Den backe ich 3x in Monat, Polnischer Puddingkuchen mit 650 ml Milch!

Dieser polnische Puddingkuchen kombiniert eine buttrige Kruste mit einer dichten, samtigen Vanillecreme, die auf der Basis von 650 ml Milch hergestellt wird. Ich beschreibe eine präzise, reproduzierbare Zubereitung, die sich für den täglichen Gebrauch wie auch für schriftliche Rezeptdokumentation eignet. Sie erhalten klare technische Hinweise zu Textur, Backverhalten und Korrektionen.

Einige Informationen

  • Portionen: 8 Personen
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Garzeit: 60 Minuten
  • Gesamtzeit: 80 Minuten

Warum dieses Rezept interessant ist

Der Reiz dieses Kuchens liegt in der Kontrastierung von knuspriger Teigstruktur und cremiger Puddingmasse. Die 650 ml Milch ergeben eine dichte, jedoch nicht zu wässrige Konsistenz; die Stärke bindet die Flüssigkeit zu einer samtigen, leicht elastischen Textur. Aroma und Balance entstehen durch Vanille und eine leichte Säure im Teig (z. B. durch Joghurt), die Süße glättet. Technisch interessant ist das Zusammenwirken von vorgebackenem Boden und nachgelegter Puddingfüllung, wodurch ein sauberes Garen ohne Verwässerung gelingt.

Zutaten

Für das Gericht:

  • Für den Teig: 250 g Weizenmehl (Type 405), 100 g Zucker, 150 g kalte Butter, 1 Ei (Größe M), 1 Prise Salz, 1 TL Backpulver (ca. 5 g)
  • Für die Puddingfüllung: 650 ml Vollmilch, 80 g Zucker, 40 g Weizenstärke oder Maisstärke, 3 Eigelbe, 1 Vanilleschote (Mark) oder 2 TL Vanilleextrakt, 20 g Butter
  • Zum Bestreuen / als Kruste: 50 g Butter, 50 g Zucker, 50 g Mehl (für Streusel)
  • Optional: Abrieb einer halben Zitrone, 1 EL Vanillepuddingpulver für höheren Stand

Für die Sauce oder Beilage (falls relevant):

  • Keine zwingende Beilage; frische Beeren oder eine leichte Beerenkompott sind optional und ergänzen die Süße.

So bereite ich es zu

Schritt 1:

Ich heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Für den Teig arbeite ich 150 g kalte Butter mit 100 g Zucker, Mehl, Backpulver, Ei und einer Prise Salz rasch zu einem glatten, leicht bröseligen Teig. Ich forme eine Kugel, gebe zwei Drittel des Teigs in eine gefettete Backform (ca. 23 x 33 cm) und drücke ihn zu einem gleichmäßigen Boden. Das verbleibende Drittel stelle ich kühl für Streusel zurück.

Schritt 2:

Ich bereite die Puddingfüllung: 650 ml Milch erhitze ich mit dem Vanillemark bis kurz vor dem Siedepunkt (schaumbildende Randblasen). In einer Schüssel verrühre ich 40 g Stärke, 80 g Zucker und die 3 Eigelbe zu einer homogenen Paste. Unter stetigem Rühren gieße ich etwa ein Drittel heiße Milch zur Eimischung, um sie zu temperieren, dann die Mischung zurück in den Topf. Bei mittlerer Hitze koche ich die Masse unter kräftigem Rühren, bis sie deutlich eindickt (ein kurzer, stetiger Blasenaufstieg zeigt Bindung). Zum Schluss rühre ich 20 g Butter ein, um die Oberfläche zu glätten.

Schritt 3:

Sensorisch verändert sich die Masse: Die Farbe wird cremig hell, die Textur von flüssig zu samtig dicht. Ich prüfe die Konsistenz mit dem Löffel—sie sollte beim Abziehen eine definierte Linie hinterlassen. Riechen: klares Vanillearoma, keine Eigelbartigkeit mehr.

Schritt 4:

Ich gieße die heiße Puddingmasse gleichmäßig auf den vorgebackenen Boden. Die Streusel verteile ich sofort darauf. Als visueller Indikator für den optimalen Gargrad achte ich auf eine leicht goldbraune Oberfläche der Streusel und ein nicht mehr fließendes Zentrum; ein sanftes Zittern in der Mitte ist zulässig, die Masse setzt sich beim Abkühlen.

Schritt 5:

Ich backe den Kuchen bei 180 °C für etwa 60 Minuten. Anschließend lasse ich ihn im ausgeschalteten Ofen bei geöffneter Tür 15 Minuten ruhen, dann auf Raumtemperatur abkühlen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen, damit die Puddingmasse vollständig stabilisiert. Vor dem Servieren kontrolliere ich Geschmack und Textur; bei Bedarf mache ich einen feinen Zuckerstaub oder frische Beeren als Kontrast.

Profi-Tipps

  • Für gleichmäßige Bräunung die Form mittig im Ofen platzieren; bei intensiver Oberhitze nach 40 Minuten mit Alufolie abdecken.
  • Temperieren Sie die Eigelb-Paste mit heißer Milch (erste Zugabe 1/3 der Milch), um Stocken zu vermeiden.
  • Wenn die Füllung zu dünn ist: weitere 1 EL Stärke in etwas kalter Milch anrühren und kurz aufkochen, nicht länger als nötig.
  • Bei Verwendung einer größeren Form (z. B. 30 x 40 cm) reduzieren Sie die Schichtdicke oder verlängern die Backzeit um 10–15 Minuten, prüfen Sie visuell.

Häufige Fehler vermeiden

  • Nicht vorheizen: führt zu ungleichmäßigem Aufgehen und schwammiger Textur.
  • Zu starkes Bearbeiten: macht den Teig zäh statt mürbe.
  • Unkontrollierte Garzeit: kann die Puddingmasse entweder zu fest (gummiartig) oder zu flüssig lassen.
  • Überladung: zu viele Streusel blockieren das gleichmäßige Garen und erschweren die Wärmeleitung.

Alternativen und Ersatzmöglichkeiten

  • Milch: laktosefreie Milch 1:1 einsetzbar; Geschmack bleibt weitgehend erhalten.
  • Mehl: Für eine glutenfreie Variante 1:1 durch eine feine glutenfreie Mehlmischung ersetzen; Textur wird insgesamt weniger elastisch, dafür etwas bröseliger.
  • Butterersatz: siehe FAQ (Öl mit ¾ der Menge verwenden, Aromaverlust beachten).
  • Stärke: Maisstärke ergibt klareren Geschmack, Weizenstärke liefert rundere Bindung.

Varianten und Abwandlungen

  • Schokoladenpudding: 20 g Kakaopulver in die Stärkemischung geben, dunkle Schokolade in die fertige Creme einziehen lassen.
  • Zitronenversion: Abrieb und 30 ml Zitronensaft in die Creme für helle Säurekontraste.
  • Fruchtgeschichtet: Eine Schicht Kompott (z. B. Pfirsich) zwischen Boden und Pudding für Frische.
  • Karamellisierte Oberfläche: Nach dem Kühlen mit feinem Zucker bestreuen und mit Brenner karamellisieren.
  • Kleine Portionen: In Muffinformen backen; Backzeit auf 25–30 Minuten reduzieren.
  • Kreative Interpretation: Mit Tonkabohne statt Vanille für intensives Aroma (sparsam einsetzen).

FAQ – Häufige Fragen

Kann man dieses Gericht vorbereiten?
Ja. Ich empfehle, den Kuchen vollständig abkühlen zu lassen und bis zu 3 Tage kühl zu lagern. Kalt serviert trägt die Konsistenz am besten.
Kann man die Mengen verdoppeln?
Ja, mengenmäßig ist das möglich; achten Sie auf größere Backformen und verlängern Sie die Backzeit um ca. 15–25 %. Größere Massen brauchen längere Hitzeeinwirkung, kontrollieren Sie visuell.
Kann Butter durch Öl ersetzt werden?
Ja, jedoch mit teilweisem Aromaverlust. Verwenden Sie etwa ¾ der Menge Pflanzenöl und fügen Sie 1 TL Vanilleextrakt zusätzlich hinzu, um Aromaverlust zu kompensieren.
Wie überprüft man den Gargrad?
Der Kuchen ist fertig, wenn die Streusel goldbraun sind und die Puddingmitte beim leichten Rütteln nur minimal zittert. Ein vollständig flüssiges Zentrum weist auf zu kurze Garzeit.
Was tun, wenn Zutat X fehlt?
Fehlt die Vanilleschote, nehmen Sie 2 TL Vanilleextrakt; fehlt Eigelb, lassen sich 1–2 ganze Eier verwenden, die Creme wird dann etwas lockerer.

So serviere ich es

Ich serviere den Kuchen in rechteckigen Stücken, auf neutralen Tellern, mit frischen Beeren und einem Klecks ungesüßter Crème fraîche oder leicht gesüßter Schlagsahne. Geeignet für Nachmittagskaffee, Buffet oder als Dessert nach einem leichten Menü; die dichte Textur verlangt kontrastreiche, frische Begleiter.

Hinweise

  • Kühl lagern: bei ≤ 7 °C, innerhalb von 3 Tagen verzehren.
  • Wiedererwärmen: Bei Raumtemperatur servieren; kurz im Ofen bei 120 °C (5–8 Minuten) aufwärmen, um Kruste kurz zu reaktivieren.
  • Lebensmittelsicherheit: Für Milchprodukte hygienisch arbeiten; wenn Eier nicht vollständig durchgegart sind, innerhalb kurzer Frist konsumieren.

Fazit

Fazit: Dieses Rezept bietet eine zuverlässige, kontrollierte Methode für einen konstant hochwertigen polnischen Puddingkuchen: knuspriger Boden, samtige Puddingfüllung und flexible Varianten erlauben routiniert reproduzierbare Ergebnisse in der heimischen wie professionellen Küche.