Ich präsentiere ein feinporiges, mehlfreies Wolkenkuchen-Rezept auf Quarkbasis, das mit 800 g Quark und 50 ml Schlagsahne gearbeitet wird. Es verbindet leichte Säure mit cremiger Textur und eignet sich als leichter Dessertabschluss oder für feine Nachmittagsportionen. Sie erhalten ein Rezept mit klaren technischen Hinweisen für gleichbleibend luftige Krume und stabile Struktur.
Einige Informationen
- Portionen: 8 Personen
- Vorbereitungszeit: 25 Minuten
- Garzeit: 50–60 Minuten
- Gesamtzeit: 75–85 Minuten (inkl. Ruhezeit)
Warum dieses Rezept interessant ist
Aus kulinarischer Sicht verbindet dieser Wolkenkuchen eine feinporige, luftige Innenstruktur mit einer leicht cremigen Säure des Quarks. Technisch reizvoll ist die Kombination aus geschlagenen Eiweißen und einer proteinreichen Quarkmasse, die durch schonendes Falten und feuchte Hitze im Wasserbad stabilisiert wird. Ergebnis: eine helle, fast mousseartige Krume, dezente Bräunung und ein saftiger Biss ohne Mehl.
Zutaten
Für das Gericht:
- 800 g Quark (20 % Fett oder Speisequark, gut abgetropft)
- 50 ml Schlagsahne
- 6 Eier, getrennt (Eigelb und Eiweiß separat)
- 100 g Zucker (fein)
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
- 1 Prise Salz
- 10–15 g Speisestärke (optional, stabilisiert die Struktur, nicht zwingend Mehl)
- 30 g geschmolzene Butter (optional für zusätzlichen Geschmack)
- Abgeriebene Schale einer halben Zitrone (optional)
- Butter oder Backpapier für die Form
- Form: Springform Ø 24 cm, hoch
Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):
- Frische Beeren oder eine schnelle Beerenkompott (Beeren, 50 g Zucker, 30 ml Wasser, kurz aufgekocht)
So bereite ich es zu
Schritt 1:
Ich heize den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor. Die Springform (Ø 24 cm) fetten oder mit Backpapier auslegen. Für gleichmäßige Feuchthitze stelle ich die Form in ein tiefes Blech und setze später Wasser für ein Wasserbad ein. Trennen Sie die Eier; die Eiweiße sollten frei von Fett sein.
Schritt 2:
Ich verrühre in einer Schüssel 800 g Quark mit 50 ml Schlagsahne, den Eigelben, 100 g Zucker (die Hälfte später für die Eiweiße verwenden), Vanille, ggf. Zitronenschale, der optionalen Speisestärke und der geschmolzenen Butter. Die Masse sollte homogen, klümpchenfrei und leicht cremig sein — ein feines Sieben hilft bei groben Klumpen. Achten Sie darauf, nicht zu stark zu rühren, damit die Luftigkeit der Mischung nicht verloren geht.
Schritt 3:
Ich schlage die Eiweiße mit einer Prise Salz zunächst luftig auf und gebe die restlichen 50 g Zucker langsam zu, bis steife Spitzen entstehen. Wichtiger Kontrollpunkt: Die Eiweiße müssen glänzend sein und beim Umkehren der Schüssel nicht herausfallen. Jetzt falte ich die Eiweißmasse in zwei bis drei Portionen behutsam unter die Quarkmasse — von unten nach oben hebend, um Luftigkeit zu erhalten.
Schritt 4:
Ich fülle die Mischung in die vorbereitete Form. Das Blech um die Form befülle ich bis zur Mitte der Form mit heißem Wasser (Wasserbad). Backen im Wasserbad bei 160 °C für 50–60 Minuten. Visueller Indikator: Die Oberfläche ist leicht goldgelb, die Mitte noch minimal wackelig, aber nicht flüssig. Die Ränder sollten leicht vom Formrand zurückgehen.
Schritt 5:
Ich nehme den Kuchen nach der Backzeit aus dem Ofen und lasse ihn 10–15 Minuten im geöffneten Ofen ruhen, bevor ich die Form herausnehme — das verhindert starkes Einsinken. Vollständig auskühlen lassen, vorzugsweise im Kühlschrank für mindestens 2 Stunden, damit die Textur fest wird und die Aromen sich setzen. Servieren Sie leicht gekühlt mit frischen Beeren oder einem Beerenkompott.
Profi-Tipps
- Verwenden Sie Eier bei Raumtemperatur; sie schlagen besser und geben stabilere Volumen.
- Temperatur: 160 °C Ober-/Unterhitze ist optimal; bei Umluft 150 °C einstellen.
- Kein direktes Backpapier an der Oberfläche – sonst entsteht kein gleichmäßiger Bräunungsgrad.
- Falls Speisestärke verwendet wird: 10–15 g reichen zur Stabilisierung ohne mehlartige Textur.
Häufige Fehler vermeiden
- Nicht vorheizen: negativer Einfluss auf Textur und Garergebnis.
- Zu starkes Bearbeiten: beeinträchtigt die Struktur und führt zu dichten Stellen.
- Unkontrollierte Garzeit: fehlende visuelle Referenzen führen zu trockenem oder zu weichem Kern.
- Überladung: zu hoch gefüllte Form verhindert gleichmäßiges Garen und fördert Reißen.
Alternativen und Ersatzmöglichkeiten
- Quark ersetzen: Ricotta oder eine Mischung aus 600 g Quark + 200 g Mascarpone für weichere Textur; Geschmack wird cremiger, weniger säuerlich.
- Speisestärke weglassen: ergibt ein noch leichteres Mundgefühl, kann jedoch die Stabilität reduzieren.
- Laktosefreie Variante: laktosefreier Quark und laktosefreie Sahne verwenden; sonst keine Anpassung nötig.
- Glutenfrei: Rezept ist grundsätzlich glutenfrei; bei Speisestärke auf Mais- oder Kartoffelstärke achten.
Varianten und Abwandlungen
- Zitronen-Wolkenkuchen: zusätzlich 1 EL Zitronensaft und mehr Zitronenschale für ausgeprägte Frische.
- Vanille-Intensiv: 1 Vanilleschote statt Extrakt; Samen in die Quarkmasse einarbeiten.
- Schokoladen-Interpretation: 20 g feines Kakaopulver in der Quarkmasse einrühren, eventuell Zucker leicht erhöhen.
- Ballon-Format: Einzelportionsförmchen (Ramequins) für kürzere Backzeit (ca. 25–30 Minuten), ideale Dessertportionen.
- Kreative Interpretation: Quark-Wolke mit Lavendel-Zuckersirup beträufeln und mit kandierter Zitrone servieren.
FAQ – Häufige Fragen
- Kann man dieses Gericht vorbereiten?
- Ja. Backen wie beschrieben, vollständig auskühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, um die Aromen zu aktivieren.
- Kann man die Mengen verdoppeln?
- Ja, verwenden Sie eine größere Form (z. B. Ø 28–30 cm) und erhöhen Sie die Backzeit um etwa 10–15 Minuten; prüfen Sie den Gargrad visuell.
- Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
- Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge an neutralem Öl (z. B. Rapsöl).
- Wie überprüft man den Gargrad?
- Die Oberfläche sollte hell golden sein; ein leichter Wackler in der Mitte ist normal. Ein eingesteckter Holzspieß sollte mit leicht feuchten, aber nicht flüssigen Krümeln herauskommen.
- Was tun, wenn Zutat X fehlt?
- Fehlt Speisestärke, können Sie sie weglassen oder durch 1 EL Mascarpone ersetzen. Bei fehlender Sahne: 30–40 g Joghurt (volle Fettstufe) verwenden.
So serviere ich es
Ich serviere den Wolkenkuchen leicht gekühlt auf vorgewärmten Tellern, garniert mit frischen Beeren oder einem dünnflüssigen Beerenkompott. Eine feine Zitronenzeste oder eine leichte Staubzuckerglasur betont die Oberfläche. Für festliche Anlässe eignen sich Portionen mit einer Spiegelsoße aus Himbeeren und einem Minzblatt als Farbkontrast.
Hinweise
- Aufbewahrung: Abgedeckt im Kühlschrank bei ≤ 7 °C bis zu 3 Tage.
- Wiedererwärmen: Kurz bei 100–120 °C im Ofen 5–8 Minuten erwärmen, um Textur zu schonen.
- Lebensmittelsicherheit: Arbeiten Sie hygienisch mit rohen Eiern; bei Unsicherheit pasteurisierte Eier verwenden.
Fazit
Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, kontrollierte Methode für ein konstant hochwertiges, mehlfreies Gebäck mit luftiger Krume und stabiler Struktur. Mit wenigen technischen Maßnahmen (Wasserbad, korrekt geschlagene Eiweiße, angemessene Ruhezeit) erreichen Sie gleichbleibend feine Ergebnisse.
