Dieses Quarkkuchenrezept für ein Blech kombiniert eine knusprige Mürbeteigbasis mit einer stabilen, zugleich cremigen Quarkfüllung, die durch selbstgekochten Vanillepudding strukturiert wird. Sie erhalten in kurzer Vorbereitungszeit ein zuverlässiges Resultat für 12 Portionen, das sich leicht portionieren, kühlen und variabel verfeinern lässt – ideal für Kaffeegesellschaften und Buffetpräsentationen.
Einige Informationen
- Portionen: 12 Personen
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Garzeit: 45–50 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2–12 Stunden (inkl. Abkühl- und Ruhezeit; optimal über Nacht)
Warum dieses Rezept interessant ist
Die Kombination aus einem kompakten Mürbeteigboden und einer Quarkfüllung, die durch einen gekochten Vanillepudding stabilisiert wird, liefert eine ausgewogene Textur: knusprig-butterig am Boden, dicht-cremig in der Mitte und feinporig an der Oberfläche. Geschmacksseitig sorgt die Vanille für Tiefe, Zitronenzesten bringen Säureausgleich, und die reduzierte Zuckermenge erlaubt die natürliche Frische des Quarks. Technisch interessant ist die Methode, den Pudding vorzukochen, wodurch Rissbildung und übermäßiges Einsinken verhindert werden und ein gleichmäßiges Backverhalten erzielt wird.
Zutaten
Für das Gericht:
- Für das Blech: Blechmaß 30 x 40 cm, mit Backpapier ausgelegt.
- Mürbeteig: 300 g Weizenmehl (Type 405), 150 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Ei (ca. 50 g), 150 g kalte Butter in Stücken, 1 TL Backpulver (optional für etwas Lockerheit).
- Quarkfüllung: 750 g Speisequark (20 % Fettanteil empfohlen), 3 Eier (M), 100 g Zucker, Abrieb von 1 Bio-Zitrone, 1 TL Rum- oder Vanilleextrakt.
- Vanillepudding (selbst gekocht): 600 ml Vollmilch, 60 g Vanillepuddingpulver (oder 2 Päckchen, á 30 g–40 g je nach Hersteller), 50 g Zucker.
- Zum Finish: Puderzucker zum Bestäuben oder ein dünner Fruchtspiegel aus Aprikosenkonfitüre (aufgelöst).
Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):
- Optional: 200 g frische Beeren (Himbeeren oder Blaubeeren) zum Servieren, geschmacklich neutral und säurebetont.
So bereite ich es zu
Schritt 1:
Zuerst heize ich den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Für den Mürbeteig gebe ich 300 g Mehl, 150 g Zucker, eine Prise Salz und das Backpulver in eine Schüssel, arbeite das Ei und die kalte Butter (150 g) rasch mit den Fingerspitzen oder in der Küchenmaschine zu einem krümeligen Teig und forme einen kompakten Teigklumpen. Ich rolle oder presse den Teig gleichmäßig in das vorbereitete Blech, die Ränder leicht hochziehen.
Schritt 2:
Für den Vanillepudding erwärme ich 600 ml Milch zusammen mit 50 g Zucker bis kurz vor dem Siedepunkt. Ich rühre das Vanillepuddingpulver (60 g) mit etwas kalter Milch glatt, gieße es unter Rühren in die heiße Milch und koche die Masse unter ständigem Rühren 1–2 Minuten kräftig, bis sie deutlich eindickt. Qualitätskontrolle: Der Pudding muss cremig, frei von Klümpchen und glänzend sein; gegebenenfalls durch ein Sieb passieren.
Schritt 3:
Ich lasse den Pudding kurz auf etwa 50–60 °C abkühlen, damit er beim Vermengen mit dem Quark und den Eiern die Proteine nicht sofort gerinnt. Anschließend rühre ich 750 g Quark, 3 Eier, 100 g Zucker, Zitronenabrieb und Vanilleextrakt unter den noch lauwarmen Pudding, bis eine homogene, dickflüssige Creme entsteht. Textur während des Verarbeitens: Die Masse soll glatt, glänzend und tropffähig, aber nicht flüssig sein.
Schritt 4:
Ich verteile die Quark-Pudding-Creme gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden und streiche sie glatt. Das Blech kommt in den vorgeheizten Ofen. Backzeit: 45–50 Minuten bei 180 °C. Optische Kontrollpunkte: Der Rand sollte leicht goldbraun sein, die Oberfläche eine helle Bräunung zeigen und die Mitte noch leicht wabbeln — sie festigt sich beim Abkühlen.
Schritt 5:
Nach dem Backen lasse ich das Blech bei Raumtemperatur abkühlen und stelle es anschließend für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank; für beste Textur und saubere Anschnitte empfehle ich eine Ruhezeit von 6–12 Stunden (über Nacht). Vor dem Servieren bestäube ich den Kuchen dünn mit Puderzucker oder pinsle warmen Aprikosennektar auf den Rand für Glanz. Serviertemperatur: leicht gekühlt.
Profi-Tipps
- Teigkonsistenz: Arbeiten Sie schnell und kühl mit der Butter; zu warmes Arbeiten führt zu klebrigem Teig und einem platten Boden.
- Pudding setzen: Kochen Sie den Pudding ausreichend lange, bis er deutlich eindickt; ein zu schwacher Pudding verursacht einen saftigen, aber instabilen Kern.
- Ofenkontrolle: Nutzen Sie ein Ofenthermometer; viele Öfen weichen ±10–20 °C ab. Stellen Sie bei starker Bräunung die Temperatur auf 170 °C und prüfen Sie früher.
- Glutenfrei: Ersetzen Sie Mehl durch 250 g Mandeln + 50 g glutenfreie Mehlmischung; Teig evtl. mit 1–2 EL kaltem Wasser binden.
Häufige Fehler vermeiden
- Nicht vorheizen: Verursacht ungleichmäßige Backentwicklung und einen labberigen Boden.
- Zu starkes Bearbeiten: Überkneten des Mürbeteigs führt zu Glutenentwicklung und zäher Textur.
- Unkontrollierte Garzeit: Fehlen visueller Referenzen kann zu Rissen oder zu weichem Kern führen.
- Überladung: Zu hohe Füllmenge verhindert gleichmäßiges Backen und kann überlaufen.
Alternativen und Ersatzmöglichkeiten
- Vollmilch durch laktosefreie Milch ersetzen; Quark durch laktosefreien Quark oder Skyr für eine festere Textur.
- Vanillepuddingpulver durch Speisestärke (100 g Milch, 40 g Stärke) plus Vanillemark ersetzen — ergibt feinere Vanillenote, erfordert jedoch leicht geänderte Mengen.
- Für weniger Zucker: Zucker um 20–30 % reduzieren; beachten Sie, dass Süße die Textur leicht beeinflusst.
Varianten und Abwandlungen
- Mit Obst: Vor dem Backen 300 g Heidelbeeren auf die Füllung geben — sorgt für Fruchtsäure.
- Mit Streuseln: 100 g Butter, 150 g Mehl, 80 g Zucker verkneten und als Streusel vor dem Backen aufstreuen.
- Mit Mürbeteigboden abwechseln: Ein Boden mit Mandeln (50 g gemahlene Mandeln) für nussige Note.
- Karamellisierte Oberfläche: Kurz vor Ende den Grill (Grillstufe) für 1–2 Minuten nutzen, um leichte Bräunungsnoten zu erzeugen — kritisch beobachten.
- Kreative Interpretation: Zitrus-Vanille-Quark mit Orangenabrieb und einem Hauch Grand Marnier im Pudding.
FAQ – Häufige Fragen
- Kann man dieses Gericht vorbereiten?
- Ja. Backen Sie das Blech vollständig, kühlen Sie es ab und lagern Sie es abgedeckt im Kühlschrank bis zu 48 Stunden; für saubere Schnitte vor dem Servieren kurz bei Raumtemperatur temperieren.
- Kann man die Mengen verdoppeln?
- Ja, bei doppelter Menge zwei Bleche verwenden oder ein größeres Blech; achten Sie auf die Ofenkapazität und erhöhen Sie bei Bedarf die Backzeit um 10–20 %. Gleichmäßige Hitzeverteilung sicherstellen.
- Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
- Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge an neutralausflößendem Öl und fügen Sie 1–2 EL kaltes Wasser zur Bindung hinzu.
- Wie überprüft man den Gargrad?
- Verlässliche Indikatoren sind ein leicht goldener Rand, eine festere Außenzone und eine Mitte, die nur noch leicht wabbelig ist; Nachruhe führt zur endgültigen Festigung.
- Was tun, wenn Zutat X fehlt?
- Fehlt Vanillepuddingpulver: ersetzen Sie durch 60 g Speisestärke + 1 TL Vanilleextrakt, mit der Milch anrühren und wie beschrieben kochen.
So serviere ich es
Ich schneide den Kuchen in gleichmäßige Rauten oder Rechtecke und serviere ihn leicht gekühlt auf weißen Tellern. Ergänzende Beilagen: ein Klecks geschlagene Sahne, frische Beeren oder ein leichter Fruchtsauce-Spiegel. Geeignet für Nachmittagskaffee, Buffet oder als Dessert nach einem leichten Menü.
Hinweise
- Aufbewahrung: Abgedeckt im Kühlschrank bis zu 48 Stunden; bei längerer Lagerung wird die Textur trockener.
- Wiedererwärmen: Kurz bei 100–120 °C für 8–10 Minuten, um leichte Feuchtigkeitsrückgewinnung; nicht zu heiß, um die Quarkstruktur nicht zu zerstören.
- Lebensmittelsicherheit: Bei Milchprodukten stets gekühlt lagern; verderbliche Reste nicht länger als 48 Stunden aufbewahren.
Fazit
Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, kontrollierte Methode für ein konstant hochwertiges Ergebnis: ein kräftig aromatischer, texturreich differenzierter Quarkkuchen vom Blech mit stabilisierender Vanillepuddingkomponente — ideal für den professionellen wie privaten Einsatz.
