Ich präsentiere Ihnen einen praxisorientierten Blechkuchen: ein unkompliziertes Rezept für einen Vanillepudding-Streuselkuchen vom Blech, das in kurzer Vorbereitungszeit handwerklich saubere Ergebnisse liefert. Es verbindet eine stabile, dünne Teigbasis mit einer geschmeidigen Puddingfüllung und knusprigen Streuseln – ideal für Catering, Kaffee und einfache Gastronomieanwendungen.
Einige Informationen
- Portionen: 12 Personen
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Garzeit: 25 Minuten
- Gesamtzeit: 40 Minuten
Warum dieses Rezept interessant ist
Ich analysiere das Rezept aus kulinarischer Perspektive: Die Kombination aus einer kompakten Teigplatte, einer dichten, seidig-glatten Vanillepuddingschicht und knusprigen Streuseln schafft ein ausgewogenes Spiel aus Texturen. Die Basis liefert Struktur und Biss, der Pudding sorgt für Feuchtigkeit und aromatische Süße, die Streusel setzen kontrastierende Fett- und Backnoten. Technisch reizvoll ist die getrennte Vorback- und Fertigback-Phase, die eine gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung und stabile Schnittbarkeit ermöglicht.
Zutaten
Für das Gericht:
- Für das Blech (30 x 40 cm):
- Mehl: 300 g Weizenmehl (Type 405)
- Backpulver: 1 TL (ca. 5 g)
- Zucker: 150 g
- Butter: 150 g, kalt und in Würfeln
- Ei: 1 Stück (Gr. M)
- Salz: eine Prise
- Vanillepuddingpulver (zum Kochen): 40 g
- Milch: 600 ml (für den Pudding)
- Zusätzlicher Zucker für Pudding: 40 g (je nach Süßvorliebe)
- Für die Streusel: 200 g Mehl, 100 g Zucker, 150 g kalte Butter, 1 Prise Salz, optional 1/2 TL Zimt
Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):
- Keine zwingende Beilage erforderlich; bei Bedarf passt ein dünner Beerenkompott (z. B. 200 g Beeren, 30 g Zucker, 20 ml Wasser) zur Balance von Süße und Säure.
So bereite ich es zu
Schritt 1:
Ich heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Das Blech (30 x 40 cm) lege ich mit Backpapier aus. Für die Teigplatte vermenge ich 300 g Mehl, 1 TL Backpulver, 150 g Zucker und eine Prise Salz. Ich füge 150 g kalte Butter in Würfeln und das Ei hinzu und arbeite die Masse rasch zu einem krümeligen, aber zusammenhaltenden Teig, ohne sie zu stark zu kneten. Anschließend drücke ich den Teig gleichmäßig aufs Blech.
Schritt 2:
Ich backe die Teigplatte blind vor für 10 Minuten bei 180 °C, bis die Ränder gerade anfangen, leicht Farbe zu nehmen. Kontrollpunkt: Der Teigrand sollte fest sein, aber die Mitte noch nicht vollständig gebräunt—das verhindert Aufweichen durch die Puddingfüllung.
Schritt 3:
Während der Vorbackzeit bereite ich den Pudding: Ich löse 40 g Vanillepuddingpulver mit 40 g Zucker in etwa 100 ml Milch an, erwärme die restlichen 500 ml Milch bis kurz unter den Siedepunkt und rühre die angerührte Mischung ein. Unter ständigem Rühren bringe ich den Pudding zum Kochen und koche ihn 1 Minute, bis er sichtbar andickt. Sensorisch sollte die Creme seidig-glänzend und frei von Klümpchen sein.
Schritt 4:
Ich verteile den heißen Pudding zügig auf der vorgebackenen Teigplatte. Dann bereite ich die Streusel: 200 g Mehl, 100 g Zucker, 150 g kalte Butter und Salz rasch zu Streuseln verreiben (mit Fingern oder Cutter), sodass sie grob-körnig sind. Die Streusel streue ich gleichmäßig über den Pudding. Für das Fertigbacken stelle ich das Blech zurück in den Ofen und backe es weitere 15–20 Minuten bei 180 °C, bis die Streusel goldbraun sind.
Schritt 5:
Fertigstellung: Ich entnehme das Blech, lasse es auf einem Rost 30–45 Minuten abkühlen, damit der Pudding vollständig bindet. Visuelle Indikatoren: Streusel tiefgolden, Puddingoberfläche matt und nicht mehr flüssig; beim leichten Rütteln nur minimale Wellenbewegung. Anschließend schneide ich das Blech in Portionen.
Profi-Tipps
- Arbeiten Sie mit kalter Butter (Teig und Streusel), um klare, krümelige Streusel und eine feste Basis zu erhalten.
- Backen in zwei Phasen: 10 Minuten Vorbacken der Basis, 15–20 Minuten Fertigbacken nach dem Belegen – das verhindert Durchweichen.
- Wenn Sie einen glänzenderen Pudding wünschen, rühre ich am Ende 15 g weiche Butter unter; für festen Schnitt 1 EL Speisestärke zusätzlich einarbeiten.
- Für gleichmäßige Bräune die mittlere Schiene verwenden; bei Konvektion Ofentemperatur um 10–15 °C reduzieren.
Häufige Fehler vermeiden
- Nicht vorheizen: negativer Einfluss auf Textur und Garergebnis.
- Zu starkes Bearbeiten: beeinträchtigt die Struktur.
- Unkontrollierte Garzeit: fehlende visuelle Referenzen.
- Überladung: verhindert gleichmäßiges Garen.
Alternativen und Ersatzmöglichkeiten
- Glutenfrei: Austausch von Mehl gegen eine 1:1 glutenfreie Mehlmischung; Textur wird etwas krümeliger, mögliche Zugabe von 1 Eiweiß für Bindung.
- Laktosefrei: Verwenden Sie laktosefreie Milch und laktosefreie Butter; Geschmack bleibt sehr ähnlich.
- Vegan: Pflanzliche Margarine und ein veganer Vanillepudding (auf Maisstärke-Basis) verwenden; die Streusel werden etwas weniger buttrig im Aroma.
- Wenn Butter fehlt: Verwenden Sie ¾ der Menge Pflanzenöl (siehe FAQ), beachten Sie aromatischen Verlust und veränderte Bräunung.
Varianten und Abwandlungen
- Mit Fruchtkompott: Dünn eine Schicht Beerenkompott auf den heißen Pudding geben, bevor die Streusel aufgestreut werden.
- Karamellisierte Streusel: Zucker der Streusel kurz karamellisieren lassen für tiefe, nussige Noten.
- Zitronen-Vanille: 1 TL Zitronenschale in den Pudding einrühren für frische Säurebalance.
- Nussiger Crunch: 100 g gehackte Mandeln oder Haselnüsse in die Streusel mischen.
- Kreative Interpretation: Dekonstruierter Kuchen – Pudding in Gläser schichten, mit warmen Streuseln und einem dünnen Biskuitboden serviert.
FAQ – Häufige Fragen
- Kann man dieses Gericht vorbereiten?
- Ja. Ich empfehle, das Blech vollständig abkühlen zu lassen und bis zu 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank zu lagern; vor dem Servieren 15–20 Minuten bei Raumtemperatur temperieren, damit die Textur soften kann.
- Kann man die Mengen verdoppeln?
- Ja, mit Anpassung: Verwenden Sie zwei Bleche oder ein größeres, verlängern Sie die Fertigbackzeit leicht und kontrollieren Sie die Bräunung visuell. Vorbackzeit bleibt etwa gleich, Fertigbackzeit kann um 5–10 Minuten zunehmen.
- Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
- Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge Pflanzenöl und reduzieren Sie die Backzeit minimal; die Textur wird feiner und weniger krümelig.
- Wie überprüft man den Gargrad?
- Visuell: Streusel goldbraun; Puddingoberfläche matt und nicht mehr flüssig. Tastprobe: Randbereich des Bodens sollte fest sein, Mitte darf noch leicht nachgeben, ohne flüssig zu sein.
- Was tun, wenn Zutat X fehlt?
- Mehl: 20 % durch fein gemahlene Haferflocken ersetzen (Textur leicht nussig). Vanillepuddingpulver: 40 g Speisestärke + 1 Vanilleschote (Mark) verwenden; Kochzeit minimal verlängern.
So serviere ich es
Ich serviere den Kuchen in rechteckigen Stücken, bei Bedarf mit einem Klecks ungesüßter Crème fraîche oder einem Beerenkompott. Geeignet für Kaffee, Buffet oder als Dessert bei informellen Anlässen; die robuste Schnittbarkeit macht ihn praxistauglich für Portionsservice.
Hinweise
- Aufbewahrung: Im Kühlschrank bis zu 24 Stunden, luftdicht verpackt. Vor dem Servieren Raumtemperatur annehmen lassen (15–20 Minuten).
- Lebensmittelsicherheit: Puddinghaltige Backwaren sollten nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen; kühl lagern.
Fazit
Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, effiziente Methode für einen stabilen, geschmacklich ausgewogenen Vanillepudding-Streuselkuchen vom Blech, geeignet für den professionellen Einsatz und einfache Skalierung bei gleichbleibender Qualität.
