse sie 60–90 Sekunden stehen und beginne dann mit einem Schneebesen oder einem Stabmixer (kurz, pulsierend) zu emulgieren. Ziel ist eine homogene, glänzende Masse ohne sichtbare Schokoladenklumpen. Während der Emulsion achte ich darauf, die Temperatur der Schokolade im Bereich 35–45 °C zu halten.
Schritt 4:
Ich arbeite nun die kalten Butterwürfel, das Salz und die Vanillepaste stückweise ein, um Glanz und Mundgefühl zu optimieren. Ich messe die Endtemperatur: Für optimale Verarbeitbarkeit sollte die Creme beim Abfüllen bei 20–22 °C liegen. Sichtbarer Indikator: Die Oberfläche ist glatt, ohne Fettaugen; die Masse hat einen satten Glanz.
Schritt 5:
Ich fülle die Schokocreme in saubere Gläser oder Behälter, streiche die Oberfläche glatt und lasse sie mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen oder 1 Stunde im Kühlschrank (4 °C) anziehen, bis die Textur streichfähig, aber nicht zu hart ist. Vor dem Servieren darf die Creme kurz bei Raumtemperatur temperieren, damit sich der Schmelz voll entfaltet.
Profi-Tipps
- Wenn Sie einen besonders feinen Griff wünschen, emulgieren Sie mit einem Stabmixer und anschließend fein passieren (25–30 μm Sieb), um jegliche Partikel zu entfernen.
- Halten Sie die Emulations-Temperaturen: Flüssigkeit 82 °C, Schokolade während der Mischung 35–45 °C, Abfülltemperatur 20–22 °C.
- Setzen Sie optional Glukosesirup ein (bis zu 30 g), wenn Sie eine länger streichfähige Struktur für warme Umgebungen benötigen.
- Wenn die Emulsion gerinnt (fettige Trennung), erhitzen Sie die Masse sanft auf 40–45 °C, fügen Sie 1–2 EL heiße Sahne hinzu und mixen Sie erneut, um die Phase zu re-emulgieren.
Häufige Fehler vermeiden
- Nicht vorheizen: Wenn die Sahne nicht ausreichend erhitzt wird, löst sich die Schokolade ungleichmäßig und die Textur bleibt körnig.
- Zu starkes Bearbeiten: Übermäßiges Mixen mit zu hoher Geschwindigkeit kann Luftblasen und eine matte Oberfläche verursachen.
- Unkontrollierte Garzeit: Zu langes Erhitzen der Sahne reduziert Feuchte und verändert Mundgefühl; visuelle Referenzen sind wichtiger als exakte Zeitangaben.
- Überladung: Zu viel Fett (zusätzliche Butter/Öl) führt zu Fetttrennung und reduziert den Schmelzpunkt.
Alternativen und Ersatzmöglichkeiten
- Statt Zartbitterschokolade können Sie Vollmilchschokolade (süßer, cremiger) verwenden; Ergebnis: milderer Geschmack und geringerer Kakaoanteil, Textur weicher.
- Für Laktosefreiheit: Verwenden Sie laktosefreie Sahne und eine pflanzliche Butteralternative; Ergebnis: leicht verändertes Mundgefühl, etwas weniger Cremigkeit.
- Für reduzierte Süße: Wählen Sie dunklere Schokolade (70 %), beachten Sie, dass die Creme intensiver und weniger süß wird.
- Glutenfrei: Das Rezept ist von Natur aus glutenfrei, sofern die Schokolade keine Zusätze enthält.
Varianten und Abwandlungen
- Haselnuss-Praline: 150 g fein gemahlene geröstete Haselnüsse unter die fertige Creme heben – nussiges Aroma, leicht körnige Struktur.
- Orangenzest: 1–2 TL fein geriebene Bio-Orangenschale in die heiße Sahnemischung ziehen – frische Zitrusnoten.
- Chili-Schokolade: 1–2 g gemahlener Chipotle oder Cayenne in der Sahne aufkochen – dezente Schärfe und Länge.
- Vegan: Ersatz von Sahne durch Kokoscreme und Butter durch Kakaobutter oder pflanzliche Margarine; Ergebnis: anderer Schmelz und kokosspezifisches Aroma.
- Mousse-Interpretation: 300 g fertige Schokocreme mit 200 g geschlagener Sahne luftig unterheben – ergibt eine luftige Dessertcreme.
FAQ – Häufige Fragen
- Kann man dieses Gericht vorbereiten?
- Ja. Ich empfehle, die Schokocreme abgekühlt in luftdichten Behältern im Kühlschrank zu lagern und innerhalb von 10 Tagen zu verwenden. Vor dem Servieren lasse ich die Creme 15–30 Minuten bei Raumtemperatur temperieren.
- Kann man die Mengen verdoppeln?
- Ja, ich kann die Mengen verdoppeln. Achten Sie auf proportionale Erhitzung und größere Gefäße; die Wärmeabfuhr verlangsamt sich, daher verlängern Sie die Ruhe- und Abkühlzeiten minimal, um eine stabile Emulsion zu erhalten.
- Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
- Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust und veränderter Textur. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge als neutrales Pflanzenöl; bevorzugt ist leichtes Rapsöl oder Traubenkernöl. Ergebnis: geringerer Glanz, flüssigerer Schmelzpunkt.
- Wie überprüft man den Gargrad?
- Die Creme wird nicht traditionell gegart; visuelle und texturale Indikatoren sind entscheidend: glatte, homogene Oberfläche, kein Fettabsetzen, und eine streichfähige Konsistenz bei 20–22 °C.
- Was tun, wenn Zutat X fehlt?
- Fehlt die Zartbitterschokolade, verwenden Sie Vollmilchschokolade mit entsprechend angepasster Flüssigkeitsmenge. Fehlt Butter, kann ein Teil der Fettmenge durch zusätzliche Sahne ersetzt werden, jedoch mit minimalem Aromaverlust.
So serviere ich es
Ich serviere die Schokocreme temperiert auf leicht geröstetem Bauernbrot, als Füllung für Blätterteiggebäck oder als Begleiter zu Vanilleeis. Optisch empfehle ich ein sauberes Glas, glatte Oberfläche und optional eine Linie aus gerösteten Haselnusskernen oder frisch geriebener Orangenzeste.
Hinweise
- Lagern Sie die Creme im Kühlschrank bei ca. 4 °C. Vor dem Servieren kurz temperieren, um den vollen Schmelz zu erreichen.
- Lebensmittelsicherheit: Da die Rezeptur Sahne enthält, gilt die übliche Kühlkette. Für gewerbliche Nutzung prüfen Sie Haltbarkeit und mikrobiologische Anforderungen.
Fazit
Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, kontrollierte Methode für eine samtig-schmelzende Schokocreme von rund 1 kg, die durch gezielte Temperaturführung und einfache handwerkliche Schritte reproduzierbare, hochwertige Ergebnisse für Privat- wie Profiküchen liefert.

